Hoheneich ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.

Geografie Hoheneich liegt im Waldviertel in Niederösterreich zwischen Gmünd und Schrems am Braunaubach. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 15,57 km². 57,19 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Hoheneich () samt Kolonie Backhausen Nondorf ()

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hoheneich und Nondorf.

Hoheneich ist eine Mitgliedsgemeinde der Kleinregion Waldviertler StadtLand.

Nachbargemeinden

Geschichte Der Name Hoheneich deutet entweder auf eine „Hohe Eiche“ oder auf einen hochgelegenen Eichenbestand hin. Dass hier einmal zahlreiche Eichen standen, beweist der Name des kleinen Tales „Eichelgraben“, und dass um 1659 der Kirchenwald ein schöner Eichenwald war. Noch 1807 standen dort mächtige jahrhundertealte Eichen. Hoheneich bildete seit jeher einen Bestandteil der Herrschaft Kirchberg am Walde, welche bereits im 12. Jahrhundert bestand und ein Lehen der Herren von Kuenring war. Am 28. Jänner 1345 wird erstmals ein Niklas von Hoheneich genannt, der einen Hof zu Kirchberg mit Albert von Kirchberg ausgewechselt hatte (Hippolytus 1858, S. 84). Niklas gehörte also dem Geschlecht der Herren von Kirchberg an und nannte sich nach seinem Besitze in Hoheneich. Sein Schloss lag an der Braunau, dort wo sich später der Maierhof und die Hofmühle der Herrschaft Kirchberg befand.

Nach dem Erlöschen des Hoheneichers Geschlechtes ging der Besitz an die Freiherren von Kirchberg über, welches bis nach 1483 bestand. In diesem Jahr scheint Otto von Kirchberg auf. Im Jahre 1476 gehörte die Pfarre Hoheneich zum Dekanate Zwettl. Als sich 1483 die Truppen des Ungarkönigs Mathias Corvinus festsetzten und auch nach dem Vergleich von 1491 verblieben, wurde wahrscheinlich auch Hoheneich in Mitleidenschaft gezogen.

1595 erwähnt das Urbarbuch Gmünd, dass die dortige Herrschaft das Fischrecht auf dem Elechsniz Pächel (Elexenbach) besaß und zwar von der steinernen Brücke bei der Steinmühle (Backhausen) an und von der steinernen Brücke bei Nandorff (Nondorf) Beet Gestetten (Patznik, Gesch. v. Gmünd S. 44). Laut Urbar der Herrschaft Schrems verliefen die Grenzen dieser Herrschaft gegen Hoheneich vom Pürbachgraben in die Schwarzau, derselben nach bis in das Stainwasser (Braunau) und von dort bis zur Brücke am Grünstein (Grillenstein). 1619 wurde die Gegend von Feinden schwer heimgesucht. Die im Dienst des Kaisers stehenden Ungarn und Polen haben dem Herrn von Kollonitsch den Markt Kirchberg, das Dorf Ullrich (Ullrichs), Vierbach (Pürbach), Nandorff (Nondorf) und sicher auch Hoheneich geplündert und abgebrannt. Später wurde das Schloss von den Böhmen geplündert und in Brand gesteckt.

Danach wurde Hoheneich 1795 von den Hessen und 1866 von den Preußen belagert und unterdrückt.

1869 bekam Hoheneich eine eigene Post und 1903 eine neue Schule. Die beiden Kriege haben auch hier viele Opfer gefordert. Und danach begann man die Straßen und Häuser wieder herzurichten und eine weitreichende Kanalisation zu machen.Ortsgeschichte von Hoheneich, VOGL Karl (1953); E. Berger, Gmünd Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Marktgemeinde Hoheneich drei Bäcker, vier Fleischer, fünf Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, ein Gerber, eine Hebamme, ein Müller, ein Sägewerk, ein Schlosser, ein Schmied, zwei Schneiderinnen und vier Schuster ansässig. Weiters gab es zwei Webereien, die Teppichfabrik Johann Backhausen & Söhne und eine Samtwarenfabrik.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 292

Im Zuge der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung wurde zum Jahresbeginn 1971 die Gemeinde Nondorf eingegliedert., abgerufen am 3. Mai 2024

Einwohnerentwicklung

Die Gemeinde Hoheneich hatte eine von den anderen Gemeinden im Bezirk abweichende Einwohnerentwicklung: Nach einer starken Abnahme der Bevölkerungszahl zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm die Zahl von 1951 bis 1981 stark zu.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Marterl beim Vereinssaal, das die Bekehrung von Kollonitsch 1621 darstellt

Katholische Pfarrkirche Hoheneich Unbefleckte Empfängnis Im Jahre 1621 geschah das „Wunder von Hoheneich“ Das Wunder wird wörtlich so beschrieben:

Wirtschaft und Infrastruktur Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 58, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 36. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 694. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,06 Prozent.

Öffentliche Einrichtungen In Hoheneich befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 8 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 8 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP und 8 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP und 7 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 6 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 SPÖ und 1 GRÜNE. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 6 SPÖ.

Bürgermeister

bis 2005 Friedrich Ledermüller (ÖVP) 2005–2016 Roland Wallner (ÖVP) 2016–2023 Christian Grümeyer (ÖVP) seit 2023 Manfred Zeilinger (ÖVP)http://www.hoheneich.at/page.asp/-/Bürgermeister (Abgerufen am 10. April 2016)

Wappen Der Gemeinde wurde 1960 ein Wappen verliehen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Raimund Weissensteiner (1905–1997), Priester und Komponist Ernst Schandl (1920–1997), Komponist, Musikpädagoge, Chorleiter und Sänger Margot Schindler (* 1952), Volkskundlerin Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Karin Berger (* 1953), Dokumentarfilmerin, Wissenschaftlerin und Autorin Michael Koller (* 1972), Schriftsteller

Weblinks

Einzelnachweise