Oberhofen am Irrsee ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck, seit der Gerichtsbezirk Mondsee per 1. Juli 2013 aufgelöst wurde. mini|Irrsee mit dem Hasenkopf im Hintergrund
Geografie Oberhofen liegt im Hausruckviertel am Irrsee. Dieser liegt in einer Seeöhe von 450 Meter. Nach Osten steigt das Land bewaldet zum Kogler Berg (819 m) und zum Schoibernberg (883 m) an. Im Südwesten liegt der 895 Meter hohe Hasenkopf.
Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6 und von West nach Ost 6,7 Kilometer. Die Gemeinde hat eine Fläche von 21,19 Quadratkilometer. Davon sind 57 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 36 Prozent sind bewaldet.
Gemeindegliederung Katastralgemeinden sind Laiter und Rabenschwand.
Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Einziger Zählsprengel ist Oberhofen am Irrsee für die gesamte Gemeinde.
Nachbargemeinden
Geschichte Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, kam der Ort mit dem Mondseeland nach dem Landshuter Erbfolgekrieg 1506 zum Erzherzogtum Österreich. Noch im selben Jahr verpfändete König Maximilian das Mondseeland an den Erzbischof von Salzburg. Erst nach 60 Jahren wurde die Rückkaufklausel geltend gemacht und somit kam das Mondseeland 1565 zum Land Österreich ob der Enns. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort zwischen 1809 und 1816 nochmal Bayern zugeschlagen.
1784 bekam der Ort eine eigene Pfarre.
Nach der Revolution 1848/49 wurde hier per 1. Jänner 1851 die Ortsgemeinde Rabenschwand geschaffen. Mit der Eröffnung der Kaiserin Elisabeth-Bahn 1860 wurde der Bahnhof immer wichtiger, und die Gemeinde wurde mit 1. Jänner 1864 nach dem Pfarrort auf Oberhofen umbenannt.
Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Einwohnerentwicklung
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1145 Einwohner, 2001 dann 1335 Einwohner und 2025 wurde mit 1730 Menschen der Bevölkerungshöchststand erreicht (Stand 2025).
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Oberhofen
Burgruine Wildeneck Katholische Pfarrkirche Oberhofen am Irrsee Vierzehn Nothelfer
Wirtschaft und Infrastruktur Fremdenverkehr Oberhofen ist Mitglied der LEADER-Region Mondseeland (REGMO) und der Tourismusregion Mondseeland – Mondsee/Irrsee als Teil des Salzkammerguts.
Verkehr Eisenbahn: Durch den Norden des Gemeindegebietes verläuft die Westbahn. Von der Haltestelle Oberhofen-Zell am Moos gibt es regelmäßige Verbindungen nach Linz und Salzburg. Straße: Die wichtigste Straßenverbindung ist die Mondsee Straße B154.
Politik mini|Gemeindeamt und Vereinshaus Oberhofen am Irrsee Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 7 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 FPÖ und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 3 FPÖ, 3 GRÜNE und 2 SPÖ.
Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren:
Wappen 60px|links Blasonierung: „Über silbernem, gewelltem Schildfuß, darin eine blaue Wellenleiste, in Grün ein silberner Brachvogel mit schwarzem Schnabel und schwarzen Beinen.“
Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Blau.
Das Gemeindewappen wurde 1979 verliehen. Der dargestellte seltene Große Brachvogel brütet in Oberösterreich nur an wenigen Stellen, darunter im Nordmoor am Irrsee.Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (5. Nachtrag 1977–1979). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 3/4, 1980, S. 130 ().
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Franziska Höllermann (* 27. Februar 1791 in Rabenschwand; † 4. Jänner 1893 in Salzburg, Mülln), Bäckermeisterswitwe. Die 102-jährige Greisin galt als älteste Einwohnerin Salzburgs.
Personen mit Bezug zur Gemeinde Otto Schenk (1930–2025), Schauspieler, Kabarettist und Regisseur starb in seinem Haus in Oberhofen.
Literatur Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Oberhofen am Irrsee. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2005, S. 1–118 ().
Weblinks
Website der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Salzkammergut Kategorie:Salzkammergut-Berge Kategorie:Irrsee Kategorie:Gemeindegründung 1864