Pühret ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.
Geografie Der Ort Pühret liegt auf 440 Meter Höhe im Hausruckviertel. Die westliche Grenze der Gemeinde bildet der Redlbach mit dem tiefsten Punkt im Süden auf 420 Meter. Die höchsten bewaldeten Hügel im Osten erreichen 480 Meter. Die Gemeinde hat eine Ausdehnung von Nord nach Süd 4,3 Kilometer, von West nach Ost 2,7 Kilometer. Die Gesamtfläche beträgt 6,5 Quadratkilometer. Beinahe drei Viertel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, etwa ein Fünftel ist bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Altensam () Ennsberg () Lehen () Moosham () Pühret () Schlierberg ()
Nachbargemeinden
Geschichte Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.
Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.
Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Die Gemeinde war bis Ende 2004 Teil des Gerichtsbezirks Schwanenstadt und wurde per 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Vöcklabruck.
Einwohnerentwicklung
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den dreißig landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden vierzehn im Haupt-, fünfzehn im Nebenerwerb und einer von einer Personengemeinschaft geführt. Im schwach ausgeprägten Produktionssektor arbeiteten drei Menschen im Bereich Warenherstellung und zwei im Baugewerbe. Von den 215 Erwerbstätigen des Dienstleistungssektors waren 169 in freiberuflichen Dienstleistungen tätig. WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)30342531Produktion3153Dienstleistung17821560 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 307 Erwerbstätige in Pühret. Davon arbeiteten 48 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus. Beinahe 200 Menschen aus der Umgebung kamen zur Arbeit nach Pühret.
Verkehr Eisenbahn: Durch den Westen des Gemeindegebietes verläuft die Bahnlinie von Ried im Innkreis nach Attnang-Puchheim.
Politik
Aus Kostengründen hat sich Pühret mit den Nachbargemeinden Pitzenberg, Rutzenham und Oberndorf bei Schwanenstadt im Jahr 1936 zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammengeschlossen. Das gemeinsame Gemeindeamt befindet sich in Oberndorf. Im Zuge dieser Kooperation wurde ebenfalls ein gemeinsamer Bauhof für die vier Gemeinden errichtet, der in Rutzenham untergebracht ist. Aufgrund einer Initiativprüfung des Sparpotentials empfahl der Landesrechnungshof 2015, eine Fusionierung der vier Gemeinden anzudenken.
Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 1997 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP, 3 SPÖ und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP und 4 SPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 6 ÖVP, 4 SPÖ und 3 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 ÖVP, 3 SPÖ und 2 FPÖ.
Bürgermeister Bürgermeister seit 1850 waren:
Wappen 60px|rechts
Blasonierung: Unter silbernem Schildhaupt mit Eisenhutteilung (sechs grüne Eisenhüte) in Grün ein silberner Birkenzweig mit drei Blättern und zwei hängenden Kätzchen.
Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Schwarz.
Das 1981 verliehene Wappen erklärt mit dem Birkenzweig den Namen der Gemeinde, der „Birkenhain“ bedeutet. Die Eisenhüte stehen für die sechs Ortschaften.Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 6. Nachtrag (1980–1983). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 3, 1984, S. 247 ().
Literatur Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde . Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2007, S. 1–38 ().
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Hausruck und Kobernaußerwald Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Ager Kategorie:Hausruckviertler Hügelland