Puchkirchen am Trattberg ist eine Gemeinde im österreichischen Bundesland Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit Einwohnern (Stand ). Das zuständige Bezirksgericht ist in Vöcklabruck.

Geografie Puchkirchen am Trattberg liegt auf 557 m Höhe im Hausruckviertel zwischen dem Hausruck im Norden und dem Salzkammergut im Süden. Die Gemeinde liegt auf dem Trattberg, der dem Göblberg im Süden vorgelagert ist. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5 und von West nach Ost 2,8 Kilometer. Die Gemeinde hat eine Fläche von 7,7 Quadratkilometer. Davon werden 64 Prozent landwirtschaftlich genutzt und ein Viertel ist bewaldet.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus 18 Ortschaften: Ach, Berg, Brandstatt, Hendorf, Hub, Grubholz, Gschwandt, Mairigen, Mühlberg, Pichl, Puchkirchen, Roith, Schafedt, Sonnenhang, Sonnpichl, Staudach, Trattberg, Wallern. Einzige Katastralgemeinde ist Puchkirchen.

Nachbargemeinden

Geschichte Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte das Ortsgebiet seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Schriftliche Quellen aus dieser Zeit können dem Ort nicht sicher zugeordnet werden. Ob der bereits 1139 genannte "Strattberg" mit dem Puchkirchner "Trattberg" gleichgesetzt werden kann, ist unklar. Im Jahre 1422 wird Puchkirchen bzw. die dem heiligen Jakobus dem Älteren geweihte Kirche in einem Kaufvertrag zum ersten Mal gesichert erwähnt. Seit 1490 wird der Ort dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war Puchkirchen mehrfach besetzt. Seit 1816 wieder bei Österreich ob der Enns, wurde dieses Kronland 1918 zum Bundesland Oberösterreich. Bis zur Aufhebung der Grundherrschaft 1848/49 waren für Puchkirchen sechs Grundherrschaften zuständig, zum weitaus überwiegenden Teil Puchheim. 1855 wurde Puchkirchen selbstständige Ortsgemeinde.Die Gemeinde Puchkirchen am Trattberg ist älter als gedacht, nachrichten.at, 15. März 2023

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 868 Einwohner, 2001 dann 948, 2020 bereits 1063.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Puchkirchen am Trattberg mini|Dorfmuseum

Katholische Pfarrkirche Puchkirchen am Trattberg (hl. Jakobus der Ältere) Aussichtsturm „Power Tower“ für den Blaulicht-Behördenfunk beim Sportplatz (Höhe: 36 Meter mit Aussichtsplattform in 22,5 Meter Höhe und Kletterwand; Errichtung 2020).

Wirtschaft und Infrastruktur In Puchkirchen wird ein unterirdisches Gaslager der RAG in ehemaligen Öllagern in einer Tiefe von bis zu 1600 m betrieben, die zur Reserve dienen. Dabei wird angeliefertes Erdgas wieder mit einem Druck von 100–120 bar in die Erde gepumpt.

Politik

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2003 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 ÖVP, 4 SPÖ und 2 GRÜNE. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2009 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 3 SPÖ und 1 GRÜNE. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP und 4 FPÖ. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2021 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP und 3 FPÖ.

Bürgermeister Bürgermeister seit 1855 waren

Wappen Offizielle Beschreibung des 1984 verliehenen Gemeindewappens: Schräggeviert von Rot und Gold; oben ein goldenes, wachsendes, am oberen Schildrand anstoßendes lateinisches Endrautenkreuz; unten ein silberner aufrechter Bohrmeißelkopf; rechts und links je ein grünes, schräg nach außen gestelltes Buchenblatt. Die Gemeindefarben sind Gelb-Grün-Gelb.

Kreuz und Buchenblätter symbolisieren als redendes Wappen den Ortsnamen. Der Bohrmeißel erinnert an die als „Puchkirchen 1“ bezeichnete erste erfolgreiche Tiefbohrung nach Erdöl in Oberösterreich im Jahre 1956, die an der Gemeindegrenze zu Neukirchen an der Vöckla erfolgte.Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 7. Nachtrag (1984–1987). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 4, 1988, S. 234 ().

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde Anton Hüttmayr (* 1957), Bürgermeister und ehem. Landtagsabgeordneter

Literatur Hermann Fraunberger: Familien- und Hausnamen der Einwohner von Puchkirchen am Trattberg. 1977. Festschrift zur Verleihung des Gemeindewappens und zur 200-Jahr-Feier der Pfarre. Hrsg. Gemeinde Puchkirchen. Gestaltung: Josef Kaltenbrunner. 1984. Josef Kaltenbrunner: Puchkirchen am Trattberg im Zweiten Weltkrieg (1939–1945). Eine kleine Gemeindegeschichte anlässlich 70 Jahre Kriegsende 2015. 2015, 24 Seiten (). Josef Kaltenbrunner: Puchkirchen am Trattberg: Vom 2. Weltkrieg zum „Wirtschaftswunder“ der 50er- und 60er-Jahre. Eine kleine Gemeindegeschichte: 70 Jahre Kriegsende 2015 – 75 Jahre 2. Republik. 2020. Josef Kaltenbrunner: Puchkirchen am Trattberg: Von der Revolution 1848 über den 1. Weltkrieg bis zum „Anschluss“ 1938. 90 Jahre Dorfleben im Spiegel von Pfarrchronik, Pfarrmatriken, Gemeinderatsprotokollen, Zeitungsberichten und Kindheitserinnerungen. 2023.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Vöckla Kategorie:Hausruck und Kobernaußerwald Kategorie:Hausruckviertler Hügelland