Die Polypragmasie (griechisch , altgriechisch ausgesprochen , „Vielgeschäftigkeit“; nachgebildet dem griechischen Wort PolypragmosyneHeinrich Eymer: Polypragmasie in der Frauenkunde. In: Münchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 53–56, hier: S. 53.) bezeichnet in der Medizin die sinn- und konzeptlose Diagnostik und Behandlung mit zahlreichen Arznei- und Heilmitteln sowie anderen therapeutischen Maßnahmen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit für das Finden bedeutungsloser bzw. wenig bedeutsamer Zufallsbefunde, sowie von Wechsel- und Nebenwirkungen.Dirk M. Hermann, Thorsten Steiner, Hans Christoph Diener: Vaskuläre Neurologie: Zerebrale Ischämien, Hämorrhagien und vaskuläre Demenz. Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 9783131544414, S. 122.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation steigt das Risiko für Wechsel- und Nebenwirkungen ab etwa sechs unterschiedlichen Medikamenten pro Patient exponentiell an. Dies findet besonders häufig bei älteren Menschen statt.
Siehe auch Polypharmazie
Einzelnachweise
Kategorie:Therapie Kategorie:Diagnostik