St. Marienkirchen am Hausruck, auch Sankt Marienkirchen am Hausruck, ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie St. Marienkirchen am Hausruck, Hauptort der Gemeinde, liegt auf 523 Meter Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung der Gemeinde beträgt von Nord nach Süd 5 Kilometer, von West nach Ost 3,6 Kilometer. Die Entwässerung des Gebietes erfolgt über die Antiesen, die den Westen des Gemeindegebietes durchfließt. Nach Südosten steigt das Gemeindegebiet im bewaldeten Schloßberg auf 712 Meter an. Die Gesamtfläche beträgt elf Quadratkilometer. Davon werden 72 Prozent landwirtschaftlich genutzt, 19 Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst 15 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Die Katastralgemeinden der Gemeinde St. Marienkirchen am Hausruck sind: St. Marienkirchen am Hausruck (46152) Stocket (46156) Grausgrub (46117)

Nachbargemeinden

Geschichte Die Kirche von St. Marienkirchen am Hausruck wurde um 1450 errichtet, zur Pfarrkirche erhoben wurde sie 1785.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals „Innbaiern“) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

Die Gemeinde profitiert von der Nähe zur Stadt Ried im Innkreis und der guten verkehrsmäßigen Anbindung. mini|Südansicht der Pfarrkirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Pfarrkirche St. Marienkirchen am Hausruck ist ein gotischer Sakralbau, wobei dem Turm ein neugotischer Spitzhelm aufgesetzt wurde. Die Ausstattung ist vorwiegend neugotisch.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 18 im Haupterwerb geführt. Diese bewirtschafteten mehr als sechzig Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten 23 Erwerbstätige im Baugewerbe und 13 im Bereich Warenherstellung. Die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche Handel (34) und soziale und öffentliche Dienste (26 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)39484148Produktion1383618Dienstleistung34168231 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 wohnten 458 Erwerbstätige in St. Marienkirchen am Hausruck. Davon arbeiteten 101 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.

Verkehr Die wichtigste Straßenverbindung ist die Rieder Straße B141.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 13 Mandataren. Partei2015200920031997ProzentMandate%Mandate%Mandate%MandateÖVP64,59964,60960,73867,249FPÖ35,41423,72324,03323,473SPÖ11,68115,2429,291

Bürgermeister Bürgermeister seit 1894 waren:

Wappen rechts|150px Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Gespalten von Silber und Grün; in gewechselten Farben drei heraldische Lilien an einem aus dem Unterrand des Schildes wachsenden Stängel mit zwei Blättern. Dieses Wappen war ursprünglich das Wappen des Edlen von Hatting und wurde später als Gemeindewappen geführt. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Blau.

Persönlichkeiten Josef Landlinger (1919–1996), ehemaliger Bürgermeister und Ehrenbürgermeister der Gemeinde Thomas Wiederkehr (* 1947), Bildhauer Sigrid Kofler (* 1960), Bildende Künstlerin, Künstlerische Leiterin der Galerie20gerhaus in Ried im InnkreisSigrid Kofler, in: Webpräsenz von Regiowiki.at

Weblinks

Website der Gemeinde St. Marienkirchen am Hausruck St. Marienkirchen am Hausruck, Land Oberösterreich → Gemeinden

Einzelnachweise

Kategorie:Hausruck und Kobernaußerwald Kategorie:Innviertler Hügelland