Weilbach ist eine Gemeinde in Österreich im Bundesland Oberösterreich im Bezirk Ried im Innviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.
Geografie Der Ort Weilbach liegt auf 386 Meter Höhe im Innviertel, die bewaldeten Hügel im Osten sind 500 Meter hoch. Entwässert wird das Gemeindegebiet durch den Ellrechinger Bach und den Lautersbach, die nach Nordwesten fließen und gemeinsam in den nahen Inn münden. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,5 km, von West nach Ost 5,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 13½ Quadratkilometer. Mehr als drei Viertel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, sechzehn Prozent sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Nachbargemeinden
Geschichte Ortsgeschichte Der Ort wurde um das Jahr 800 als „Uuilpach“ erstmals schriftlich erwähnt.
Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals „Innbaiern“) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.
Im Jahr 1906 wurde am Weilbacher Friedhof ein Münzfund mit 1010 kleinen Silbermünzen aus dem Zeitraum von 1524 bis 1633 gemacht.Johannes Arndt: Beschreibung von sechs oberösterr. Münzfunden aus den Jahren 1906, 1907, 1908, 1909 und 1910. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Jahrgang 69, Linz 1911, S. 83–89 ().
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Einwohnerentwicklung
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 603 Einwohner, 2001 dann 597 Einwohner. Der Rückgang erfolgte trotz positiver Geburtenbilanz (+12), da die Wanderungsbilanz stärker negativ war (−18). Von 2001 bis 2011 nahm die Geburtenrate deutlich zu, sie konnte die Abwanderung ausgleichen, sodass die Bevölkerungszahl auf 622 Personen anstieg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Weilbach mini|Filialkirche Kleinmurham mini|Naturdenkmal ND410: Linde
Katholische Pfarrkirche Weilbach Mariä Himmelfahrt: Die Kirche ist von einer Friedhofsmauer umgeben, deren gotische Keilsteinabdeckung noch teilweise vorhanden ist. Das zweijochige, spätbarocke Langhaus wurde 1775 errichtet. Ostseitig ist ein leicht eingezogener, zweijochiger, gotischer Chor mit einem 5/8-Schluss angebaut. Der barocke Westturm mit einer hohen Haube wurde um 1780 errichtet. Der Hochaltar in spätbarocker-klassizistischer Tradition wurde laut Inschrift 1845 errichtet. Die Seitenaltäre sind neuerem Datums.Erwin Hainisch (neubearb. von Kurt Woisetschläger): Dehio Oberösterreich; Verlag Anton Schroll & Co, 5. Aufl., Wien 1971, S. 366 Katholische Filialkirche Kleinmurham hl. Valentin Naturdenkmal ND410: Kaiserlinde
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Weilbach ist eine Landwirtschaftsgemeinde. Von den 41 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 17 im Haupt-, 23 im Nebenerwerb und einer von einer Personengemeinschaft geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten mehr als siebzig Prozent der Flächen. Im schwach ausgeprägten Produktionssektor waren 14 der 15 Erwerbstätigen in den zwei Firmen des Bereiches Warenherstellung beschäftigt. Die größten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (29), soziale und öffentliche Dienste (23) und freiberufliche Tätigkeiten (16 Erwerbstätige). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)41574046Produktion371543Dienstleistung22198059 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 311 Erwerbstätige in Weilbach. Davon arbeiteten 66 in der Gemeinde, fast achtzig Prozent pendelten aus.
Politik mini|Gemeindeamt Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 2003: 9 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ. 2009: 9 ÖVP, 3 FPÖ und 1 SPÖ. 2015: 7 ÖVP, 5 FPÖ und 1 SPÖ. 2021: 7 ÖVP, 5 FPÖ und 1 SPÖ.
In den Gemeinderat werden dreizehn Mandatare gewählt: Partei2015200920031997ProzentMandate%Mandate%Mandate%MandateÖVP51,97764,08966,41964,669SPÖ10,84112,21121,54312,571FPÖ37,19523,71312,05122,773
Bürgermeister
Bürgermeister seit 1850 waren:
Wappen rechts|150px Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Gold ein schwarzes, aufgerichtetes Eichhörnchen. Die Gemeindefarben sind Gelb-Schwarz-Grün.
Das Wappen geht zurück auf das Geschlecht der Elrechinger, die ihren Stammsitz in der Gemeinde hatten.
Persönlichkeiten Alois Burgstaller (1874–1942), Bauer, Gastwirt und Politiker Georg Lindinger (1816–1880), Landwirt, Brauereibesitzer und Reichstagsabgeordneter
Literatur Musikverein Weilbach. Festschrift 75 Jahre, 2004. Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Weilbach. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. Kirchdorf an der Krems 2007, S. 1–36 ().
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Innviertler Hügelland