Mayrhof ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.
Geografie Der Ort Mayrhof liegt auf 430 Meter Seehöhe, das Gemeindegebiet erstreckt sich in einer Höhe zwischen 380 und 460 Meter. Die Entwässerung erfolgt im Nordwesten durch den Pramauerbach, das übrige Gemeindegebiet entwässert der Messenbach mit seinen Nebenbächen. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 3,3 Kilometer und von West nach Ost 3,4 Kilometer. Die Gesamtfläche beträgt über fünf Quadratkilometer, davon werden 83 Prozent landwirtschaftlich genutzt und zehn Prozent sind bewaldet.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Heiligenbaum () Mayrhof () samt Braunsberg und Mayrhof-Zerstreute Häuser Oberndorf () samt Sallaberg Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Mayrhof.
Nachbargemeinden
Geschichte Seit Gründung des Herzogtums Bayern war das Gebiet bayrisch. Der Ortsname Mayrhof scheint im 14. Jahrhundert zum ersten Mal auf. Das Dorf war ursprünglich ein Lehen des Hochstiftes Passau. Knapp außerhalb der Siedlung befand sich ein adeliger Sitz, auf den heute noch der Flurname Burgstall hinweist. Die früheren Hausnamen Schuster in Purgstall, Schneider im Purgstall und Weber in Purgstall verweisen ebenfalls darauf. Der heutige Bauernhof Mayrhofer (Mayrhof Nr. 1) dürfte einst der zu dieser Wehranlage gehörige Meierhof gewesen sein.Christopher R. Seddon: Adelige Lebenswege zwischen Bayern und Österreich. Herrschaftsformen und Herrschaftsstrukturen des Landadels am unteren Inn in der Frühen Neuzeit. Wien 2009, S. 1344–1351 (detaillierte Besitzgeschichte von Mayrhof), hier S. 1344. Ab dem 15. Jahrhundert erscheinen einzelne Vertreter des Adelsgeschlechtes der von Hackledt unter den Gutsbesitzern in Mayrhof,Seddon, Adelige Lebenswege S. 1344. einige von ihnen wohnten auch dauerhaft vor Ort.
1779 kam Mayrhof nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. 1785 wurde das Gebiet von Mayrhof, das in der Kirchenorganisation bisher zu den Altpfarren Antiesenhofen und St. Marienkirchen gehört hatte, im Zuge der josephinischen Reformen der Pfarre Eggerding unterstellt.Seddon, Adelige Lebenswege S. 1344. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayerisch, gehört der Ort mit seiner Umgebung seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Eine Gruppe von Bauernhöfen und Handwerkerhäusern in Mayrhof gehörte nach 1637 ständig zu den Hofmarksgütern von Schloss Hackledt (dieses befand sich im Besitz einer Linie des gleichnamigen Geschlechtes) und gelangte zusammen mit dem Schloss 1839 an das Stift Reichersberg.Seddon, Adelige Lebenswege S. 1349, 1350. Nach Abschaffung der Erbuntertänigkeit 1848 verkaufte das Stift seinen Besitz in Mayrhof schrittweise an die örtliche Bevölkerung.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Einwohnerentwicklung
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 238 Einwohner, 2001 dann 257. Da sowohl die Geburtenbilanz wie auch die Wanderungsbilanz positiv blieben, stieg die Bevölkerungszahl auf 297 im Jahr 2011 und schließlich auf 324 im Jahr 2020. mini|Edtmayer-Kapelle
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke Edtmayer-Kapelle
Regelmäßige Veranstaltungen Innviertler Sommernachtstraum, Klassik Open Air Konzert am Dorfplatz
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Mayrhof ist eine kleine Landwirtschaftsgemeinde. Von den 22 Höfen wurden im Jahr 2010 neun von Haupterwerbsbauern bewirtschaftet. WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)22251926Produktion1110Dienstleistung61101 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 168 Erwerbstätige in Mayrhof. Davon arbeiteten 28 in der Gemeinde, mehr als achtzig Prozent pendelten aus.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus neun Mandataren. Partei20212015200920031997ProzentMandate%Mandate%Mandate%Mandate%MandateÖVP75,12770,79775786,31879,387FPÖ24,88229,21225213,69120,622
Bürgermeister Bürgermeister seit 1855 waren:
Wappen rechts|150px Blasonierung: In Grün ein rotes, zweiflügeliges, geschlossenes Hoftor mit silbernem Torbogen. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Grün
Literatur Johann Wimmer, Karl Eßl, Elfriede Eßl, Franz Wiesmaier, Silvia Wiesmaier, Margit Dullinger, Johann Blümlinger: Flur- und Kleindenkmäler der Pfarre Eggerding und der Gemeinden Eggerding und Mayrhof, h.g. von der Pfarre Eggerding, Ried im Innkreis 2001 (ISBN 3-902121-07-6) Hans Brandstetter, Ferdinand Schmoigl: Eggerding. Ein Heimatbuch für die Gemeinden Eggerding und Mayrhof, Linz 1980.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Innviertler Hügelland