Freinberg ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit Einwohnern (Stand ).
Geografie Freinberg liegt auf um die 450 m auf einer Anhöhe unmittelbar oberhalb der Dreiflüssestadt Passau.
Die Ausdehnung der Gemeinde beträgt von Nord nach Süd 5,7 km, von West nach Ost 5,8 km. Die Gesamtfläche beträgt 20 km². 44 % der Fläche sind bewaldet, 45,5 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.
Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Haibach (Westen) und Hinding (Osten und Norden).
Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Katastralgemeinde Haibach: Haibach () samt Oberhaibach Hanzing () Lehen () Neudling () Saming () samt Neusaming Katastralgemeinde Hinding: Hinding () samt Achleiten, Breiteich, Edt, Hinding-Zerstreute Häuser und Lochdobl Anzberg () samt Aigen, Höh und Weg Freinberg () samt Unterfreinberg Kritzing () samt Außerhareth, Hareth und Innerhareth
Nachbargemeinden
Geschichte Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Einwohnerentwicklung
Im Jahr 1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.581 Einwohner, 2001 dann 1.441 Einwohner. Der Rückgang erfolgte trotz positiver Geburtenbilanz wegen der starken Abwanderung. Von 2001 bis 2011 war die Wanderungsbilanz positiv, die Geburtenbilanz leicht negativ, sodass es zu einer Zunahme der in der Gemeinde lebenden Personen auf 1.466 kam.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Die Pfarrkirche von Freinberg
Pfarrkirche Hl. Willibald Ratzingerhof: rund 500 Jahre alter Bauernhof, der um 1600 von den Vorfahren von Papst Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) bewirtschaftet wurde und heute von Altbürgermeister Johann Schachner bewohnt wird. Ruine Königstein
Wirtschaft und Infrastruktur
Schwarzmüller GmbH, Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern
Politik Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding.
Gemeindevertretung Sitzverteilung seit der Gemeinderatswahl 2021: 11 Mandate Österreichische Volkspartei (ÖVP) 3 Mandate Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) 2 Mandate Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) 3 Mandate Freie Wähler Freinberg (FWF)
Bürgermeister seit 1900 1900–1903: Josef Pretzl 1903–1907: Josef Mauthner 1907–1910: Franz Huber 1910–1919: Josef Pretzl 1919–1933: Johann Neulinger 1933–1939: Anton Pretzl 1939–1941: Georg Söllner 1941–1945: Georg Simmelbauer 1945–1946: Josef Friedl 1946–1961: Johann Pichler 1961–1985: Johann Ratzinger 1985–2003: Johann Schachner 2007–2021: Anton Pretzl seit 2021: Christian Graf (ÖVP)
Wappen 60px|links Blasonierung: Geteilt durch eine silberne Wellenleiste; oben in Rot ein goldener, schreitender, rot bezungter Leopard; unten in Grün ein silberner, schmaler Bogen, oben besteckt mit einem silbernen Kreuz.
Der heraldische Leopard stammt aus dem Wappen Englands und steht für den Pfarrpatron Willibald von Eichstätt, der Legende nach ein englischer Königssohn. Der untere Teil des Wappens stellt das Markenzeichen der ehemaligen Schwertschmiede Santler am Haibach dar; der Bach selbst wird durch das Wellenband symbolisiert. Die Verleihung des Wappens durch die oberösterreichische Landesregierung erfolgte 1977.
Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Grün.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Franz Hüttenberger (1884–1966), Politiker (SPÖ) Wilhelm Kraus (1900–1978), in Haibach geborener Historiker, Direktor des Kriegsarchivs in Wien Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten
Barbara Tausch (* 1982), Gemeinderätin in Freinberg und Bundesrätin (ÖVP)
Weblinks
Website der Gemeinde
Freinberg auf land-oberoesterreich.gv.at
Einzelnachweise
Kategorie:Sauwald