Sankt Stefan im Rosental ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Süd-Osten der Steiermark im Bezirk Südoststeiermark. Am 1. Jänner 2015 wurde im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark die ehemalige Gemeinde Glojach eingemeindet.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 17. Oktober 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Sankt Stefan im Rosental und der Gemeinde Glojach, beide politischer Bezirk Südoststeiermark. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 123, 32. Stück. . S. 632.

Geographie mini|Gemeinde St. Stefan im Rosental mini|hochkant=2|Der Ort Sankt Stefan im Rosental von Ostenmini|hochkant=2|Sankt Stefan im Rosental von Nordwesten Geographische Lage Sankt Stefan liegt am Saßbach ca. 27 km südöstlich von Graz und ca. 14 km westlich der Bezirkshauptstadt Feldbach im Oststeirischen Hügelland.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (Einwohner Stand ):

Glojach () Sankt Stefan im Rosental ()

Die Gemeinde besteht aus sechs Katastralgemeinden (Stand ): Aschau () Glojach () Krottendorf () Lichtenegg () St. Stefan im Rosental () Trössengraben ()

Eingemeindungen Mit 1. Jänner 1951 wurde die Gemeinde Lichtenegg mit Sankt Stefan im Rosental zusammengelegt, mit 1. Jänner 1968 Aschau am Ottersbach und Krottendorf im Saßtal, mit 1. Jänner 1969 Trössengraben.

Nachbargemeinden

Geschichte

Keltische Gräberfelder und römische Münzen weisen auf eine keltische und römische Besiedlung der Gegend im Altertum hin. Im Frühmittelalter prägten Slawen, Awaren und Ungarn die wechselhafte Geschichte der Region. Eine intensive deutsche Besiedelung war erst nach der Eroberung der Oststeiermark durch Kaiser Heinrich III. im Jahr 1044 möglich.

Die erste urkundliche Nennung von Sankt Stefan geht auf das Jahr 1269 zurück. In der Zeit der Besiedelung gehörte St. Stefan, zusammen mit Kirchbach, Wolfsberg und Jagerberg zur Mutterpfarre Sankt Georgen an der Stiefing.

Mit 1. Juni 1948 wurde der Name der Gemeinde von Sankt Stefan im Rosenthale auf Sankt Stefan im Rosental geändert. Die Markterhebung erfolgte mit 1. August 1954, 2004 bemühten sich die Sankt Stefaner erfolglos um das Stadtrecht.

Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche St. Stefan im Rosental

Katholische Pfarrkirche St. Stefan im Rosental Lichteneggkapelle im Ortsteil Lichtenegg

Wirtschaft und Infrastruktur Land- und Forstwirtschaft und rund 80 Gewerbebetriebe.

Öffentlicher Verkehr Mit der Regionalbuslinie 500 ist St. Stefan stündlich, teilweise alle 30 Minuten an Graz angebunden. Vereinzelt erreicht man über die Linie 413 und 565 direkt auch Feldbach und Mureck.

Tourismusverband Die Gemeinde gehört dem Tourismusverband Thermen- und Vulkanland Steiermark an.

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015: ÖVP 12, SPÖ 6, FPÖ 3. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020: ÖVP 13, FPÖ 4, SPÖ 3, NEOS 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2025: ÖVP 12, FPÖ 6, SPÖ 2, NEOS 1.

Bürgermeister 1951–1987 Franz Eder 1987–2006 Johann TropperAltbürgermeister Johann Tropper verstorben! 2012 seit 2006 Johann Kaufmann (ÖVP)

Wappen 100px|links Blasonierung: Im silbernen Schild unter schmalem grünem Schildhaupt eine fünfblättrige, rote, goldbesamte Rose.

Erklärung: Bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts hatte das Geschlecht der Hagegker eine Burg und ein Dorf in St. Stefan errichtet. Die Rose (Heraldik) dürfte schon zu dieser Zeit im Wappen dieses Geschlechts als Symbol für diese Landschaft und für St. Stefan gewählt worden sein. Die Rose spielte schon im Mittelalter eine bedeutsame Rolle. Der Weingartenname Rösenlein ist bereits für die Zeit um 1400 nachgewiesen. Im Siegel Rudolfs II. von Hagegk ist das Rosenwappen der Hagegker mit der fünfblättrigen Rose in einer Originalurkunde aus dem Jahre 1390 erhalten. Diese befindet sich heute im Schlossarchiv in Greinburg in Oberösterreich. Anlässlich der Markterhebung 1954 wurde die fünfblättrige Rose zum Wappen der Marktgemeinde St. Stefan im Rosental gewählt.Gemeinde St. Stefan im Rosental: Wappen, abgerufen am 12. Mai 2015

Die Steiermärkische Landesregierung hat mit Beschluss vom 11. Jänner 1955 der Marktgemeinde St. Stefan im Rosental mit Wirkung vom 1. Februar 1955 das Recht zur Führung eines Gemeindewappens verliehen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Die Wiederverleihung erfolgte mit Wirkung vom 1. Dezember 2015.99. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 5. November 2015 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Sankt Stefan im Rosental (politischer Bezirk Südoststeiermark), abgerufen am 4. Dezember 2015

Persönlichkeiten Ehrenringträger Alexander Freitag (1944–2018), Lehrer, Volksschuldirektor und Landtagsabgeordneter

Ehrenbürger 1972: Friedrich Niederl (1920–2012), Landeshauptmann 1976: Anton Peltzmann (1920–2000), Landesrat 1982: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann Johann Sudy († 2012), Pfarrer von St. Stefan im Rosental 1974–1993 Johann Tropper († 2021), Bürgermeister von St. Stefan im Rosental 1987–2006Kleine Zeitung (17. Februar 2021), S. 45.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Franz Eder (1920–1999), Bürgermeister der Gemeinde und Verbandspräsident Alois Kothgasser SDB (1937–2024), Erzbischof von Salzburg, wurde in Lichtenegg geboren Klaus Edlinger (* 1945), österreichischer Journalist, Fernseh-Moderator, Buchautor und Abenteuer-Reisender. Franz Dobusch (* 1951), langjähriger Bürgermeister von Linz Johann Lafer, eigentlich Johannes Lafer (* 1957), Koch Veit Valentin Dengler (* 1968), Manager und Abgeordneter zum Nationalrat (XXVIII. GP, NEOS)

Literatur Fritz Posch: Geschichte des Marktes St. Stefan im Rosental. St. Stefan im Rosental 1954. Festschrift 40 Jahre Marktgemeinde St. Stefan im Rosental. St. Stefan im Rosental 1994. Norbert Allmer: St. Stefan im Rosental, Steiermark (= Christliche Kunststätten Österreichs 447), Salzburg 2006.

Weblinks

Freiwillige Feuerwehr Sankt Stefan im Rosental

Einzelnachweise

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