mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Britz

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Britz beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Britz mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick mini|Straßen in Britz um 1890

Der Ortsteil Britz hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12347, 12349, 12351, 12359. Die 137 gewidmeten Straßen haben eine Gesamtlänge von 72,4 Kilometern. Durch den Ortsteil liegen an der nördlichen Ortsteilgrenze zu Neukölln Teile der Bundesautobahn A 100, im Wesentlichen durch den „Tunnel Ortskern Britz“. Die Anschlussstellen (AS) 23 (Britzer Damm) und 24 (Buschkrugallee) liegen im Ortsteil. Die A 113 gibt dem Ortsteil den Anschluss, aber befindet sich jenseits des Teltowkanals im Ortsteil Baumschulenweg. Von Britz ist die AS 2 (Späthstraße) über die Neue Späthbrücke und die AS 3 (Johannisthaler Chaussee) über die Ernst-Keller-Brücke unmittelbar zu erreichen. Zum Ortsteil 4170 Meter Hauptfahrbahnen zum großräumigen und 2510 Meter der Ein- und Ausfahrten und der Verbindungsfahrbahn am AD Neukölln zum übergeordneten Straßensystem nach dem Berliner Straßenentwicklungsplan (StEP). Zum Hauptstraßennetz im Ortsteil gehören Blaschkoallee (1130 Meter), Britzer (2180 Meter) und Buckower Damm (1870 Meter), Buschkrugallee (2510 Meter), Gradestraße (1520 Meter), Johannisthaler Chaussee (60 Meter), Mohriner Allee (1650 Meter), Neue Späthstraße (390 Meter), Späthstraße (230 Meter) sowie der Tempelhofer Weg (460 Meter) als übergeordnete Straßenverbindungen. Außerdem wird der Ortsteil von Hauptstraßen mit regionaler Bedeutung (StEP-Klasse III) durchzogen, zu den gehören Fulhamer Allee (640 Meter), Grüner Weg (740 Meter), Gutschmidtstraße (1230 Meter), Parchimer Allee (740 Meter), sowie 1220 Meter vom Tempelhofer Weg. Die 430 Meter der Ballinstraße, sowie 230 Meter Sieversufer besitzen im Berliner Straßennetz den Rang von Ergänzungsstraßen (StEP-Klasse IV). Die Straßenzüge Buschkrugallee, Rudower Straße und Britzer Damm sind die wichtigen Nord-Süd-Straßen, Blaschkoallee, Tempelhofer Weg / Fulhamer Allee / Parchimer Allee, Mohriner Allee und Gutschmidtstraße / Fritz-Erler-Allee die erschließenden Ost-West-Straßen.

Der Verlauf des Teltowkanals im Ortsteil und weiter als Ortsteilgrenze bedingt mehrere Brücken. Vom Hafen Britz-Ost liegt der Britzer Verbindungskanal ostwärts in Neukölln, im Weiteren in Baumschulenweg. Bei der Strukturänderung in Groß-Berlin 1938 wurde das Gelände östlich vom Teltowkanal (Späthsfelde mit dem Arboretum) Treptow zugeteilt und die Späthstraße geriet in zwei Verwaltungsbezirke.

Die Entwicklung des Britzer Straßensystems begann im Norden. Mit dem Anlegen von Straßen auf Initiative von Carl Weder in einem 1866 angekauften Gelände nördlich der Jahnstraße kam Britz in Vorortlage zu Berlin. Die Baufläche war durch die Nähe zu Rixdorf begünstigt, dieses „Neu-Britz“ erstreckte sich bis zur Delbrücker Straße nach Rixdorf (→ Ortsteil Neukölln). Die ersten Straßentrassen auf dem Weg vom Dorf zum Vorort wurden unter Veranlassung des Kreises Teltow festgelegt.Das Britzer Gebiet zwischen Delbrück- und Jahnstraße war bis 1866 Ödland von geringem Wert, der Teltowkanal bestand seinerzeit noch nicht. In Rixdorf (nördlich vom Projektgebiet) entstand eine Schlafstadt für Arbeiter mir schlechten Wohnbedingungen. Der Berliner Buchbindermeister Carl Weder – Initiator des Wohnungsbaus auf dem im Norden von Britz gelegenen Areal – wollte statt Mietskasernen erschwinglichen Wohnraum schaffen und nannte das Gebiet Neu-Britz. Er war eines der Gründungsmitglieder des „Bauvereins der Beamten und Handwerkermeister“ von 1866. Der Verein zur Schaffung von billigem Wohnraum hatte großen Zulauf. Weder investierte sein teilweise ererbtes Kapital zwischen 1866 und 1868 in das Nordbritzer Ödland, das er parzellierte und an Bauwillige für geringe Summen abgab. Weder legte auch die Straßen an und gab ihnen die zum größten Teil noch gültigen Namen. Er wählte dabei bewusst die Namen von Personen, die mit der bürgerlichen Demokratiebewegung verbunden waren, wie des „Turnvaters“ Jahn. Der zuständige Teltower Landrat Prinz Handjery bestimmte zusätzlich die Benennung einer zentralen Straße nach Carl Weder, um dessen Verdienste zu würdigen. Der Rixdorfer Tischlermeister Bambach und der Unternehmer Weder hatten großen Anteil an der Realisierung des Bauplans. Der 1906 fertiggestellte Teltowkanal brachte weitere Besiedlung der Britzer Flur und Gewerbe- und Industrieansiedlung, wie die Chemiefabrik Riedel (1911). Die ‚Ideal-Siedlung‘ zwischen Hannemann- und Franz-Körner-Straße entstand 1911/1912 und schließt südlich vom Teltowkanal an Neu-Britz an.

Eine weitere Trassierung besteht mit Beginn des 20. Jahrhunderts im Westen nach Mariendorf und Tempelhof zu. Begrenzt von der Ortsgrenze nach Westen, der Neukölln-Mittenwalder Bahn im Osten und der Mariendorfer Straße im Süden reicht das Gebiet im Norden bis an die Gradestraße. Diese Acker- und Gärtnereiflächen wurde vor 1920 durch die Gemeinde Britz mit Straßenzügen trassiert. Bedingt auch mit Weltkrieg und Inflation schritt die Entwicklung und Bebauung über die Triftstraße und die Mariendorfer Allee langsam voran. Es bestand der Plan den Flugplatz der DVL nach Britz zu holen. Ausgehend von der Kolonie Solide (Bauverein Solide) begann eine Besiedlung aus Richtung Mariendorf. Viele Gartenbaubetriebe nutzten das Gelände und es gab Planänderungen. Bebaute Fläche entwickelte sich zwischen Mohriner Allee und Koppelweg, nördlich wurden Kleingartenanlagen geschaffen und im Süden war später Raum frei für die Bundesgartenschau 1985 mit der Nachnutzung als Britzer Garten. Es bestanden um die als Aktienfernstraße (Privatstraße) angelegte Mohriner Allee verschiedene Straßenbezeichnungen aus mehreren Projekten. Die Nutzung von vorhandenen unbebauten Flächen ist noch nicht abgeschlossen, wie das Gebiet zwischen dem Pflanzenschutzamt und der Fläche zur Bahnstrecke noch im Ausbau ist und es wird in Kürze mindestens eine weitere Straße entstehen. Einige der alten Eichen der Mariendorfer Allee stehen noch.

Mit der Eingemeindung von Britz zu Groß-Berlin kam 1924 das Gut mit den Flächen an die Stadt Berlin und die Planungshoheit ging an die Hauptstadt. Auf einer Karte von 1925 findet sich das Straßensystem nach Norden (also Rixdorf zu) besser entwickeln Auf dem Gebiet des vormaligen Rittergutes Britz wurden zwischen 1925 und 1931 in Britz die Straßen der „Fritz-Reuter-Stadt“ angelegt und bebaut. Die Hufeisensiedlung der GEHAG nach Plänen der Gartenstadtbewegung von Bruno Taut und Baustadtrat Martin Wagner im Sinne von sozialem Wohnungsbau. Die gesamte ‚Großwohnsiedlung Britz‘ wurde in mehreren Bauabschnitten errichtet.Bauabschnitte: interaktive Übersicht Gleichzeitig mit traditioneller Bauidee entstand die DEGEWO-Siedlung ‚Am Eierteich‘ nach Plänen der Architekten Engelmann und Fangmeyer. Eine Ausdehnung der Britzer Siedlungen entlang der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn erfolgte südlich der Hufeisensiedlung an Buckow grenzend mit der Stadtrandsiedlung (Siedlung Neuland). 1936 wurde deren Bauführerweg (seit 1947: Schlosserweg) der ‚Schlagetersiedlung für Frontkämpfer‘ zugeordnet und in Frontkämpferweg umbenannt. Die Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs wurden von der NS-Propaganda zur Glorifizierung von Krieg genutzt. Die Straßen in diesem Gebiet sind (nach der Weltwirtschaftskrise 1929) nach Berufen aus dem Bauwesen benannt. Tendenziöse Umbenennungen aus der NS-Zeit wurden 1950/1951 ersetzt.

In den Nachkriegsjahren wurden auf Brachflächen und in Baulücken, beispielsweise durch Bombenschäden des Krieges, Gartenkolonien zur Nahrungsselbstversorgung angelegt. Der Bedarf nach gutem Wohnraum wuchs und zwischen 1955 den 1960er Jahren wurden mehrere Kolonien aufgegeben und die freigewordenen Grundstücke mit Wohnhäusern bebaut, wie Suderoder oder Tilburger Straße.

Die frei gebliebenen Gutsflächen südlich der Hufeisensiedlung um die Gutschmidtstraße standen als Baureservefläche bereit. Die Straßen in Britz-Süd waren in den 1960er Jahren von der Planung der Großsiedlung Britz-Buckow-Rudow beeinflusst.

Eine Bebauung im Britzer Osten von Neubritz zum Teltowkanal wurde mit Gewerbeansiedlung abgefangen. So wurden beispielsweise die projektierten Straße 26 und Straße 26a nicht bebaut. Die Fläche der Britzer Wiesen im Südosten, in denen der Teltowkanal eingebettet ist, wurden zu Städtischen Kleingartenkolonien als Dauerkolonien angelegt. Im benachbarten Buckow (Vogelviertel) entstanden Straßen mit Eigenheimen.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern)Namensherkunft Datum der BenennungAnmerkungenBildAlt-Britz ()1090Angerdorf Britzalign= right Die Dorfstraße und vorher zum Stubenrauchring gehörende Teile der Blaschkoallee wurden mit dem Vorsatz „Alt-“ zum Ort an die Umbenennung anderer Dorfstraßen in Groß-Berlin angepasst. Sie liegt zwischen Blaschkoallee und Fuhlhammer Allee als für den Kfz-Verkehr gesperrte Straße (gemeinsam mit der Backbergstraße) und führt als gepflasterte Straße weiter zum Schnittpunkt Britzer/Buckower Damm. Unter dem Gutsbesitzer Ewald Friedrich Graf von Hertzberg wurde Ende des 18. Jahrhunderts das Dorf mit der heutigen Straße Alt-Britz vom Durchgangsverkehr befreit und die (Dorf-)Straße alleeartig ausgebaut. Damals gab das ehemalige Dorf im Kreis Teltow dieser Straße den Namen die mit dem Rittergut, der Dorfkirche und dem Dorfteich mitten durch das Dorf führte, wonach der Anger überbaut wurde.140px|Alt-Britz

140px|Schloss BritzAm Bergpfuhl ()300 Name des früheren Gewässers ‚Bergpfuhl‘align= right Vorher als Straße 617statistik-berlin-brandenburg.de: Straßenumbenennungen (seit 1970) nach Bezirken Berlins als PDF oder XLSX des Bebauungsplans XIV-256Festgesetzter Bebauungsplan XIV-256 Der BPlan XIV-256 wurde im Bezirk Neukölln, Ortsteil Britz am 25. November 1993 festgesetzt und in Teilflächen durch den Bebauungsplan XIV-256-1 ersetzt. angelegt, führt sie U-förmig vom und zum Koppelweg. Am südlichen Ende der öffentlichen Straße zweigt T-förmig eine Privatstraße (nicht des öffentlichen Verkehrs) zur Erschließung der Grundstücke 9a, 11 und 13 ab. Der Bergpfuhl befand sich am Ende dieser Privatstraße auf dem jetzigen Grundstück 11 und der angrenzenden Grünfläche. Die öffentliche Straße ist in das Straßenreinigungsverzeichnis A Reinigungsklasse 4 eingetragen. Grundstücke 4–28 (gerade, innerhalb des Rings, 6, 20, 22 unbebaut) und 1–21 (ungerade, an der Außenseite) gehören zur 10 m breiten Straße mit Parkbuchten, dabei sind 9a–13 südlich gelegen und durch einen 5 m breiten Zugang zu erreichen. Der Bergpfuhl befand sich auf einem Drittel nördlich des Verbindungswegs (→ Koppelweg) von Britz nach Mariendorf. 140px|Berlin-Britz Am BergpfuhlAm Brandpfuhl