mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Buckow

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Buckow beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Buckow mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze. __TOC__

Überblick mini|hochkant=1.5|Straßenlage Buckows um das Jahr 1894

Der Ortsteil Buckow hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12107, 12305, 12349, 12351, 12353, 12357 und 12359. Es bestehen 143 gewidmete Straßen mit einer gesamten Länge von 63,8 Kilometern. Von diesen 145 Straßen setzen sich 33 im Nachbarortsteil fort oder sie gehören teilweise zu diesem.

Die Herauslösung der Gropiusstadt teilte das Gebiet in zwei Teile. Buckow 1, das Buckow-West um den alten Ortskern und südlich vom Britzer Garten, wird im Osten durch den Kölner Damm (dessen Straßenland in Gropiusstadt liegt) begrenzt. Buckow 2, das vormalige Buckow-Ost, liegt am Ortolanweg und wird im Südwesten von der Fritz-Erler-Allee gegen die Gropiusstadt abgegrenzt. Die Ortsteilgrenzen in den anderen Richtungen sind im Süden die Stadtgrenze zur Gemeinde Großziethen in Brandenburg, nahe der Ringsleben- und Gerlinger Straße, im Westen (außerhalb des Ortsteils gelegen) der Lichtenrader Damm und der Ankogelweg, im Nordwesten der Quarzweg. Buckow 2 ist der nordöstliche Teil der ehemaligen Buckower Feldmark und war bis 1900 unbesiedeltes Gebiet. Wegen des hohen Grundwasserspiegels waren die Feuchtwiesen (am späteren Teltowkanal) nur als Viehweiden nutzbar. Erst die Errichtung und der Betrieb des Wasserwerks Johannisthal und des Teltowkanals sorgte für eine urbane Nutzung.Grundbesitzerverein Berlin-Buckow-Ost 1919 e. V. Am Ortolan- und Grünen Weg konnten ab 1972 nun Wohnbauten bis zu acht Stockwerken errichtet werden, die nach Augenschein entweder zur Britzer Hufeisensiedlung oder – vom Baustil – zur Parchimer Allee gehören könnten.

Dieser Unterteilung des Ortsteils folgt die Namensgebung der Straßen und Plätze nach Personen, zu lokalen Situationen oder nach der Natur, beispielsweise sind Straßen und Wege rund um das Krankenhaus vorwiegend nach Vogelarten benannt. Interessant ist die Benennung nach elsässischen Orten in den Jahren 1938/1939, als unter Einfluss des Nationalsozialismus Straßen der Reichshauptstadt das „Verderben durch den Versailler (Zwangs-)Vertrag“ in der Propaganda betont wurde. Die zugehörige Siedlung liegt um den Drusenheimer Weg südlich der Marienfelder Chaussee. Mit der weiteren Bebauung wurden dann neue Straßen passend zu den elsässischen Orten mit lokalen Bezeichnungen aus der Karlsruher Umgebung benannt. Gesondert zu erwähnen sind auch die nach Gesteinen und Mineralien benannten Straßen im Westen von Buckow 1. Die hier liegende Siedlung „Neue Heimstatt“Geschichte der Siedlung Neue Heimstatt und auch die „Neue Scholle“ entstanden auf einem 1918 durch die Jüdische Gemeinde Berlins von den Buckower Bauern Rohrbeck und Ziedrich gekauften Gelände. Hier sollte ein zweiter Jüdischer Friedhof angelegt werden zur Ergänzung des Friedhofs in Berlin-Weißensee. Da der Plan aus verschiedenen Gründen nicht zustande kam, verkaufte die Jüdische Gemeinde die Fläche 1939 an den Magistrat von Berlin. Die NS-Regierung ließ 1944 auf diesem Gelände, wie auch in anderen Berliner Ortsteilen, eine Behelfsheimsiedlung zur Unterbringung „luftkriegsbetroffener“ Personen errichten, deren Bestand auf fünf Jahre Nutzung ausgelegt war. Im Jahr 1950 übereignete der Magistrat die Immobilie komplett dem Bezirksamt Neukölln. Nach Abriss der Wohnprovisorien entstand 1951–1955 eine neue Siedlung mit den entsprechenden Verkehrswegen. Zunächst als Schlackewege ausgeführt, wurden sie ab 1967 asphaltiert. Die Namensgebung der Straßen erfolgte in Anlehnung an den bestehenden Quarz-, Glimmer- und Feldspatweg nach Gesteinen und Mineralien. Am 12. März 2013 hat das Bezirksamt Neukölln den Bebauungsplan 8–66 beschlossen, der eine Wohnbebauung auf dem östlichen Teil der „Buckower Felder“ zwischen Gerlinger Straße und Buckower Damm vorsieht. Die Erschließung soll vorrangig über private Verkehrsflächen erfolgen.Bebauungsplan Buckower Felder

Straßen von oder nach Buckow waren um 1900 die Ost-West-Verbindung Marienfelde-Rudow (Marienfelder Chaussee und Bahnhofstraße) und die Chausseestraße als Nord-Süd-Trasse Britz-Großziethen (Buckower Damm). Am westlichen Dorfrand führte nach Nord die Britzer Straße (seit 1950 Rufacher Weg) und gegenüber nach Südwest die Buckower Straße mit Zielort Lichtenrade. Nach Nordwest verlief die Mariendorfer Straße (seit 1950 Breitunger Weg). Vom östlichen Dorfrand führt der Grüne Weg fast nach Nord zur Buschkrugallee. Die Johannisthaler Chaussee war schon vorhanden, von ihr gingen Trift- und Henkelsweg ab, die neben dem dörflichen Ursprung als Weg zum Städtischen Krankenhaus an Bedeutung gewannen. Im Berliner Adressbuch von 1920 sind die Nachbarorte aufgeführt, nicht aber Buckow, das erst 1922 im Verwaltungsbezirk Neukölln verzeichnet ist.

Der Buckower Damm gehört mit 450 Metern zum übergeordneten Straßennetz von Berlin. Bedingt durch die Begrenzungen im Süden Berlins während der Mauerzeit bis 1990 gehört der Straßenzug Johannisthaler Chaussee–Alt-Buckow–Marienfelder Chaussee ebenso wie die Rudower Straße zum übergeordneten Straßensystem. Das Hauptstraßennetz im Ortsteil mit An den Achterhöfen, Fritz-Erler-Allee, Gerlinger Straße, Rufacher Weg, Töpchiner Weg und Warmensteinacher Straße gehört zum regionalen Straßensystem Berlins (Kategorie III) und wird durch die Hauptstraßen Drusenheimer Weg und Quarzweg ergänzt.

Übersicht der Straßen

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlbersweilerweg ()220 Albersweiler, Ort im Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz Als Straße 496 des Bebauungsplans projektiert, liegt sie zwischen Breitunger Weg und Bienwaldring. Die ruhige Wohnstraße ist mit teilweise quer zur Straßenachse stehenden zweigeschossigen Reihenhäusern bebaut, sie ist dreispurig, wovon eine Spur als Parkspur genutzt wird, mit auf beiden Seiten breiten plattenbelegten Gehwegen. Die Zusammenschreibung des Straßennamens folgt den Dudenregeln.Duden – Straßennamen: 140px|Berlin-Buckow AlbersweilerwegAlt-Buckow ()680 alter Dorfkern von Buckow Die überlieferte Bezeichnung Dorfstraße war nach der Bildung von Groß-Berlin mehrfach vorhanden und sie wurde wie bei anderen Ortsteilen durch die Vorsilbe „Alt-“ zum Ortsnamen umbenannt. Die Straße liegt zwischen Buckower Damm und Rufacher Weg um den alten Ortskern. Während die südliche Straßenführung ausgebaut ist und mit Klasse II zum übergeordneten Straßensystem Berlins gehört, ist der nördliche Abschnitt der vormaligen Straße am Anger um den Dorfteich von lokaler Bedeutung.Ortsgeschichte von Alt-Buckow 140px|Alt-Buckow 140px|Berlin-Buckow Alt-BuckowAm Appelhorst ()450 Appelhorst, alter Flurname Die Straße 83 des Bebauungsplans wurde 1969 benannt und liegt zwischen Landreiterweg und Ringslebenstraße. 140px|Am Appelhorst von Ringslebenstraße aus gesehenAm Buschfeld ()220 Buschfeld, alter Flurname Vorher als Straße 85 des Bebauungsplans projektiert, liegt sie am Stadt- und Ortsteilrand zwischen Wildhüterweg und Ringslebenstraße 140px|Am Buschfeld von Wildhüterweg aus gesehenAm Eichenquast ()700 Eichenquast, alter Flurname Die Straße liegt zwischen Ringsleben- und über die Landreiterstraße als Sackgasse. Zunächst wurde 1969 nur ein Abschnitt der Straße 113 benannt, am 1. Mai 1977 wurde der restliche Teil einbezogen. Die Straße 113 ist im Adressbuch 1943 zwischen Wildmeisterdamm (vormals: Bahnhofstraße) und Straße 81 (heute der östliche Abschnitt der Ringslebenstraße) mit neun Einfamilienhäusern, drei Sommerhäusern und als Baustelle notierte unbebaute Grundstücke verzeichnet. Das nördliche Stück östlich vom Fichtenpfuhl bis an die Bahnlinie wurde mit den Bauten Wildmeisterdamm 253 und 249 überbaut, so beginnt die Zählung für Am Eichenquast an der Sackgasse im Osten mit 5 und im Westen mit 6 und 6a nach Süden hin. 140px|Berlin-Buckow Am EichenquastAm Mühlanger ()370 alter Flurname Die Straße liegt im Neubaugebiet Buckower Felder. 80x80pxAm Rötepfuhl ()360 Rötepfuhl, alter Flurname Die Straße liegt zwischen Salmbacher Straße und Drusenheimer Weg. Die wurde als Straße 68 des Bebauungsplans angelegt und 1938 benannt, am 1. Januar 1974 wurde die Straße 543 einbezogen.Die Buckower Pfuhle Rötepfuhl Der Flurname ist auf einer Karte von 1851 südöstlich außerhalb des Dorfkernes eingezeichnet und geht wohl auf einen zuvor hier liegenden, versumpften Teich zurück. 140px|Berlin-Buckow Am RötepfuhlAn den Achterhöfen ()810 Achterhöfe, Hinterseite bäuerlicher Hofanlagen Die bereits angelegten Straße 45 und Straße 46 wurden mit der Bebauung zusammengefasst und als Einheit 1966 benannt. Die Straße liegt zwischen Marienfelder Chaussee / Alt-Buckow und Buckower Damm und erschließt Grundstücke südlich von Alt-Buckow, wobei hier noch Landschöppenpfad und Pfarrer-Vogelsang-Weg erschließen und verbinden. Hier befindet sich nach Norden auch der Friedhof Buckow. Der durch zunehmende Besiedlung in den 1950er Jahren notwendige Schulneubau für Buckow wurde am 8. Juni 1964 an der Straße An den Achterhöfen begonnen – damals hieß sie noch Straße 46. Der Unterricht begann am 10. Oktober 1966. Für den südlichen Bereich von Buckow 1 zwischen Alt-Buckow und Stadtgrenze wurde 1968 ein Bebauungsplan aufgestellt, der die Straße An den Achterhöfen als zentrale und ausgebaute Trasse in diesem Gebiet führt. (PDF; 585 kB) 140px|Berlin-Buckow An den Achterhöfen An den Buckower Feldern ()320 alter Flurname Die Straße liegt im Neubaugebiet Buckower Felder. 80x80pxAn den Feldern ()180 Randlage und Bezug zur vormaligen landwirtschaftlichen Nutzung Die Wohnstraße liegt zwischen Christian-Henkel-Straße und Buckower Weg und erschließt als Mittelstraße die 2010 erbauten Einfamilienhäuser auf den Grundstücken zum nördlich gelegenen Buckower Weg. Vor der Bebauung war hier Grünland zwischen Leonardo-da-Vinci-Gymnasium und Heinrich-Mann-Gesamtschule. Sie wird im Süden mit einer Lärmschutzwand vor dem Lärm eines gegenüberliegenden Industriegeländes an der Christian-Henkel-Straße geschützt. 140px|Berlin-Buckow An den Feldern An den Weiden ()150 alter Flurname Die Straße liegt im Neubaugebiet Buckower Felder. 80x80pxAngelikaweg ()150(im Ortsteil) Angelika, Doldengewächs auf feuchten Wiesen Der Angelikaweg liegt beidseits vom Distelfinkwegs im Ortsteil mit Verbindung zum Rudower Damm und setzt sich nach Nordost in Britz fort. Er wurde vor der Benennung als Straße 8 des Bebauungsplans trassiert. 140x140px|zentriert|Berlin-Buckow AngelikawegAnkogelweg ()0(nur Grundstück Nr. 97 im Ortsteil)Ankogel, Gipfel der Hohen Tauern Der Ankogelweg liegt in Mariendorf, das Grundstück 97 (Schule, Freizeitzentrum, Sportplatz) ist nicht wie das Frei- und Hallenbad Ankogelweg in die Ortsteilerweiterung einbezogen, somit gehört dieses abseits dieser Straße liegende Grundstück zum Ortsteil, der Zugang erfolgt über Buckower Straßen.Karte von Berlin 1:5000 mit Ortsteilgrenzen, hergestellt von den bezirklichen Vermessungsämtern, Lageklärungen am Stand Oktober 2012140x140px|zentriert|Berlin-Buckow AnkogelwegArnikaweg ()170(im Ortsteil) Arnika, Arzneipflanze Der Arnikaweg liegt zum größeren Teil in Britz. In Buckow liegen die Grundstücke 44–56 am Nordwestrand der Straße zwischen Rudower Straße und Ortsteilgrenze (halbwegs Distelfink- und Windenweg). Im Bebauungsplan ist er als Straße 106 markiert. 140px|Berlin-Buckow ArnikawegAsbestweg ()610 Asbest, feinfasriges Silikatmaterial Die Straße liegt in einer Siedlung mit nach Gesteinsarten benannten Straßen zwischen Quarz- und Kalksteinweg. Am 12. Dezember 1965 wurde die Straße 459 einbezogen und der Asbestweg verlängert. 140px|Berlin-Buckow AsbestwegAuf der Planweide