mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Rudow
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Rudow beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Rudow mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick
mini|hochkant=2|Straßensystem von Rudow und Umgebung, um 1890(Lagen nach heutigen Namen)Nord: Neuköllner Straße (mit Chausseehaus) weiter nördlich abgehend: Chaussee nach BuckowSüdost: Waltersdorfer ChausseeNordost: Köpenicker StraßeSüd (Rudower Spinne):Groß-Ziethener Chaussee davon Klein-Ziethener WegWaßmannsdorfer ChausseeSchönefelder Straße
Der Ortsteil Rudow hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12353, 12355 und 12357. Im Ortsteil Rudow liegen 206 gewidmete Straßen mit einer gesamten Länge (aller Straßen) von 71,2 Kilometern. Zudem liegen 24 gewidmete Plätze im Ortsteil und zehn der aufgelisteten Straßen liegen (wenigstens teilweise) mit gleichen Namen in den Nachbarortsteilen.
Das Rudower Straßensystem der 2010er Jahre ist um den Kern des ehemaligen Angerdorfs entwickelt, wobei es im Ortsteil um 1920 (dazu Abschnitt Straßen in Rudow um 1920) noch wenig erschlossen war. Der Stadtrandcharakter des Ortsteils mit Siedlungsstraßen und Gartenstadtbebauungen wird auch dadurch erkenntlich, dass die überwiegende Zahl der Straßen als „Weg“ bezeichnet ist oder gar Straßennamen wie „Andreas-Hermes-Siedlung“ oder „Pfarrsiedlung“ genutzt werden. Die Benennungen von 1928 und 1938 geben benannte Straßen auf Rudower Gemarkung um die Stubenrauchstraße und im Süden vor, die im Weiteren als Siedlungsstraßen mit Einfamilienhäusern entstanden. Der Ausbau der Siedlungsgebiete erfolgte schrittweise wird aber im Ergebnis des Zweiten Weltkriegs aufgehalten, so verblieben Flächen die anders geteilt oder überbaut wurden und zu einigen Veränderungen in der Straßenführung aber auch durch das Anlegen weiterer Straßen zu Verdichtungen führten. Durch den Bau der Berliner Mauer kam Rudow in südliche Randlage in der nach 1945 Freiräume für Wohnbebauung verblieben. Es entstand in den 1960er bis Mitte der 1970er Jahre vorwiegend auf Buckower Flur und im Rudower Norden die Großsiedlung Gropiusstadt als eigenständiger Ortsteil. In Rudow fanden sich im umschlossenen West-Berlin Flächen für Straßenzüge mit Siedlungen im Gartenstadtstil mit Mehrfamilienhäusern, wie Mitte der 1980er Jahre die Pfarrsiedlung. Mängel aus der Gropiusstadt brachten Architekturideen die in Rudow Mitte der 1990er Jahre zu den 19 Straßen der Gartenstadt mit Straßennamen nach bedeutsamen Frauen und so als „Frauenviertel“ bezeichnet.Rudow Gartenstadt – zur Namensvergabe an die Straßen
Die Entwicklung der Straßen und die Themen der Straßennamen findet sich in den Planungsräumen (PR) des Ortsteils wieder. 35 Blumenviertel: Die Straßen zwischen Teltowkanal und Neuköllner Straße wurden seit 1928 nach Zier- und Heilpflanzen benannt. Die jüngste Veränderung ergab sich durch den Abriss des Heizkraftwerks Rudow am Teltowkanal, wodurch nach Änderung des Flächennutzungsplans 2010 neue Straßen in diesem Siedlungsgebiet entstanden. Der Planungsraum wird durch die Stubenrauchstraße begrenzt, die Straßennamen nach Zier- und Nutzpflanzen wurden bereits vorher geprägt und setzt sich dadurch im Planungsraum Alt-Rudow fort. 36 Zittauer Straße: Die Straßen südlich bis zur Stadtgrenze und der Groß-Ziethener Chaussee wurden ab 1938 angelegt und nach Namen nach Gemeinden und Städten in Sachsen benannt. Nördlich bis zur Neuköllner Straße und im Westen begrenzt von der Gropiusstadt sind seit 1938 Straßen nach Berufsbezeichnungen benannt und auch für die später eingefügten Siedlungs- und Wohnstraßen wurde dies beibehalten. 37 Alt-Rudow: Die Straßen nördlich von Alt-Rudow (westliches Gebiet vor der Einteilung nach Planungsräumen) sind seit 1928 gleichfalls nach Zier- und Nutzpflanzen benannt. Seit den 1970er Jahren wurden die Straßen zwischen Köpenicker Straße und Neudecker Weg mit lokalem Bezug benannt und angelegt. 38 Waßmannsdorfer Chaussee: Seit 1938 erhielten die Straßen zum südlichen Stadtrand zumeist Namen von Hühnerrassen und davon abgeleitete Bezeichnungen, wie Gockel- oder Hennenweg. Im östlichen Bereich nördlich vom Frauenviertel begann seit 1940 die Vergabe von Namen aus den polnischen Gebieten der Neumark. 39 Frauenviertel: Die Straßen in der Gartenstadt Rudow wurden 1996 nach Politikerinnen und Frauen von öffentlicher Bedeutung benannt. 40 Waltersdorfer Chaussee Ost: Südlich vom Neudecker Weg bis an Altglienicke erfolgte der Straßenausbau relativ spät. So wurden Straßen, die über die Waltersdorfer Chaussee hinweg führen, 1938 nach polnischen Städten benannt, die vormals zu Preußen gehörten. Nordöstlich bis zum in den 2010er Jahren entstandene Mozartring schließen sich nach Komponisten benannte Straßen an. Begünstigt durch die Randlage an der Berliner Grenze waren hier seit Mitte der 1980er Jahre auch Gartenstadtsiedlungen wie an der Straße „Pfarrsiedlung“ noch möglich.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlfred-Rojek-Weg ()190Alfred RojekZur Person Alfred Rojek (1897–1975), Politiker Als Stichstraße 10 S des Bebauungsplans eingerichtet, geht sie westlich von der Straße Im Bauernbusch ab. 140px|Berlin-Rudow Alfred-Rojek-WegAltrader Weg ()150Altraden, Ort in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern (Polen) Als Straße 192 des Bebauungsplans eingerichtet, liegt zwischen Deutschtaler Straße und Waltersdorfer Chaussee (als Sackgasse). Kurze mit Einfamilienhäusern bebaute Wohnstraße am südlichen Stadtrand.140px|Berlin-Rudow Altrader WegAlt-Rudow ()1000Ortskern des Dorfes Rudow Als Straße 109 des Bebauungsplans eingerichtet, ist es der nordöstliche Teil der Dorfstraße des Angerdorfes. Die Straße liegt zwischen dem Abzweig von der Neuköllner Straße (im Westen) und der Neuköllner Straße an der Rudower Spinne (PDF; 1,3 MB) abgerufen am 11. Juli 2012. im Osten. Ein Teil der Neuköllner Straße wurde zudem 1973 in Alt-Rudow umbenannt.
Baudenkmale: Alt Rudow 55, Haus 32, Haus 54, Haus 59 und Schule in Rudow140px|Berlin-Rudow Alt-Rudow 140px|Berlin-Rudow Alt-Rudow 140px|Berlin-Rudow Alt-RudowAm Espenpfuhl ()1400Espenpfuhl, anliegender Teich Als Straße 166 des Bebauungsplans eingerichtet, liegt sie zwischen Gerhard-Winkler-Weg und Am Klarpfuhl. Am 1. Februar 1966 wurde die Verlängerung einbezogen.140px|Berlin-Rudow Am EspenpfuhlAm Großen Rohrpfuhl ()230nach dem nahegelegenen Rohrpfuhl Die Straße geht westlich im Bogen von und zur Waßmannsdorfer Straße ab.140px|Berlin-Rudow Am großen RohrpfuhlAm Hanffgraben ()130nach Michael Hanff (1619–1678), kurfürstlicher Lustgärtner, Bauernhofbesitzer. Als Straße 135 des Bebauungsplans eingerichtet, liegt sie zwischen Alt-Rudow und Neuköllner Straße über den vorherigen Dorfanger.140px|Berlin-Rudow Am HanffgrabenAm Klarpfuhl ()410nach dem naheliegenden Klarpfuhl Als Straße 193 und Straße 243 des Bebauungsplans angelegt, liegt die kurze mit Einfamilienhäusern bebaute Wohnstraße zwischen Timmendorfer Weg und Stadtgrenze. Am 1. Februar 1966 wurde die Straße 246 einbezogen. Sie liegt am Landschaftspark Rudow-Altglienicke.140px|Berlin-Rudow Am KlarpfuhlAm Rudower Waldrand ()510nach der Lage am Waldrand Vorher Straße 200 liegt sie zwischen Groß-Ziethener Chaussee und Welsumerpfad parallel zum Mauerweg in der „Waldrandsiedlung“.140px|Am Rudower Waldrand von Ecke Groß-Ziethener Chaussee nach Ost gesehen.Ampferweg ()130Ampfer, Wiesen- und Gemüsepflanze Als Straße 11 des Bebauungsplans eingerichtet liegt sie zwischen Mohnweg und Neuköllner Straße, zu der sie keinen Ausgang hat, sondern einen Wendehammer.140px|Berlin-Rudow AmpferwegAn der Nachtbucht ()170Nachtbucht, Flurbezeichnung Als Straße 174 des Bebauungsplans eingerichtet geht sie östlich vom Radewiesenweg ab.140px|Berlin-Rudow An der NachtbuchtAn der Rudower Höhe ()120Rudower Höhe, Naherholungsgebiet auf dem vorherigen Trümmerberg Als Straße 609 des Bebauungsplans eingerichtet liegt sie zwischen Neudecker und Glashütter Weg und erschließt eine Landhaussiedlung mit Gartenstadtcharakter., abgerufen am 10. Juli 2012.140px|Berlin-Rudow An der Rudower HöheAn der Werderlake ()110Werderlake, alte Rudower Flurbezeichnung Als Straße 607 des Bebauungsplans eingerichtet liegt sie zwischen Neudecker und Glashütter Weg.140pxAndreas-Hermes-Siedlung ()160Andreas Hermes (1878–1964), Staatswissenschaftler und Politiker Die Straße dieses Namens führt mit den Grundstücken 2–9 (fortlaufend) als Sackgasse vom Klein-Ziethener Weg nach Süden abgehend in die gleichnamige Siedlung.140px|Berlin-Rudow Andreas-Hermes-SiedlungAngelikaweg ()140(im Ortsteil)Angelika, Doldengewächs und Heilpflanze Als Straße 8 des Bebauungsplans eingerichtet liegt sie zwischen Glockenblumen- und Distelfinkweg, sie führt als Fußweg zur Rudower Straße weiter.140px|Berlin-Rudow AngelikawegArabisweg ()180Arabis, Kreuzblütengewächs Als Straße 203 des Bebauungsplans eingerichtet liegt sie zwischen Kanalstraße und Mimosenweg.140px|Berlin-Rudow ArabiswegArthur-Friedrich-Weg ()20Arthur Friedrich war Vorsitzender der Siedlergemeinschaft von 1938–1955. Er hat in dieser Zeit viel für die Siedlergemeinschaft geleistet; so hat er z. B. an der Planung und Errichtung des Vereinshauses mitgewirkt. Die kurze Stichstraße führt von Am Rudower Waldrand zum Mauerweg.140px|Berlin-Rudow Arthur-Friedrich-WegArnikaweg ()690(im Ortsteil)Arnika, Arzneipflanze Als Straße 106 des Bebauungsplans eingerichtet liegt sie zwischen Petunienweg und Neuköllner Straße. Das Straßenland gehört zum Ortsteil, zwischen nördlichen Grundstücken des Distelwegs und Neuköllner Straße sind die Grundstücke auf der Westseite in Buckow gelegen.140px|Arnikaweg von Ecke Distelfinkweg gesehen.Ascherslebener Weg ()610Aschersleben, Stadt in Sachsen-Anhalt Als Straße 120 des Bebauungsplans eingerichtet liegt sie zwischen Zwickauer Damm und Groß-Ziethener Chaussee. 140px|Ascherslebener Weg von Ecke Bitterfelder Weg nach Süd gesehen.August-Froehlich-Straße ()450August Froehlich (1891–1942), Theologe, Opfer des NS-Regimes Als Straße 563 des Bebauungsplans eingerichtet liegt sie zwischen Köpenicker Straße und Neudecker Weg.140px|Berlin-Rudow August-Froehlich-StraßeBäckerstraße ()130Bäcker, Handwerksberuf Als Straße 146 eingerichtet, liegt sie zwischen Groß-Ziethener Chaussee und Druckerkehre in einem Viertel mit Straßen nach Handwerksberufen benannten Straßen. Eine kurze Straße mit zwei sechsgeschossigen Neubauwohnhäusern auf der ungeraden Seite.140px|Berlin-Rudow BäckerstraßeBartschiner Straße ()530Bartschin, Ort in Kujawien-Pommern (Polen) Als Straße 147 des Bebauungsplans eingerichtet liegt zwischen Eichenauer Weg und als Sackgasse über die Neuhofer Straße hinweg. Die ruhige Wohnstraße ist überwiegend mit Einfamilienhäusern bebaut. Die Westseite ist unbebaut und grenzt an die Wiesen am Meskengraben.140px|Berlin-Rudow Bartschiner StraßeBeifußweg ()760Beifuß, Heil- und Gewürzpflanzen Als Straße 103 des Bebauungsplans eingerichtet liegt sie zwischen Johannisthaler Chaussee und Schneeballenweg eine Betonstraße mit Fußwegen und Siedlungscharakter mit ein- und mehrgeschossigen Eigenheimen, teilweise durch neue Bauten ersetzt.140px|Beifußweg von Ecke Fenchelweg gesehen.Beizerweg ()250Beizer, Berufsbezeichnung Als Straße 142 des Bebauungsplans eingerichtet, liegt sie zwischen Bildhauer- und Korbmacherweg. Eine Betonstraße mit Fußwegen und meist mit Einfamilienhäusern bebaut.140px|Berlin-Rudow BeizerwegBenatzkyweg ()310Ralph Benatzky (1884–1957), Komponist und Bühnenautor. Der Teil des Glashütter Wegs zwischen Selgenauer Weg und Lettberger Straße wurde 1987 in Benatzkyweg umbenannt und liegt zwischen Selgenauer Weg bis Lettberger Straße. Die asphaltierte Straße mit Fußwegen und teilweise Vorgärten ist mit Ein- und Mehrfamiliensiedlungshäusern bebaut und geht beidseits in Fußwege durch parkartiges Grünland über.140px|Berlin-Rudow BenatzkywegBenedicta-Teresia-Weg