mini|Manfred von Richthofen (links) im Gespräch mit Dieter Spöri (2002) mini|Gedenktafel am Haus, Marlene-Dietrich-Platz 1, in Berlin-Tiergarten mini|Manfred von Richthofen auf einem Veranstaltungsplakat der CDU-Fraktion des Hessischen Landtags 2006 mini|Das Grab Manfred von Richthofens

Manfred Freiherr von Richthofen (* 9. Februar 1934 in Berlin; † 1. Mai 2014 ebenda) war ein deutscher Sportler, Politiker (CDU) und Sportfunktionär.

Werdegang Manfred Freiherr von Richthofen kam als ältester Sohn des Kaufmanns Bolko Freiherr von Richthofen (1903–1971) und der Viktoria Freiin von Richthofen (1914–2002), geborener Praetorius, zur Welt. Die Ehe der Eltern wurde geschieden. Ein Onkel war der gleichnamige, auch als „Roter Baron“ bekannte Jagdflieger Manfred von Richthofen (1892–1918).

Er besuchte das Internat in Schloss Salem sowie das Realgymnasium St. Goarshausen. Nach dem Abitur studierte er Sport und Sozialpädagogik und war zwischen 1951 und 1961 aktiver Spieler in der Hockey-Oberliga. Von 1960 bis 1969 war er Sportlehrer und Lehrer für Politische Weltkunde am Berliner Canisius-Kolleg und übte verschiedene Trainerfunktionen beim Berliner Hockey-Verband aus.

Von 1963 bis 1967 war Manfred von Richthofen Vorsitzender der Jungen Union in Berlin, bis 1965 auch Mitglied des Bundesvorstand. Von 1964 bis 1979 war er Bürgerdeputierter von Charlottenburg und von 1965 bis 1969 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Berlin.

Ab 1967 war von Richthofen Präsidiumsmitglied des Landessportbundes Berlin (LSB). 1969 wurde er hauptamtlicher Sportfunktionär und Direktor des LSB. Diese Stelle gab er 1985 auf und wirkte fortan als Unternehmer. Er übernahm im selben Jahr die Präsidentschaft des Landessportbundes Berlin (bis 2000). Seit 1983 gehörte er als persönliches Mitglied dem deutschen Nationalen Olympischen Komitee (NOK) an.

Im Jahr 1974 wurde er stellvertretender Vorsitzender im Bundesausschuss Leistungssport des Deutschen Sportbunds (DSB), 1980 stellvertretender Vorsitzender des Berliner Vereins der Führungs- und Verwaltungsakademie des DSB. Im Dezember 1994 wurde er zum Nachfolger von Hans Hansen als Präsident des DSB gewählt. Seine Amtszeit endete mit der Gründung des Deutschen Olympischen Sportbundes als Fusion von DSB und NOK im Mai 2006.

1982 erschien das von ihm verfasste Buch In sportlichen Bahnen.

Er starb am 1. Mai 2014 im Alter von 80 Jahren in Berlin.Ex-Sportfunktionär von Richthofen ist tot. In: Berliner Zeitung, 2. Mai 2014. Seine letzte Ruhestätte fand Manfred Freiherr von Richthofen auf dem Berliner Waldfriedhof Dahlem.Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 587.

Auszeichnungen 1984: Bundesverdienstkreuz am Bande 1991: Bundesverdienstkreuz I. Klasse 1996: Verdienstorden des Landes Berlin 1999: Großes Bundesverdienstkreuz 2006: Hessischer Verdienstorden

Weblinks

Ein Mann des großen Spiels und für große Spiele, In: TOP Magazin Berlin, 22. Jg., Ausgabe 1, Frühjahr 2009

Einzelnachweise

Kategorie:Hockeyspieler (Berliner Sport-Club) Kategorie:Hockeytrainer (Deutschland) Kategorie:Unternehmer (Deutschland) Kategorie:Sportfunktionär (Deutschland) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Berlin Kategorie:Träger des Hessischen Verdienstordens Manfred 03 Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Gestorben 2014 Kategorie:Mann