Cligès, auch Cligés (von ), von Chrétien de Troyes ist eine Verserzählung der Artusepik, entstanden um 1176.

Die 6784 Verse umfassende Erzählung ist der zweite Artus-Roman Chrétiens und berichtet von dem Byzantiner Alixander, der sich auf Brautschau befindet und so an den Hof Artus’ gelangt. Hier verliebt er sich in die Schwester Gauvains, Soredamors,Chrétien de Troyes: Cligès. Auf der Grundlage des Textes von Wendelin Foerster übersetzt und kommentiert von Ingrid Kasten. De Gruyter, Berlin / New York 2006, ISBN 3-11-018854-6 (). die er später ehelicht und aus deren Verbindung der Sohn Cligès hervorgeht.

Der Autor hat diesen Roman nach eigenem Bekunden als Anti-Tristan konzipiert, er beinhaltet allerdings keine tradierten Inhalte der keltischen Artus-Thematik.Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption. Projektionen keltischer Kultur. Praesens Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7069-0541-1, S. 189.

Textausgabe und Kommentar Chrétien de Troyes: Cligès. Auf der Grundlage des Textes von Wendelin Foerster übersetzt und kommentiert von Ingrid Kasten. De Gruyter, Berlin / New York 2006, ISBN 3-11-018854-6 ().

Literatur Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption. Projektionen keltischer Kultur. Praesens Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7069-0541-1. Rosemarie Deist: Die Nebenfiguren in den Tristanromanen Gottfrieds von Straßburg, Thomas’ de Bretagne und im Cligès Chrétiens de Troyes (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik. Band 435). Kümmerle Verlag, Göppingen 1986, ISBN 3-87452-666-6 (). Helmut P. Schwake: Der Wortschatz des „Cligès“ von Chréttien de Troyes. Niemeyer, Tübingen 1979, ISBN 3-484-52054-X (Zugl.: Heidelberg, Univ., Neuphilol. Fak., Diss.; ).

Einzelnachweise

Kategorie:Literatur (12. Jahrhundert) Kategorie:Literatur des Mittelalters Kategorie:Literatur (Altfranzösisch) Kategorie:Artusroman Kategorie:Chrétien de Troyes