Der Chorus sine nomine (lat. = Chor ohne Namen) ist ein gemischter Laienchor aus Wien, der 1991 von Johannes Hiemetsberger als Studentenchor gegründet wurde.

Hintergrund Das Repertoire des Chores umfasst u. a. Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms. Neben den klassischen Komponisten widmet sich der Chor auch zeitgenössischer Musik. So befinden sich Lieder von Steve Reich in seinem Repertoire, und an Komponisten wie Wolfgang Sauseng, J. Peter Koene, Gunnar Eriksson, Lukas Haselböck und Simon Oberleitner wurden Kompositionsaufträge vergeben. Der Chor konzertiert regelmäßig unter anderem mit Martin Haselböck, Stefan Gottfried, dem L’Orfeo Barockorchester und dem Concentus Musicus; er hatte Auftritte in Hamburg (2017), Wien (2019, 2023, 2024) und bei den Salzburger Festspielen (2022).

Kritiken Dem Chor wurde „ein großes Können“ bescheinigt, und dass er „fast immer homogen“ agiert. Der Komponist Balduin Sulzer bezeichnet den Chor in der Kronen Zeitung als ein „Wunderensemble, das im Bereich von Klangkultur und Dynamikgestaltung eine schwer beschreibbare Vollkommenheit erreicht hat.“ Für eine Bruckner-Interpretation wurden „Töne wie Samt und Seide, vom Bass bis zum Alt“ bescheinigt.

Auszeichnungen

1995: Österreichisches Bundesjugendsingen (Erster Preis) 2000: Ferdinand-Grossmann-Preis 2000: Cheer Formosa International Choral Festival, Taiwan, 2000, als Vertreter Österreichs 2001: Let the Peoples Sing (Erster Preis) 2010: Ö1 Pasticciopreis im März 2010 für die Gesamteinspielung der Motetten von J.S.Bach 2011: Anerkennungspreis für Bühnenkunst des Landes Oberösterreich für das Programm „tuuli“ Internationaler Chorwettbewerb in Tours Kategorie „Gemischter Chor“ (Erster Preis) beste Interpretation (Sonderpreis) Grand Prix der Stadt Tours für die höchste beim Wettbewerb erreichte Gesamtbewertung Internationaler Chorbewerb in Spittal an der Drau Kategorie B (Erster Preis) Kategorie A (Zweiter Preis) höchste Gesamtbewertung

Veröffentlichungen

2001: Anonymus XX 2003: Wolfgang Sauseng – Passio Iesu secundum Ioannem 2005: Frank Martin – Messe für Doppelchor 2006: Leonhard Bernstein – Mass 2008: Voices of Nature 2009: Johann Sebastian Bach – Motetten 2010: Felix Mendelssohn Bartholdy – Lobgesang 2010: The Sound of Weimar 2011: The Marriage of Heaven and Hell 2012: Steve Reich, The Desert Music 2013: Johannes Brahms – Ein deutsches Requiem 2014: Miserere 2017: Romantik rediscovered

Weblinks

Website des Chorus sine nomine YouTube-Kanal des Chorus sine nomine Eintrag auf „Bach Cantatas Website“

Einzelnachweise

Kategorie:Gemischter Chor Kategorie:Chor (Wien) Kategorie:Gegründet 1991