mini|Ernest Borgnine (2000) rahmenlos|hochkant=0.6|zentriert|class=notpageimage skin-invert-image|Unterschrift von Borgnine Ernest Borgnine (, eigentlich Ermes Effron Borgnino; * 24. Januar 1917 in Hamden, Connecticut; † 8. Juli 2012 in Los Angeles, KalifornienActor Ernest Borgnine Dies at 95. nbclosangeles.com, 8. Juli 2012.) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Für Marty gewann er 1956 den Oscar als bester Hauptdarsteller.
Borgnine zählte seit den 1950er-Jahren zu den bekanntesten Charakterdarstellern in Hollywood und war oft in profilierten Nebenrollen zu sehen. Er trat in mehr als 200 Fernseh- und KinofilmenSchauspiellegende Ernest Borgnine gestorben. stern.de, 9. Juli 2012, abgerufen am 25. Oktober 2014. auf und war bis zu seinem Tod als Schauspieler aktiv.
Leben Ernest Borgnine war der Sohn italienischer Einwanderer. Sein Vater Camillo Borgnino stammte aus Ottiglio, seine Mutter Anna Boselli aus einer Adelsfamilie im norditalienischen Carpi bei Modena.Luciana Nora: . Porträt Ernest Borgnines auf der offiziellen Website der Unione delle Terre d’Argine, zu der die Stadt Carpi heute gehört, abgerufen am 25. Februar 2011. 1935 trat er der United States Navy bei und kämpfte später im Zweiten Weltkrieg als Kanonier auf dem schnellen Minenräumer USS Lamberton (DMS-2). Nach zehnjähriger Dienstzeit verließ er zum Kriegsende die Navy und wurde Fabrikarbeiter. Auf Anregung seiner Mutter besuchte er ab 1947 die Schauspielschule Randall’s School of Drama in Hartford. Er spielte am Barter Theatre in Abingdon, Virginia und debütierte 1949 am Broadway. 1951 zog er nach Los Angeles und erhielt seine erste Filmrolle als Chinese.
1953 gelang Borgnine in der Rolle eines sadistischen Sergeants in dem Filmklassiker Verdammt in alle Ewigkeit der Durchbruch als Charakterdarsteller. Für seine Hauptrolle in Marty, wo er als einsamer Schlachter zu sehen war, erhielt er 1955 den National Board of Review Award, den Preis des New York Film Critics Circle und ein Jahr später einen Oscar als bester Hauptdarsteller sowie einen Golden Globe als Bester Darsteller in einem Drama. Er setzte sich dabei unter anderen gegen Spencer Tracy, Frank Sinatra und James Dean durch. Borgnine deckte im Lauf der Jahrzehnte ein weites darstellerisches Spektrum ab, zählte zu den bekanntesten Charakterdarstellern in Hollywood und war beim Publikum sehr beliebt. Ein Markenzeichen von Borgnine war seine markante Schneidezahnlücke, die man immer sah, wenn Borgnine strahlend lächelte.Audiokommentar der Filmjournalisten Kai-Oliver Derks und Alexander Büttner von 2010, enthalten im Bonusmaterial der Blu-ray-Disc Die Klapperschlange, November 2016, Constantin Film Verleih GmbH, München.
Er wurde häufig als wichtiger Nebendarsteller eingesetzt und gab seinen Rollen, auch durch seine wuchtige Erscheinung, ein unverwechselbares Profil. Borgnine war im Lauf der Jahre unter anderem in so bekannten Filmen wie dem Abenteuerfilm Der Flug des Phoenix (1965), dem Kriegsfilm Das dreckige Dutzend (1967), dem Western-Klassiker The Wild Bunch (1969), dem Katastrophenfilm Die Höllenfahrt der Poseidon (1972), dem Actionfilm Convoy (1978) oder dem futuristischen Thriller Die Klapperschlange (1981) zu sehen.
Ab den 1980er-Jahren trat Borgnine regelmäßig in Fernsehserien in Erscheinung. Besonders populär wurde ab 1984 seine Verkörperung des Dominic Santini in der US-Serie Airwolf. Ab den 1980er-Jahren wirkte er auch in einigen deutschen Produktionen mit und stand zum Beispiel 1993 für Tierärztin Christine gemeinsam mit Uschi Glas, Hans Clarin und Martin Semmelrogge vor der Kamera.
Spätere Filmauftritte absolvierte er unter anderem 1997 in Gattaca und 2002 in 11′09″01 – September 11. 2009 erhielt er für seinen Gastauftritt als Paul Manning in der letzten Episode der Serie Emergency Room – Die Notaufnahme, And In The End, seine dritte Emmy-Nominierung. 2010 wurde er mit dem Screen Actors Guild Life Achievement Award geehrt. 2010 hatte er eine Nebenrolle als Archivar in R.E.D. – Älter, Härter, Besser. Ernest Borgnine war bis zu seinem Lebensende als Schauspieler aktiv. Auf dem Hollywood Walk of Fame besitzt er einen Stern der Kategorie Film bei der Adresse 6324 Hollywood Boulevard.
Borgnine war fünfmal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit Rhoda Kemins von 1949 bis 1958 ging eine Tochter (* 1952) hervor. Von 1959 bis 1963 war er mit der Schauspielerin Katy Jurado verheiratet. Seine dritte Ehe mit der Schauspielerin und Sängerin Ethel Merman hielt 1964 nur 32 Tage. Aus seiner vierten Ehe mit Donna Granucci, die von 1965 bis 1972 hielt, gingen ein Sohn (* 1969) und zwei Töchter (* 1965 und 1970) hervor. Ab 1972 war Borgnine mit seiner fünften Frau, der Unternehmerin Tova Traesnaes (1941–2012), verheiratet, die mit „Tova“ eine eigene Beauty-Reihe vertrieb. Die Ehe hielt bis zu Borgnines Tod.
Borgnine starb im Alter von 95 Jahren am 8. Juli 2012 im Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles an Nierenversagen. Der Leichnam wurde eingeäschert und die Urne der Familie übergeben.
Borgnine war ab 1964 ein aktives Mitglied im Bund der FreimaurerFamous Freemasons Ernest Borgnine, Homepage: Grand Lodge of British Columbia and Yukon, abgerufen am 12. April 2012. und wurde 1983 mit dem 33° Hochmeister der schottischen Loge.
Filmografie (Auswahl) mini|hochkant|Ernest Borgnine als Clown (1973)
Auszeichnungen mini|hochkant|Ernest Borgnine mit Grace Kelly und seinem Oscar für Marty (1956)
Ehrungen 1955: National Board of Review Award in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Marty 1955: New York Film Critics Circle Award in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Marty 1956: Golden Globe Award in der Kategorie Bester Hauptdarsteller – Drama für Marty 1956: Oscar in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Marty 1956: British Film Academy Award in der Kategorie Bester ausländischer Darsteller für Marty 1959: Darstellerpreis des Internationalen Filmfestivals von Locarno für Die Kaninchenfalle 1960: Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (6324 Hollywood Blvd.) 1985: Golden Boot Award 1997: King Vidor Memorial Award des San Luis Obispo International Film Festival 2009: Special Tribute Award des Almería International Short Film Festival 2009: Preis für das Lebenswerk des Rhode Island International Film Festival 2011: Screen Actors Guild Life Achievement Award 2012: Achievement Award des Newport Beach Film Festival für The Man Who Shook the Hand of Vicente Fernandez
Nominierungen 1961: 2. Platz bei den Laurel Awards in der Kategorie Beste Action-Darstellung für Zahl oder stirb 1963: Emmy-Nominierung in der Kategorie Beste kontinuierliche Leistung eines Serien-Hauptdarstellers für McHale’s Navy 1980: Emmy-Nominierung in der Kategorie Bester Nebendarsteller in einem Mehrteiler oder Special für Hallmark Hall of Fame: All Quiet on the Western Front 1982: Nominierung für die Goldene Himbeere in der Kategorie Schlechtester Nebendarsteller für Tödlicher Segen 1989: Nominierung für den Independent Spirit Award für Brooklyn Kid 1999: Nominierung für den Daytime Emmy Award in der Kategorie Bester Darsteller in einem Animationsprogramm für Alle Hunde kommen in den Himmel 2005: Nominierung für den TV Land Award in der Kategorie Favorite Airborne Character(s) für Airwolf 2008: Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Bester Darsteller in einem Fernsehmehrteiler oder -film für A Grandpa for Christmas 2009: Emmy-Nominierung in der Kategorie Bester Gastdarsteller in einer Dramaserie für Emergency Room – Die Notaufnahme: Zu guter Letzt …
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Oscarpreisträger Kategorie:Golden-Globe-Preisträger Kategorie:Pseudonym Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert) Kategorie:Freimaurer (21. Jahrhundert) Kategorie:Freimaurer (Vereinigte Staaten) Kategorie:Mitglied der Republikanischen Partei Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1917 Kategorie:Gestorben 2012 Kategorie:Mann