mini|Dorfkirche mini|Umgebindehaus Jonaswalde ist eine kreisangehörige Gemeinde im äußersten Süden des thüringischen Landkreises Altenburger Land. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental.

Geographie Geographische Lage Jonaswalde liegt am Übergang vom Ronneburger Acker- und Bergbaugebiet zum Oberen Pleißeland. Die Gemeinde wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt, lediglich am Südrand des Gemeindegebiets befindet sich ein Forst. Im Süden der Gemeinde verläuft der Oberlauf der Heukewalder Sprotte, die unweit der Gemeindegrenze bei Großpillingsdorf entspringt. Die nächsten Städte sind Crimmitschau (8 km östlich), Ronneburg (8 km nordwestlich) und Schmölln (8 km nordöstlich).

Nachbargemeinden Angrenzende Gemeinden sind Heukewalde, Thonhausen und Vollmershain im Landkreis Altenburger Land, Rückersdorf im Landkreis Greiz sowie die Stadt Crimmitschau im sächsischen Landkreis Zwickau. Die Stadt Crimmitschau grenzt mit ihren Ortsteilen Mannichswalde und Blankenhain nur mittelbar an.

Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Jonaswalde und Nischwitz.

Geschichte Jonaswalde wurde in der Zeit von 1181 bis 1214 erstmals urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 134 Von 1826 bis 1920 gehörte Jonaswalde zu Sachsen-Altenburg und war seit 1900 dem Landratsamt Ronneburg zugehörig. Von 1922 bis 1952 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Gera und kam anschließend zum Kreis Schmölln. 1745 wurden die heutige Kirche und der Turm im Barockstil erbaut.

Nischwitz wurde am 1. April 1974 eingemeindet.

Einwohnerentwicklung 1910 lebten in Jonaswalde 232 Einwohner, zusammen mit Nischwitz waren es 529. 1933 hatte Jonaswalde 213 und Nischwitz 249 Einwohner. 1939 waren es 214 beziehungsweise 218 Einwohner.

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: Stand jeweils 31. Dezember): 1994: 356 1995: 360 1996: 358 1997: 358 1998: 356 1999: 357 2000: 358 2001: 355 2002: 356 2003: 348 2004: 354 2005: 342 2006: 350 2007: 348 2008: 345 2009: 337 2010: 329 2011: 311 2012: 309 2013: 308 2014: 300 2015: 296 2016: 299 2017: 307 2018: 306 2019: 305 2020: 318 2021: 316 2022: 318 2023: 321 2024: 312 Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Gemeinderat Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammenGemeinderatswahl 2014, abgerufen am 4. August 2014.: FFW Nischwitz: 4 Sitze (59,1 %) FFW Jonaswalde: 2 Sitze (40,9 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 70,4 % (+9,6 %).

Bürgermeister Der bis 2012 amtierende Bürgermeister Rolf Matthes (FFW) wurde bereits 1969 in den Gemeinderat gewählt und war von 1971 bis 1974 sowie von 1978 an Amtsinhaber. Am 6. Mai 2012 wurde André Vohs zum neuen Bürgermeister gewählt. Er wurde am 15. April 2018 mit 98,9 % der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 70,8 % im Amt bestätigt. Lediglich zwei Personen schrieben eigene Kandidaten auf den Wahlzettel. Vohs wurde am 26. Mai 2024 ohne angetretenen Gegenkandidat mit 99 % bei einer Wahlbeteiligung von 80,8 % wiedergewählt.

Wirtschaft und Infrastruktur Jonaswalde ist über die Kreisstraße K 504 an die Anschlussstelle Schmölln der A 4 bei Schönhaide angeschlossen. Von Nischwitz führt die K 504 südwärts zur thüringisch-sächsischen Landesgrenze bei Blankenhain. Die K 502 führt von Nischwitz über Heukewalde nach Posterstein. Weitere Ortsverbindungsstraßen führen von Jonaswalde nach Heukewalde und Vollmershain sowie von Nischwitz über Großpillingsdorf nach Vogelgesang. Die Gemeinde liegt im Mitteldeutschen Verkehrsverbund und ist über die an Werktagen außer an Samstagen verkehrenden Buslinien 355 Schmölln–Untschen–Thonhausen sowie 357 Schmölln–Selka–Weißbach–Brandrübel–Schönhaide–Thonhausen–Nischwitz der THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft angebunden. Die nächste Bahnstation befindet sich im vier Kilometer nördlich gelegenen Nöbdenitz.

Wasserver- und Abwasserentsorgung Die Gemeinde Jonaswalde hat die Aufgaben der Wasserver- und Abwasserentsorgung an die Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental übertragen. Diese erledigen diese Aufgabe mit Hilfe des Eigenbetriebs Gemeindewerke "Oberes Sprottental".

Persönlichkeiten Gottfried Tauber (1766–1825), Instrumentenhändler und Optiker in Leipzig Heinrich Bergner (1865–1918), evangelischer Pfarrer und Kunsthistoriker

Weblinks

Seite über Jonaswalde auf der Homepage der VG Oberes Sprottental

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Altenburger Land Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert