Birke Bruck (* 29. April 1938 in Bad Mergentheim) ist eine deutsche Schauspielerin und Theaterregisseurin.

Leben Birke Bruck absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.Birke Bruck. Vita. Drombuschs.de. Abgerufen am 14. Februar 2025 Gleichzeitig absolvierte sie eine Gesangsausbildung für Chanson, Musical und Operette. Am Anfang ihrer Karriere als Schauspielerin standen Theaterrollen. Bruck hatte Engagements in Basel, am Theater Lübeck, an den Wuppertaler Bühnen, in Düsseldorf und Wiesbaden.

In der Spielzeit 1964/65 war Bruck am „theater 53“ in Hamburg engagiert.Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1965. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 73. Jg., Hamburg 1965, S. 280 und 542 (Register). In der Spielzeit 1964/65 gastierte sie außerdem am Renaissance-Theater in Berlin.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945–1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 292. In der Spielzeit 1965/66 übernahm sie an den Wuppertaler Bühnen, an der Seite von Karl-Heinz Vosgerau als Liebhaber Nestor, die Titelrolle in dem Musical Irma la Douce.Klaus Göntzsche: Karl-Heinz Vosgerau: Ein großer Fernseh-Star – und mehr. Nachruf. In: Wuppertaler Rundschau vom 31. Januar 2021. Abgerufen am 14. Februar 2025 In den Spielzeiten 1965/66 und 1966/67 war sie an den Kammerspielen Düsseldorf engagiert.Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1966. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 74. Jg., Hamburg 1966, S. 243 und S. 568 (Register).Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1967. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 75. Jg., Hamburg 1967, S. 242 und S. 571 (Register). Am Hamburger Operettenhaus spielte und sang Birke Bruck 1966 in dem Musical Heimweh nach St. Pauli von Lotar Olias gemeinsam mit Freddy Quinn.FREDDY QUINN AUF DER THEATERBÜHNE. Abgerufen am 14. Februar 2025 In der Spielzeit 1966/67 war sie in der Abteilung „Schauspiel“ am Staatstheater Wiesbaden unter Vertrag.Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1967. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 75. Jg., Hamburg 1967, S. 437 und S. 571 (Register). In der Spielzeit 1967/68 war sie im Theater am Kurfürstendamm an der Seite von Lola Müthel in dem Musical Hallo, Dolly zu sehen.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945–1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 327. Im August 1968 übernahm sie die Rolle der Missisippy-Lilly in einer Tournee-Produktion des Musicals Prairie-Saloon von Lotar Olias, die im Theater am Aegi in Hannover ihre Premiere hatte. In der Spielzeit 1968/69 trat an der Freien Volksbühne Berlin in der Komödie Der Florentiner Hut von Eugène Labiche unter der Regie von Dietrich von Oertzen auf.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 25 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1945–1970. Spitzing Verlag, Berlin, 1972. Seite 238. In der Spielzeit 1968/69 war sie außerdem an der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin verpflichtet.Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1969. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 77. Jg., Hamburg 1969, S. 223 und S. 628 (Register). In der Spielzeit 1969/70 trat sie am Theater im Zimmer in Hamburg auf.Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1970. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 78. Jg., Hamburg 1970, S. 329 und S. 630 (Register). In den Spielzeiten 1970/71 und 1971/72 war sie am Jungen Theater in Hamburg verpflichtet.Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1971. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 79. Jg., Hamburg 1971, S. 324 und S. 645 (Register).Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1972. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 80. Jg., Hamburg 1972, S. 347 und S. 690 (Register). In der Spielzeit 1972/73 war sie in der Sparte „Oper und Operette“ als Gast am Musiktheater im Revier und an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel engagiert.Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1973. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 81. Jg., Hamburg 1973, S. 279, S. 350 und S. 662 (Register). Außerdem gastierte sie in der Spielzeit 1972/73 an den Kammerspielen Düsseldorf.Birke Bruck. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1973. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 81. Jg., Hamburg 1973, S. 243 und S. 662 (Register). Im Oktober 1974 übernahm sie am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen die Rolle der Madame Ninon de Hauteville in der Uraufführung des Musicals Moral von Franz Grothe.Moral. Produktionsdetails und Besetzung. Musicallexikon. Abgerufen am 14. Februar 2025 In der Spielzeit 1974/75 gastierte sie an der Komödie am Kurfürstendamm unter der Regie von Wolfgang Spier in der Groteske Was der Butler sah von Joe Orton.Reichhardt, Hans J. (u. a.): 10 Jahre Theater in Berlin: Theaterpremieren 1970–1980. Spitzing Verlag, Berlin, 1980. Seite 258. 1987 spielte sie in der Komödie im Marquardt in Stuttgart neben Walter Schultheiß und Erika Wackernagel die Mutter des Konfirmanden in s’ Konfirmandefescht oder „Sei still Kerle“ von Fitzgerald Kusz.Frank Becker: s’ Konfirmandefescht oder „Sei still Kerle“. Aufführungskritik. In: Musenblätter vom 15. Februar 2019. Abgerufen am 14. Februar 2025 Im Januar 1990 wirkte sie an den Hamburger Kammerspielen neben Beatrice Richter, Peer Augustinski und Martina Dorak in der Uraufführung des Musicals Himmel auf Erden mit.Himmel auf Erden. Produktionsdetails und Besetzung. Musicallexikon. Abgerufen am 14. Februar 2025 In der Spielzeit 1996/97 gastierte sie in der Titelrolle des Musicals Hello, Dolly! am Theater Dortmund.Jens Wolff: Hello Dolly. Aufführungskritik. In: OMM. OnlineMusikMagazin. Abgerufen am 14. Februar 2025 Ab Juni 2000 spielte sie am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg in dem Schauspiel Wenn sie tanzte von Martin Sherman.Wenn sie tanzte. Programmheft. Ernst Deutsch Theater 2000. Abgerufen am 22. Februar 2025. 2012 übernahm sie in der Komödie im Marquardt in Stuttgart die Rolle der Tante Anna in s’ Konfirmandefescht oder „Sei still Kerle“.s’ Konfirmandefescht oder „Sei still Kerle“. Produktionsdetails, Besetzung und Pressestimmen. Abgerufen am 14. Februar 2025.

Ab Ende der 1950er Jahre spielte Bruck auch Rollen im Fernsehen und im Kino. Ihr TV-Debüt gab Birke Bruck, im Alter von 20 Jahren, unter der Regie von Franz Peter Wirth als Sekretärin in dem Fernsehfilm Der Tod des Handlungsreisenden (1958).

In dem Schweizer Historiendrama Wilhelm Tell – Flammende Berge (1961) war sie in der Rolle der Berta von Bruneck zum ersten Mal auf der Kinoleinwand zu sehen. In dem Jerry-Cotton-Film Die Rechnung – Eiskalt serviert (1966), ihrer zweiten Arbeit für das Kino, spielte sie an der Seite von George Nader, Heinz Weiss und Horst Tappert. Ende der 1960er Jahre wirkte sie auch in einigen, eher oberflächlichen Komödien mit, so als Frau Majorin in der satirischen Militärkomödie Mit Eichenlaub und Feigenblatt (1968). Im norddeutschen Milieu waren der Kriminalfilm Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (1969) und die Sex-Komödie Das gelbe Haus am Pinnasberg (1970), in der Bruck an der Seite von Eddi Arent, Tilly Lauenstein und Judy Winter spielte, angesiedelt.

In den 70er Jahren war sie in zahlreichen TV-Filmen und Serien zu sehen. Arthur Maria Rabenalt holte Birke Bruck für seine Fernsehverfilmung der Operette Der Zarewitsch (1973) von Franz Lehár vor die Kamera. In der Rolle der Mascha besingt sie dort gemeinsam mit dem Diener Iwan, gespielt von Harald Juhnke, die Vorfreuden auf eine erotische Liebesnacht in dem Buffo-Duett Heute abend komm' ich zu dir. Mehrmals arbeitete Birke Bruck mit dem Regisseur Wolfgang Staudte zusammen, der sie unter anderem für seine Familienserie MS Franziska (1978) engagierte.

Im Fernsehen übernahm sie auch einige wiederkehrende Serienrollen. Häufig wurde sie in Krimiserien eingesetzt, gelegentlich aufgrund ihrer Sprachkenntnisse als Italienerin. Von 1987 bis 1990 spielte sie in der TV-Serie Diese Drombuschs unter der Regie von Robert Stromberger die Gattin des Darmstädter Zeitungsverlegers Weykandt. Von 1995 bis 1998 übernahm Birke Bruck, an der Seite von Klaus J. Behrendt, in der SAT1-Serie A.S. – Gefahr ist sein Geschäft eine regelmäßige Rolle als Gastronomin Anna Capelli. Eine weitere, wiederkehrende Serienrolle spielte sie von 1997 bis 1999 als Frau Ellerbrock in der ARD-Fernsehreihe Ärzte.

Zwischen 1980 und 2007 wirkte sie außerdem in vier Filmen der Fernsehreihe Tatort mit, u. a. als „attraktive“ Hotelmanagerin Doris Zils im Tatort: Schönes Wochenende (1980) mit dem letzten Auftritt von Hansjörg Felmy als Kommissar Haferkamp.Tatort Folge 118: Schönes Wochenende. Handlung, Besetzung und Szenenfotos. Abgerufen am 14. Februar 2025