mini|Max Raabe auf der „Berlinale“ 2008 mini|Auftritt im Congress Centrum Heidenheim, 26. November 2016 Max Raabe, eigentlich Matthias Otto,SZ-Magazin, abgerufen am 27. April 2011.Porträt auf der Website des Goethe-Instituts, online, abgerufen am 27. April 2011.War früher alles besser, Herr Raabe? Interview im Kölner Stadt-Anzeiger am 7. Februar 2011, , abgerufen am 27. April 2011. (* 12. Dezember 1962 in Lünen) ist ein deutscher Sänger im Stimmfach Bariton. Er ist Mitbegründer und Leiter des Palast Orchesters in Berlin.

Leben Erste Gesangserfahrungen sammelte Max Raabe in einem Kirchenkinderchor in seiner Heimatstadt Lünen und in der Kantorei seiner Schule. Er besuchte das Clemens-Hofbauer-Kolleg, ein Internat des Erzbistums Paderborn., themenguide.de, 2006. Im Alter von zwanzig Jahren zog er nach West-Berlin. Erste Gesangsstunden finanzierte er mit verschiedenen Gelegenheitsarbeiten.Biografie Max Raabe. Ab 1988 studierte Raabe Gesang an der damaligen Hochschule der Künste Berlin, die er 1995 als staatlich geprüfter Opernsänger (Bariton) verließ.Hamburger Morgenpost vom 10. Juni 2008: Der Sänger Max Raabe.

1986 gründete er mit Freunden das Palast Orchester, das Chansons und Lieder im Stil der 1920er und 1930er Jahre aufführt. 1992 machte er mit der Soloeinlage von Unter den Pinien von Argentinien vor geschlossenem Vorhang in Peter Zadeks Inszenierung Der blaue Engel im Theater des Westens auf sich aufmerksam. Einem größeren Publikum wurde er 1994 durch den Auftritt in der Filmkomödie Der bewegte Mann gemeinsam mit dem Palast Orchester bekannt. Zwei Jahre später folgte sein erstes Engagement als Filmdarsteller in der Rolle des Attila im Fernsehfilm Charley’s Tante.

Neben den Tourneen und Ballauftritten mit dem Palast Orchester ist Max Raabe auch solistisch zu hören; er wird vom Pianisten Christoph Israel begleitet und trägt auch eigene Kompositionen vor. Raabe trat in einigen klassischen Produktionen auf: 1994 als Dr. Siedler in der Berliner Inszenierung der Geschwister Pfister von Ralph Benatzkys Operette Im weißen Rößl.IMDb: Im weißen Rößl am Wolfgangssee (1994). Als Solist in einer Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana in Berlin. 1999 als Mackie Messer in einer CD-Produktion von Bertolt Brechts und Kurt Weills Die Dreigroschenoper (mit Nina Hagen und HK Gruber).spiegel online vom 25. Oktober 1999: Kulturspiegel: Musik – NEUE CDs.

2004 fertigte er den Soundtrack des Films Die Reise ins Glück mit Tellerlip Girl.Homepage von Wenzel Storch. Im Jahr 2005 trat er erstmals in der New Yorker Carnegie Hall auf, und am 13. Juni erhielt er in Hahnenklee den Paul-Lincke-Ring der Stadt Goslar.goslar.de: .hahnenklee-aktuell.de: . Im Dezember 2005 wurde die Hochzeit von Marilyn Manson und Dita Von Teese von ihm musikalisch untermalt.spiegel-online.de vom 5. Dezember 2005: Schocker – Max Raabe singt bei Marilyn Mansons Hochzeit. 2006 übernahm Raabe eine Synchronstimme im Animationsfilm Die Rotkäppchen-Verschwörung.lunafilm.at: .

mini|Bühne der Konzerttournee Heute Nacht oder nie, Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60, 2008 2008 ging Raabe unter dem Motto Heute Nacht oder nie auf Tournee. 2010 war er auf Tour durch Israel mit Konzerten in Tel Aviv-Jaffa, Jerusalem und Haifa. Die Konzerte wurden insbesondere von Jeckes, also deutschstämmigen Israelis, begeistert aufgenommen.tagesschau.de: Zu Raabes Standard-Repertoire gehören zahlreiche Lieder jüdischer Komponisten und Texter, die vor 1933 prägend für die deutsche Unterhaltungsmusik waren.Fredy Gareis Mehr Deutsch, bitte: Max Raabe begeistert Israel, Der Tagesspiegel vom 23. Oktober 2010. Der von Sönke Wortmann gedrehte Dokumentarfilm zur Tournee hatte 2012 beim 18. Jüdischen Filmfestival Berlin & Potsdam Premiere.Andreas Kurtz Jüdisches Filmfestival mit „Max Raabe in Israel“. Berliner Zeitung vom 16. Juli 2012.

Im Jahre 2011 veröffentlichte Raabe das Album Küssen kann man nicht alleine, das in die deutschen,Max Raabe, Küssen kann man nicht alleine. erneut abgerufen am 20. März 2025. Schweizer, österreichischen Charts und sogar in die Top 20 der schwedischen Charts aufstieg.Max Raabe, Küssen kann man nicht alleine Im selben Jahr war er in der Sesamstraße bei Ernie & Bert Songs zu sehen.

Am 11. Januar 2013 erschien sein Album Für Frauen ist das kein Problem, das in Zusammenarbeit mit Annette Humpe produziert wurde.Für Frauen Ist Das Kein Problem, VÖ: 11. Januar 2013 (Universal Music), Max Raabe, laut.de-Kritik: Bisweilen wirkt das rabiat und stotterig.

Er ist Mitglied des Kuratoriums der Margot Friedländer Stiftung.

Raabe lebt in Berlin-Mitte.

Repertoire Raabes Repertoire umfasst vor allem deutschsprachige Schlager und Chansons aus den 1920er und 1930er Jahren. Er trug maßgeblich dazu bei, dass die Unterhaltungsmusik jüdischer Komponisten wieder bekannt wurde. „Außergewöhnlich begnadete Komponisten und Texter“, eine Art „Goldstandard“ der Musik dieser Zeit, seien für ihn unter anderem Fritz Rotter, Walter Jurmann, Friedrich Hollaender, Werner Richard Heymann und Robert Gilbert, äußerte er 2017 in einem Interview mit der Jüdischen Allgemeinen.

Daneben singt er aber auch Coverversionen aktueller Hits sowie eigene Titel, die zum Teil in Zusammenarbeit mit Annette Humpe entstanden. Max Raabe & das Palastorchester coverten zum Beispiel: Angel von Shaggy Another Day in Paradise von Phil Collins Around the World (La la la la La) von ATC Blue (Da Ba Dee) von Eiffel 65 Bongo Bong von Manu Chao Kiss von Prince Last Christmas von Wham! Let’s Talk About Sex von Salt ’n’ Pepa Lucky von Britney Spears Mambo Nr. 5 von Lou Bega (ursprünglich von Dámaso Pérez Prado komponiert und aufgeführt, seinerzeit König des Mambo [King of Mambo]) Oops! … I Did It Again von Britney Spears Sex Bomb von Tom Jones und Mousse T. Super Trouper von ABBA Supreme von Robbie Williams Tainted Love von Gloria Jones Upside Down von A*Teens Uptown Girl von Billy Joel We Are the Champions von Queen We Will Rock You von Queen

Zu den bekanntesten von Max Raabe geschriebenen Titeln im Stil der 1920er und 1930er Jahre, deren Texte und Arrangements an Lieder der Comedian Harmonists erinnern, gehören: Kein Schwein ruft mich an (1992) Klonen kann sich lohnen (2002) Ein Tag wie Gold (2022)

Diskografie

Filmografie 1994: Der bewegte Mann 1994: Im weißen Rößl am Wolfgangsee (Operettenaufzeichnung) 1996: Charley’s Tante (Fernsehfilm) 2001: Invincible – Unbesiegbar (Invincible) 2013: Nacht über Berlin (Fernsehfilm) 2018: Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm 2019: Berlin, I Love You 2021: Otto Fröhliche – Advent, Advents mit Otto und Friends (Fernsehspecial) 2022: Babylon Berlin (Fernsehserie, 4. Staffel)

Hörspiele 1990: Irina Liebmann: März, Berlin – Regie: Jörg Jannings (Hörspiel – RIAS Berlin/NDR)

Dokumentationen Max Raabe – Gentleman der Schellackplatte – Konzertaufnahme, Deutschland, 2006, Produktion: RBBInhaltsangabe vom rbb. Max Raabe & Palast Orchester – Konzert in der Berliner Waldbühne 2006 – Konzertaufnahme, Deutschland, 2006, Produktion: RBB Mein Leben – Max Raabe – Dokumentation, Deutschland-Vereinigte Staaten, 2007, 43 Min., Regie: Claudia Müller, Produktion: ZDF. Max Raabe in Israel – Dokumentation, Deutschland, 2012, Produktion: BRMax Raabe in Israel Inhaltsangabe bei programm.ard.de

Kritiken

Ehrungen 2005: Paul-Lincke-Ring der Stadt Goslar 2007: Kulturpreis seiner Heimatstadt Lünen 2012: Verdienstorden des Landes Berlin 2019: Die fahrradfreundlichste Persönlichkeit

Weblinks

Max Raabe & Palast Orchester Max Raabe / Palastorchester Porträt, Alben, Interviews, Videos und Fotos bei laut.de

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Berlin Kategorie:Träger des Paul-Lincke-Ringes Kategorie:Echo-Klassik-Preisträger Kategorie:Person (Lünen) Kategorie:Musiker (Deutschland) Kategorie:Bariton Kategorie:Chansonsänger Kategorie:Schlagersänger Kategorie:Liedtexter Kategorie:Pseudonym Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Mann