Syktywkar (, , wiss. Transliteration ) ist die Hauptstadt der Republik Komi im russischen Föderationskreis Nordwestrussland. Sie hat 219.000 Einwohner (Stand: 2025).

Geografie Die Stadt liegt an der Mündung der Syssola in die Wytschegda. Syktywkar ist knapp 1000 km nordöstlich der russischen Hauptstadt Moskau gelegen.

Geschichte Anfang des 17. Jahrhunderts befand sich hier die Siedlung Syssolskoje (russisch ), 1780 wurde die Siedlung zur Stadt Ust-Syssolsk (russisch ) und war Verbannungsort im Gouvernement Wologda. 1921 wurde die Stadt zum Verwaltungszentrum der neugeschaffenen Autonomen Oblast der Komi. Von 1929 bis 1936 war die Stadt ein Teil des Nördlichen Krais und ab dem 5. Dezember 1936 Hauptstadt der ASSR der Komi. Ihren heutigen Namen in der Komi-Sprache erhielt die Stadt 1930 nach dem Fluss Syssola (komi: Syktyw). Der Name bedeutet „Stadt an der Syssola“.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1897 4.464 1939 25.281 1959 64.461 1970 125.088 1979 170.980 1989 232.117 2002 230.011 2010 235.006 2020 244.403 Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft mini|links|Flughafen Syktywkar

Syktywkar besitzt einen Binnenhafen an der Mündung der Syssola in die Wytschegda, so dass sich hier Schiffbauindustrie sowie holzverarbeitende Industrie, u. a. eine Papierfabrik angesiedelt haben.

Verkehr Syktywkar besitzt mit dem Flughafen Syktywkar einen Flughafen von regionaler Bedeutung mit regelmäßigen Flügen in andere russische Städte. Die Fernstraße R176 führt von Tscheboksary über Kirow nach Syktywkar. Der Bahnhof Syktywkar stellt die Endstation an der Abzweigung der Petschora-Eisenbahn aus Mikun dar.

Kultur und weiterführende Bildungseinrichtungen In Syktywkar befinden sich verschiedene Wissenschafts- und Kultureinrichtungen wie Theater, Museen und Hochschulen, unter anderem eine Filiale der Medizinischen Akademie Kirow. Darunter sind: Philharmonie der Republik Komi Filiale der Moskauer Universität der Verbraucherkooperation Filiale des Kirower Staatlichen Medizininstituts der Komi Forstinstitut der Sankt Petersburger Technischen Forstakademie Staatliche Universität Syktywkar Staatliches Pädagogisches Institut der Komi

Sport Sportliches Aushängeschild der Stadt ist der 1947 gegründete Bandyverein HK Stroitel Syktywkar. Seine Heimspielstätte ist das Respublikanskiy Stadion.

Söhne und Töchter der Stadt

Wassili Latkin (1810–1867), Unternehmer und Forschungsreisender Wjatscheslaw Malyschew (1902–1957), Politiker Pawel Cholopow (1922–1988), Astronom und Hochschullehrer Juri Klimow (1940–2022), Handballspieler und -trainer Antanas Bosas (* 1955), litauischer Unternehmer und Politiker Julius Sabatauskas (* 1958), litauischer Politiker Juri Batukov (* 1962), Bariton Marina Pylajewa (* 1966), Short-TrackerinMarina Pylayeva in der Datenbank von Sports-Reference (englisch) Pawel Franz (* 1968), Bandyspieler Wladimir Legotin (* 1970), Skilangläufer Ivan Babikov (* 1980), kanadischer Skilangläufer russischer Herkunft Wassili Rotschew (* 1980), Skilangläufer Olga Schtschutschkina (* 1980), Skilangläuferin Julia Schokschujewa (* 1988), BobsportlerinШокшуева Юлия Владимировна, infosport.ru (russisch) Wiktor Worobjow (* 1989), Rechtsanwalt, Menschenrechtler und Oppositionspolitiker

Klima Das Klima in Syktywkar ist kaltgemäßigt kontinental, mit humider Prägung. Die Temperaturen liegen im Januar bei durchschnittlich −17 °C, im Juli bei +17 °C. Der jährliche Niederschlag beträgt 541 mm. Syktywkar liegt 96 m über dem Meeresspiegel.

Städtepartnerschaften Syktywkar listet sechs Partnerstädte auf: StadtLandseitTypAtyrau 15px Cullera 15px1997SchwesterstadtDebrecen 15px2002SchwesterstadtLos Altos1998SchwesterstadtLowetsch 15px1980SchwesterstadtMahiljou 15px StädtefreundschaftTaiyuan1994Schwesterstadt

Weblinks

Webseite der Stadtverwaltung (russisch) Syktywkar auf mojgorod.ru (russisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Republik Komi Kategorie:Hochschul- oder Universitätsstadt in Russland Kategorie:Hauptstadt eines Föderationssubjekts Russlands