mini|Laußnitz mini|Luftbild mini|Luftbild von Laußnitz aus Alfred Mauls Fotorakete von 1906 Laußnitz () ist eine Gemeinde im Landkreis Bautzen, Sachsen (Deutschland). Sie ist Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Königsbrück.
Der Ortsname stammt – wie „Lausitz“ – vom sorbischen Wort łuh bzw. ług, das eine sumpfige, wasserreiche Gegend beschreibt.
Geographie und Verkehr Die Gemeinde liegt in der überwiegend bewaldeten Laußnitzer Heide westlich der Oberlausitz, deren historische Grenze zu meißnischen Gebieten hier durch die östlich des Ortes bei Königsbrück verlaufende Pulsnitz markiert wird. Sie befindet sich etwa 2,5 km südwestlich von Königsbrück und rund 25 km nordöstlich der Landeshauptstadt Dresden. Die A 4 verläuft südlich und die A 13 westlich der Gemeinde. Die A 4 ist über die Anschlussstelle Ottendorf-Okrilla (ca. 10 km) und die A 13 über die Anschlussstelle Thiendorf (ca. 14 km) zu erreichen. In Laußnitz endet die B 98 an der B 97.
Der Bahnhof an der Bahnstrecke Dresden-Klotzsche–Straßgräbchen-Bernsdorf wird im Stundentakt von Regionalzügen in der Relation Dresden-Neustadt – Königsbrück bedient.
Ortsgliederung Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen (Einwohnerzahlen 31. Januar 2023): Laußnitz, 1241 Einwohner Höckendorf, 582 Einwohner (Eingemeindung am 1. Januar 1998StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands) Glauschnitz, 28 Einwohner
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat Laußnitz setzt sich aus insgesamt elf Mitgliedern zusammen, die bei einer Kommunalwahl für fünf Jahre gewählt werden.
Bei den vergangenen Gemeinderatswahlen ergaben sich folgende Sitzverteilungen: +letzte Gemeinderatswahlen Liste202420192014Sitzein %Sitzein %Sitzein %Wählervereinigung „Freie Wähler“ Laußnitz (FWL)1191,2866,4869,2Unabhängige Bürger für Laußnitz18,8––––CDU––217,0430,8AfD––116,5––Sitze gesamt121112Wahlbeteiligung78,4 %73,5 %63,7 %
Bürgermeister Bürgermeister ist seit 2022 René Georgi (FWV). +letzte BürgermeisterwahlenWahlBürgermeisterVorschlagWahlergebnis (in %)2022René GeorgiFWL65,72015Joachim Driesnack97,8200892,52001Karlheinz Gumpert97,61994FDP95,1
Sehenswürdigkeiten Forstsamendarre Laußnitz (Forstmuseum) Laußnitzer Heide Wolfsdenkmal Originalrest einer Kursächsischen Ganzmeilensäule von 1722 von der Poststraße im Zuge der Via Regia an der B 98 Richtung Sacka (früher auch unter Sacka aufgeführt) Dorfkirche im Ortsteil Höckendorf mit barocker Orgel
Die Kulturdenkmale sind in der Liste der Kulturdenkmale in Laußnitz erfasst.
Naturschutz
Wirtschaft Nördlich von Ottendorf-Okrilla, aber noch auf Laußnitzer Gemeindegebiet, befindet sich seit 1957 der Kiestagebau Laußnitz I sowie das Kieswerk, welches 1993 neugebaut wurde. Im Umfeld haben sich weiterverarbeitende Betriebe wie ein Betonwerk und Euroquarz angesiedelt. Da der Tagebau Laußnitz I fast vollständig ausgebeutet ist, soll das Kieswerk zukünftig über den neuen Tagebau Würschnitz-West für rund 40 Jahre versorgt werden.
Bildung Die Gemeinde Laußnitz verfügt über eine Grundschule und eine integrative Kindertagesstätte.
Persönlichkeiten Oscar Theodor Auerswald (1827–1903), evangelischer Pfarrer und Autor Constantin Theodor Angermann (1844–1911), Pädagoge und Philologe Willy Jahn (1898–1973), Maler und Grafiker Herbert Wagner (1930–2015), Moldavitforscher Brigitte Zschoche (1941–2019), Politikerin, MdL
Literatur
Oskar Jost: Höckendorfer Chronik. Königsbrück 1927 (Digitalisat)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bautzen Kategorie:Ort in der Oberlausitz