Dies ist eine Teilliste von Luftfahrt-Zwischenfällen der Jahre 1980 bis 1989 beim Betrieb von Verkehrsluftfahrzeugen. Für übrige Zeitspannen siehe Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen.

Für militärische Zwischenfälle siehe Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) bis 1980 bzw. Liste von Zwischenfällen (Militärluftfahrt) ab 1981.

Für Zwischenunfälle von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt siehe Liste von Zwischenfällen (Allgemeine Luftfahrt).

In diese Liste sollen nur Unfälle eingetragen werden, die den Relevanzkriterien für Zwischenfälle genügen.

Einträge mit eigenem Artikel in Wikipedia sind mit (A) gekennzeichnet.

Auflistung nach Jahr 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989

Liste 1980 Im Jahr 1980 (genaues Datum unbekannt) wurde eine Convair CV-440-38 der US-amerikanischen Farm-Kem Inc. (Luftfahrzeugkennzeichen N102US) bei der Landung an einem unbekannten Ort irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt. Es handelte sich um Flug zum Drogenschmuggel.

Im Jahr 1980 (genaues Datum unbekannt) wurde eine Douglas DC-7CF der US-amerikanischen Aero Services Corp. (N8219H) auf einem Schmuggelflug über einem unbekannten Ort in Kolumbien abgeschossen. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

11. Januar – Eine Convair CV-440-11 der bolivianischen Carga Aéreo Transportada (CP-1358) stürzte kurz nach dem Start vom Flugplatz Camiare bei Santa Ana del Yacuma (Bolivien) ab und schlug 400 Meter hinter dem Startbahnende auf. Personen kamen nicht zu Schaden. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.

(A) 21. Januar – Eine Boeing 727-86 der Iran Air (EP-IRD) geriet in einen Schneesturm und stürzte bei Teheran, Iran, ab. Alle 120 Passagiere und acht Crew-Mitglieder starben (siehe auch Iran-Air-Flug 291).

27. Januar – Eine Boeing 720-059B der kolumbianischen Avianca (HK-725) landete auf dem Flughafen Quito (Ecuador) mit einer um 20 Knoten zu hohen Geschwindigkeit und überrollte 70 Meter weit das Landebahnende. Dabei brach das Bugfahrwerk zusammen. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle Insassen überlebten den Unfall.

15. Februar – An einer auf William J Evans privat zugelassenen US-amerikanischen Convair CV-240-0 (N8330C) entstanden Triebwerksprobleme. Die Piloten kehrten zum Ausgangspunkt, dem Port-au-Prince/Bowen Field (Haiti), zurück und machten dort eine Notlandung mit einem Feuer im linken Triebwerk und der linken Tragfläche. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle drei Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen, überlebten den Unfall, waren aber schon verschwunden, als die Rettungskräfte eintrafen. Das Flugzeug war mit Marihuana voll beladen.

16. Februar – Eine Bristol Britannia 253 der britischen Redcoat Air Cargo (G-BRAC) stürzte wenige Minuten nach dem Start vom Flughafen Boston, Massachusetts, aus einer Höhe von etwa 500 Meter (1700 Fuß) in ein bewaldetes Gebiet. Als Ursache wurde Vereisung vor und nach dem Start ermittelt. Von den 8 Insassen kamen 7 ums Leben, vier der fünf Besatzungsmitglieder und alle drei Passagiere.

(A) 27. Februar – Eine Boeing 707-309C der China Airlines (B-1826) verunglückte bei der Landung auf dem Flughafen Manila, als sie vor der Landebahn aufsetzte und Feuer fing. Von 135 Insassen wurden bei diesem Zwischenfall 2 getötet (siehe auch China-Airlines-Flug 811 (1980)).

(A) 14. März – Absturz einer Iljuschin Il-62 der polnischen LOT (SP-LAA) während des Landeanflugs auf den Flughafen Warschau-Okęcie. Alle 87 Menschen an Bord starben (siehe auch LOT-Flug 007).

20. März – Eine Antonow An-24 der chinesischen CAAC (B-484) verunglückte nahe dem Flughafen Changsha-Datuopu (China) und brannte aus. Alle 26 Insassen, sieben Besatzungsmitglieder und 19 Passagiere, kamen ums Leben.

29. März – Eine Convair CV-880 der Inair Panama (HP-821) wurde beim Start auf dem Flughafen Panama–Tocumen irreparabel beschädigt. Es gab keine Todesfälle.

Im April 1980 (genaues Datum unbekannt) wurde eine Convair CV-440 des US-amerikanischen Besitzers Alberto Morales (N94436) an einem unbekannten Ort irreparabel beschädigt. Nähere Einzelheiten sind derzeit nicht verfügbar. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

(A) 12. April – Eine Boeing 727-28C der Transbrasil (PT-TYS) wurde im Anflug 24 Kilometer vom Flughafen Florianópolis (Brasilien) entfernt in einen Hügel geflogen. Von den 58 Insassen wurden 55 getötet (siehe auch Transbrasil-Flug 303).

(A) 25. April – Alle 146 Menschen an Bord wurden getötet, als eine aus Manchester kommende Boeing 727-46 der britischen Dan-Air (G-BDAN) beim Landeanflug auf den Flughafen Teneriffa/Los Rodeos in einen Berg geflogen wurde (CFIT, Controlled flight into terrain). Als Ursachen wurden Navigationsfehler seitens der Piloten sowie unklare Informationen seitens der Flugsicherung ermittelt. Alle 146 Insassen wurden getötet (siehe auch Dan-Air-Flug 1008).

(A) 27. April – Eine Hawker-Siddeley HS 748 der Thai Airways Company (HS-THB) stürzte während eines Gewitters im Anflug auf den Flughafen Bangkok/Don Mueang ab. Von den 53 Insassen kamen 44 ums Leben (siehe auch Thai-Airways-Flug 231).

28. April – Eine Douglas DC-4/C-54Q der bolivianischen Trak Airways (Transportes Aéreos Kantuta) (CP-1351) verunglückte irgendwo am Río Beni (Bolivien) nach mehrfachem Vergaserausfall. Alle 5 Insassen des Frachtfluges, drei Besatzungsmitglieder und 2 Passagiere, überlebten den Unfall.

(A) 10. Mai – Eine Boeing 737-2A8 der Indian Airlines (VT-EDR) geriet über Rampurhat in plötzliche, unerwartete Turbulenzen. Passagiere wurden aus ihren Sitzen heraus- und gegen Verkleidungsteile in der Kabine geschleudert. Zwei Passagiere wurden getötet, acht weitere sowie zwei Besatzungsmitglieder schwer verletzt (siehe auch Flugunfall einer Boeing 737 der Indian Airlines bei Rampurhat).

11. Mai – Eine Boeing 707-329C der belgischen Sabena (OO-SJH), betrieben für die zairische Zaire International Cargo Air System – ZICAS, geriet im kurzen Endanflug auf den Flughafen Douala (Kamerun) in eine Windscherung. Dies führte zu einer sehr harten Landung, bei der das Fahrwerk zusammenbrach. Daraufhin zerbrach die linke Tragfläche und die Triebwerke Nr. 1 und 2 (links außen und innen) rissen ab. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle drei Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen auf dem Frachtflug, überlebten den Unfall.

16. Mai – Eine Curtiss C-46 der Lineas Aereas de Nicaragua (LANICA) (YN-BVL) kollidierte bei der Landung auf dem Flughafen Bonanza-San Pedro (Región Autónoma de la Costa Caribe Norte, Nicaragua) mit einem Erdwall und stürzte zu Boden. Die Maschine wurde zerstört; Personen kamen nicht zu Schaden.

(A) 24. Mai – Eine auf Charles Clay privat registrierte US-amerikanische Convair CV-240-0 (N300GR) stürzte beim Start vom Flugplatz Daytona-Spruce Creek (Florida, USA) ab. Die Maschine sollte nach Santo Domingo überführt werden. Sie war, bei einer höchstzulässigen Startmasse von rund 19 Tonnen, um 3340 Kilogramm überladen. Der Besatzung war außerdem bekannt, dass sämtliche Ölleitungen seit mindestens 15 Jahren nicht überholt oder erneuert worden waren. Beim Start fing das Triebwerk Nr. 2 (rechts) Feuer. Der Kapitän setzte den Start fort und flog nach dem Abheben eine Linkskurve, gefolgt von einer steilen Rechtskurve. Das Flugzeug stürzte ab und ging in Flammen auf. Alle 3 Insassen, zwei Besatzungsmitglieder und ein Passagier, wurden getötet (siehe auch Flugunfall einer Convair CV-240 bei Daytona Beach 1980).

2. Juni – Eine Fairchild F-27J der Lloyd Aéreo Boliviano (CP-1117) kollidierte im Landeanflug auf den Flughafen von Yacuiba mit der Serranía Tapecua. Alle 13 Insassen starben.

8. Juni – Eine Jakowlew Jak-40 der TAAG Angola Airlines (D2-TYC) wurde nahe Matala vermutlich von einer Mikojan-Gurewitsch MiG-19 abgeschossen. Alle 19 Insassen starben.

21. Juni – Eine Hawker Siddeley HS 748-243 der Thai Airways (HS-THG) konnte beim Start vom Flughafen Chiang Rai (Thailand) nicht abgehoben werden. Die Maschine überrollte das Startbahnende und kam auf der Uferböschung eines kleineren Flusses zum Stillstand. Alle 21 Insassen, drei Besatzungsmitglieder und 18 Passagiere, überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.

22. Juni – Eine Lockheed L-1049H Super Constellation der US-amerikanischen Air Traders International (N74CA) stürzte beim Start vom Flughafen Columbus Municipal (Indiana, USA) 1,4 Kilometer südlich davon in einen Sojabohnenfeld. Auslöser war die unzureichende und unkoordinierte Reaktion der Flugbesatzung auf die Feuerwarnung für das Triebwerk Nr. 2 (links innen). Obwohl die Maschine ohnehin überladen war, nutzte die Besatzung weniger als die volle Leistung zum Start und hatte auch die Kühlluftklappen nicht voll geöffnet, so dass die Motoren nicht ausreichend gekühlt wurden und die Leistung aller Triebwerke immer weiter zurückging, was der Flugingenieur jedoch weder bemerkte noch korrigierte. Von den acht Insassen wurden 3 getötet, zwei Besatzungsmitglieder und ein Passagier.

(A) 27. Juni – Eine Douglas DC-9 der italienischen Itavia (I-TIGI) stürzte bei Ustica, Italien, ins Mittelmeer. Es wird ermittelt, dass die Maschine in einen Luftkampf zwischen libyschen und NATO-Kampfflugzeugen geriet und dabei irrtümlich abgeschossen wurde. Alle 81 Insassen kamen ums Leben (siehe auch Itavia-Flug 870).

27. Juni – Eine Britten-Norman BN-2A-6 Islander der italienischen Transavio (I-BADE) wurde nahe Elba, Italien, notgewassert. Alle drei Insassen überlebten.

7. Juli – Eine Britten-Norman BN-2A-26 Islander der irischen Aer Arann (EI-BBR) kollidierte auf dem Flughafen Galway (Irland) bei einem Startabbruch mit einer Mauer. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle 5 Insassen überlebten den Unfall.

(A) 8. Juli – Eine Tu-154 der sowjetischen Aeroflot (СССР-85355) stürzte kurz nach dem Start von Alma-Ata (Kasachstan) ab. Alle 166 Insassen starben. Ursache waren Scherwinde und ein Downburst und daraus resultierend ein Strömungsabriss (siehe auch Aeroflot-Flug 4225).

14. Juli – Eine Vickers Viscount 745D der ecuadorianischen Aerolineas Condor (HC-BHB) verunglückte bei der Landung auf dem Flughafen Catamayo (Ecuador). Die Maschine wurde drei Meter vor dem Landebahnbeginn aufgesetzt, woraufhin das rechte Hauptfahrwerk zusammenbrach. Kurz danach schlugen die beiden rechten Propeller Nr. 3 und 4 auf der Bahn auf. Die Sicht der Piloten war durch Rauch behindert, der durch das Abbrennen von Zuckerrohrabfall erzeugt wurde. Die beiden Piloten, die einzigen Insassen, überlebten die Bruchlandung. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.Rayner G. C. Kittle: The Vickers Viscount. Air-Britain (Historians), Staplefield 2008, ISBN 978-0-85130-401-4, S. 255.

17. Juli – Bei einer Vickers Viscount 708 der britischen Alidair (G-ARBY) fielen im Anflug auf den Flughafen Exeter (Vereinigtes Königreich) kurz nacheinander alle vier Triebwerke aus. Aufgrund schon seit längerer Zeit fehlerhafter Tankanzeigen sowie mangelhafter Tankwagen am Abflugort Flughafen Santander (Spanien) war wesentlich weniger Treibstoff vorhanden gewesen als berechnet. Es gelang dem Kapitän, eine Bruchlandung mit stehenden Triebwerken in offenem Gelände durchzuführen, neun Kilometer vor der Landebahn. Alle 62 Insassen, die vier Besatzungsmitglieder und 58 Passagiere, überlebten. Das 27 Jahre alte Flugzeug wurde zerstört.Maurice J. Wickstead: Airlines of the British Isles since 1919. Air-Britain (Historians) Ltd., Staplefield, W Sussex 2014, ISBN 978-0-85130-456-4, S. 58.

24. Juli – Eine Nord Noratlas 2501D der ecuadorianischen ATESA (HC-AXK) verunglückte in der Provinz Pastaza (Ecuador). Beide Piloten, die einzigen Insassen, kamen ums Leben. Es handelte sich um die ehemalige 53+18 der Luftwaffe.

27. Juli – Eine Douglas DC-7CF der bolivianischen Lambda Air Cargo (CP-1291) wurde auf dem Flughafen Trujillo (Peru) bei einem Brand irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt.