Gethsemane ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Philippsthal (Werra) im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Geographie Das Dorf liegt nordwestlich von Philippsthal zwischen den letzten Ausläufern der Rhön und dem Werratal. Nördlich von Gethsemane verläuft die Bundesstraße 62.

Geschichte Ein in der Ortslage schon 1364 bekannter Gutshof wurde später aufgegeben.Gethsemane: 300-Jahrfeier wird verschoben. In: Hersfelder Zeitung. 2. Dezember 1998, S. 13. Dauerhafter wurde der Ort von zunächst im Jahre 1699 nach Heimboldshausen gekommenen Hugenotten mit Erlaubnis des paragierten Landgrafen Philipp von Hessen-Philippsthal in dessen Herrschaftsgebiet, der Vogtei Kreuzberg (Philippsthal), besiedelt. Die Kirche und der Friedhof dieser Gemeinde sind 1710 erstmals nachgewiesen. Im örtlichen Dialekt wurde der Ortsname in mancherlei Variationen verballhornisiert: Kätzmiß, Kätzmis, Gözeman, Getzmann, Götzmann und Getzemich.

Am 1. August 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständige Gemeinde Gethsemane mit fünf weiteren Orten zur neuen Gemeinde Philippstal zusammengeschlossen.

Infrastruktur Für die unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmale des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Gethsemane.

Im Ort gibt es eine Kirche aus dem Jahre 1890 ein Dorfgemeinschaftshaus einen Kinderspielplatz einen Sportplatz ein historisches Hugenottenhaus

Literatur Gethsemane. In: Hersfelder Zeitung. Beiblatt Mein Heimatland, S. 47–48 (hersfelder-zeitung.de [PDF; 245 kB]).

Weblinks Ortsteil Gethsemane im Internetauftritt der Gemeinde Philippsthal.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Hersfeld-Rotenburg Kategorie:Geographie (Philippsthal (Werra)) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) Kategorie:Hugenottenort Kategorie:Gemeindeauflösung 1972