mini|Daryush Shokof (2016) Daryush Shokof (; * 25. Juni 1954 in Teheran als Alireza Shokoufandeh, ) ist ein iranischer Philosoph, Künstler, unabhängiger Filmemacher und Schriftsteller, der in Deutschland lebt.
Leben Daryush Shokof emigrierte 1979 in die Vereinigten Staaten. In den 1980er Jahren studierte er Physik und Mathematik. Des Weiteren absolvierte er ein Studium an der Filmakademie New York. 1981 nahm er zum ersten Mal an einer Kunstausstellung teil. Diese fand in der New Yorker Galerie Gorky statt. Die erste Ausstellung in Europa hatte er in der Galerie März in Köln.
Zwischen 1981 und 2003 hat Shokof Bilder gemalt, welche er weltweit in etwa 60 Ausstellungen zeigen konnte. Davon 20 Einzel- und etwa 40 Gruppenausstellungen, unter anderem mit Andy Warhol, Bruce Nauman, Jeff Koons, Chuck Close, Roy Lichtenstein, Ed Ruscha, Jim Dine, Robert Mapplethorpe, Louise Bourgeois, Rodney Graham, Heim Steinbach und John Chamberlain. Seine letzte Retrospektive mit mehr als 100 Gemälden von Daryush Shokof war in der Galerie360 Grad, ein Projekt von L’art Visit, in dem Gebäude der ehemaligen Königlichen Eisenbahndirektion 2003 in Berlin.Galerie 360grad
Im Jahr 1990 drehte er seinen ersten experimentellen Kurzfilm Angels Are Wired in Prag. Nach einigen weiteren Kurzfilmen drehte er seinen Debütfilm Seven Servants mit Anthony Quinn. Der Film wurde 1996 am Filmfestival von Locarno für den Goldenen Leopard nominiert und wurde auf weiteren Festivals wie in Berlin, St. Petersburg, Toronto und Montreal prämiert. Information zum Film auf der Webseite www.longtale.com. Abgerufen am 2. April 2024. Sein Film Venussian Tabutasco wurde 2004 im Rahmen des 2. Berlin Asia-Pacific Film Festival (BAPFF) als Weltpremiere uraufgeführt.
Bislang hat Shokof acht Kinofilme und mehr als zehn Kurzfilme produziert und Regie geführt. Seine Filmdramen Hitler’s Grave und Iran Zendan kamen 2010 in die Kinos.
Am 24. Mai 2010 verschwand Shokof am Kölner Hauptbahnhof, wo er einen Zug nach Paris besteigen wollte.Iranischer Regisseur spurlos verschwunden in: Die WELT, 29. Mai 2010. Am 5. Juni 2010 wurde er am Kölner Rheinufer von Passanten aufgefunden.Vermisster Regisseur gefunden. In: Kölnische Rundschau, 6. Juni 2010. Er gab an, entführt worden zu sein, vier Arabisch sprechende Leute hätten ihn eingesperrt und unter Drogen gesetzt.https://www.genios.de/document?id=KSTA__KS061820100802007D590B&src=hitlist&offset=10Ein einzelnes Schicksal als Ablehnung – Daryush Shokof im Gespräch mit Dina Netz. In: Deutschlandfunk – Kultur Heute, 18. August 2010, abgerufen am 29. August 2010. Nach Abschluss der Ermittlungen teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Köln im März 2011 mit, dass Widersprüche in den Angaben Shokofs erhebliche Zweifel an der von ihm behaupteten Entführung haben aufkommen lassen. So seien bei den intensiven rechtsmedizinischen Untersuchungen keine Spuren von Drogen oder ähnlichem bei Shokof festgestellt worden. Von einer Strafanzeige wegen Vortäuschens einer Straftat sah die Staatsanwaltschaft ab. In: Kölnische Rundschau, 16. März 2011, abgerufen am 7. Juli 2012.
Filmografie (Auswahl) 1990: Angels Are Wired (Kurzfilm) 1991: Ben Hur, the Breathless Taxi-Driver in Casablanca 1993: Dogs Are Not Allowed 1996: Seven Servants 1997: Magass 2000: Tenussian Vacuvasco 2003: Venussian Tabutasco 2003: Kiss, Long and Close (Kurzfilm) 2004: A2Z 2004: Sie wird … (She would …) (Kurzfilm) 2006: Asudem 2006: Breathful 2007: Smoqing (Kurzfilm) 2007: Epicalypse Now (Kurzfilm) 2010: Iran Zendan 2010: Hitler’s Grave 2012: Strange, Stranger 2012: Wordlessness 2012: Flushers 2014: Blind Paris (Kurzfilm)
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