Der Bundestagswahlkreis Essen III (Wahlkreis 119; bis zur Bundestagswahl 2021 Wahlkreis 120) liegt in Nordrhein-Westfalen und umfasst die Stadtbezirke II, III, VIII und IX der Stadt Essen. Zum Wahlkreis gehören unter anderem die südlich der Innenstadt gelegenen Stadtteile Rüttenscheid, Stadtwald und Rellinghausen (Bezirk II), der Essener Westen mit Altendorf, Frohnhausen und Holsterhausen (Bezirk III), die südöstlichen Stadtteile Burgaltendorf, Byfang, Heisingen, Kupferdreh und Überruhr (Bezirk VIII Ruhrhalbinsel), sowie im Südwesten Bredeney, Werden und Kettwig (Bezirk IX). Die Abgrenzung des Wahlkreises ist in der Vergangenheit zweimal geändert worden, zuletzt im Jahre 2002 (Wegfall Bezirk I Stadtmitte, Hinzunahme Bezirk III West).
Wahlkreisgeschichte Wahl Wahlkreisname Gebiet 1949 32 Essen IIISüdlicher Teil von Essen mit der Ruhrhalbinsel sowie u. a. Huttrop, Rüttenscheid, Bredeney und Werden 1953–1961 91 Essen III 1965–1976 89 Essen III 1980–1998 90 Essen III Stadtbezirke I, II, VIII und IX mit der Essener Innenstadt und der Ruhrhalbinsel sowie u. a. Rüttenscheid, Bredeney, Werden und Kettwig 2002–2009 121 Essen IIIStadtbezirke II, III, VIII und IX mit der Ruhrhalbinsel sowie u. a. Altendorf, Frohnhausen, Holsterhausen, Rüttenscheid, Bredeney, Werden und Kettwig 2013–2021 120 Essen III 2025– 119 Essen III
Wahlkreisabgeordnete Wahl Abgeordneter Partei Stimmenin % 1949 32,4 1953 53,5 1957 56,3 1961 48,7 1965 48,6 1969 49,8 1972 53,1 1976 47,7 1980 49,1 1983 46,2 1987 44,9 1990 41,3 1994 44,9 1998 49,9 2002 49,8 2005 48,1 2009 38,6 2013 39,6 2017 37,1 2021 30,7 2025 35,7
Wahlergebnisse Bundestagswahl 2025 Der Wahlkreis trägt bei der Bundestagswahl 2025 die Nummer 119.
Bundestagswahl 2021
Bundestagswahl 2017
mini|Mehrheiten in den Stadtbezirken (Bundestagswahl 2017)
Die Bundestagswahl 2017 fand am Sonntag, den 24. September 2017, statt. In Nordrhein-Westfalen wurden 23 Parteien zugelassen, zusätzlich standen 9 Direktkandidaten zur Wahl. Im Vergleich zur Wahl im Jahr 2013 konnte der Direktkandidat der CDU Matthias Hauer seinen damals noch sehr knappen Vorsprung weiter ausbauen. Hiermit erzielte er das einzige Direktmandat der CDU in Essen. Allerdings verlor er trotzdem fast 3000 Erststimmen bei der mit über 2000 mehr Wählern höheren Wahlbeteiligung. Auffällig ist, dass wie bereits in der Vergangenheit der Essener Norden überwiegend die Kandidaten der SPD gewählt hat, während der Essener Süden zur CDU tendiert. So kam es zur Mehrheit für den Kandidaten Gereon Wolters der SPD im Stadtbezirk III, während der Konkurrent Hauer in den anderen Stadtbezirken dieses Wahlkreises die Mehrheit holte.
Bundestagswahl 2013 mini|hochkant=1.2|Diese Karte der Direktmandate für die Bundestagswahl 2013 zeigt, mit welchem Abstand die Wahlkreise gewonnen wurden. Deutlich sichtbar ist hier der Wahlkreis Essen III mit nur dreiundneunzig Stimmen Vorsprung und einer weißen Färbung.
Bei der Bundestagswahl 2013 sorgte der Wahlkreis für besonderes Aufsehen, da Matthias Hauer (CDU) den Wahlkreis nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Abend des Wahltags mit nur drei Erststimmen Vorsprung vor Petra Hinz (SPD) gewonnen hatte. Stadt Essen; abgerufen am 26. September 2013. In der Folge ließ der Kreiswahlleiter die Wahlniederschriften überprüfen, wobei sich Unstimmigkeiten zeigten. Daher wurden alle im Wahlkreis 120 abgegebenen Stimmen neu ausgezählt, Stadt Essen, Pressemitteilung, 26. September 2013; abgerufen am 26. September 2013. wonach Hauer mit 93 Stimmen Vorsprung siegte. Es ist neben dem Bundestagswahlkreis Wesel I das einzige Direktmandat der CDU im Ruhrgebiet und der einzige der 64 Wahlkreise in NRW, in dem die CDU gegenüber der Bundestagswahl 2009 ein Direktmandat hinzugewinnen konnte.
+ Endgültiges Ergebnis Direktkandidat Partei Erststimmen in % Erststimmen absolut Zweitstimmen in % Matthias Hauer CDU 39,5 59.101 36,3 Petra Hinz SPD 39,5 59.008 33,1 Petra Hermann FDP 2,0 3.007 5,7 Kai Gehring GRÜNE 7,7 11.576 9,7 Cornelia Swillus-Knöchel DIE LINKE 4,9 7.341 6,6 Frank Höschen PIRATEN 2,1 3.169 2,1 Manuel Mikolajtzyk NPD 1,0 1.489 0,9 REP — — 0,1 Bündnis 21/RRP — — 0 Volksabstimmung — — 0,1 ÖDP — — 0,1 MLPD — — 0,1 Katarzyna Dorota Kruczkowski BüSo 0,1 213 0,1 PSG — — 0 Martin Erwin Renner AfD 2,7 4.015 3,9 BIG — — 0,1 pro Deutschland — — 0,2 DIE RECHTE — — 0 FREIE WÄHLER — — 0,2 Nichtwähler — — 0,1 PARTEI DER VERNUNFT — — 0,1 Die PARTEI — — 0,5 Sonstige 0,4 570 — Die Wahlbeteiligung lag mit 151.040 Wählern bei 77,2 %.
Bundestagswahl 2009 Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005 Zweitstimmen in % Petra Hinz SPD 38,6 31,0 42,0 Matthias Hauer CDU 36,1 30,0 30,9 Petra Hermann FDP 7,5 14,1 9,4 Kai Gehring GRÜNE 9,5 12,0 9,7 Cornelia Swillus-Knöchel Die Linke. 6,9 8,3 5,6 – REP – 0,4 0,3 – Die Tierschutzpartei – 0,6 0,5 Hermann August Schnarre NPD 1,1 0,8 0,6 – Familie – 0,4 0,3 – PIRATEN – 1,6 - – RENTNER – 0,3 - – Zentrum – 0,1 0,1 Matthias Kraume BüSo 0,3 0,1 0,0 – Volksabstimmung – 0,1 0,1 – MLPD – 0,1 0,1 – PSG – 0,0 0,0 - ödp - 0,1 – - DVU - 0,1 –
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