mini|Sven Knoll bei einem Interview Sven Knoll (* 6. Juni 1980 in Bozen) ist ein italienischer Politiker der Süd-Tiroler Freiheit.

Leben Knoll besuchte die Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Bozen, die Mittelschule in Schenna, und maturierte am Humanistischen Gymnasium „Beda Weber“ in Meran. Anschließend begann er ein Studium der Zahnmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck, das er allerdings nicht abschloss.

Ein erstes politisches Amt hatte Knoll als Gemeinderatsmitglied in seiner Heimatgemeinde Schenna ab 2005 inne. Bei den Landtagswahlen 2008 erhielt er 6.641 VorzugsstimmenVorzugsstimmenergebnisse der Landtagswahl 2008 auf der Website des Landes Südtirol, abgerufen am 1. Februar 2011 und wurde damit zum ersten Mal in den Südtiroler Landtag und damit gleichzeitig den Regionalrat Trentino-Südtirol gewählt; seitdem fungiert er als Fraktionssprecher der Süd-Tiroler Freiheit. Bei den Landtagswahlen 2013 konnte er mit 12.242 Vorzugsstimmen erneut ein Mandat erringen. Im Rahmen der Landtagswahlen 2018 gelang ihm selbiges mit 9.118 Vorzugsstimmen ein drittes Mal. Bei den Landtagswahlen 2023 konnte er mit 25.290 Vorzugsstimmen ein viertes Mal ein Mandat erringen.

Knoll setzt sich seit Jahren für die doppelte Staatsbürgerschaft ein. auf der Webseite von „Südtirol Online“ (STOL), abgerufen am 17. Februar 2011 Danach sollen alle Südtiroler, deren Vorfahren bis 1920 die österreichische Staatsbürgerschaft besaßen, die Möglichkeit bekommen, die österreichische Staatsbürgerschaft neben der italienischen zu erhalten.Österreich wird das Anliegen der Südtiroler nach einem rotweißroten Pass weiterverfolgen auf der Website der Tiroler Tageszeitung, vom 23. März 2012https://archive.today/20120911140934/http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2012/03/22/doppelte-staatbuergerschaft-expertenausschuss-haelt-sie-fuer-moeglich.html

Kritik und Kontroversen Die Zeitschrift L’Espresso behauptete 2008 kurz vor der Landtagswahl, Sven Knoll habe bei einer Veranstaltung in Südtirol teilgenommen, an der unter anderem auch Politiker der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) teilgenommen hätten., L’Espresso vom 23. Oktober 2008 Diese waren allerdings schon vorher verstorben. In einem Bericht der Tageszeitung Corriere dell’Alto Adige vom 25. Oktober 2008 bestätigte der damalige Oberstaatsanwalt Cuno Tarfusser, dass weder Sven Knoll noch andere Mitglieder der Bewegung „Süd-Tiroler Freiheit“ mit NPD-Mitgliedern und NPD-Veranstaltungen zu tun hatten bzw. haben.Corriere dell’Alto Adige vom 25. Oktober 2008, Seite 5

Bei der dritten Vollversammlung der Süd-Tiroler Freiheit 2009 nannte Sven Knoll die unkontrollierte Zuwanderung der ausländischen Bevölkerung in Südtirol eine Bedrohung für die Selbstbestimmung Südtirols, was Kritik von Seiten den Südtiroler Grünen hervorrief.Doppelte Fremdenfeindschaft: SF-Abg. Knoll stempelt Migranten zur 5. Kolonne Italiens ab Pressemeldung der Südtiroler Grünen am 23. November 2009

Eine von Sven Knoll mitverfasste und in den „Eckartschriften“ der Österreichischen Landsmannschaft im Jahr 2009 erschienene Publikation zu Andreas Hofer wurde vom Historiker Hannes Obermair aufgrund ihres „völkischen“ Sprachgebrauchs 2014 scharf kritisiert.

Schriften mit Andreas Raffeiner, Martin Sendor: Andreas Hofer. Sein Erbe – 200 Jahre später (= Eckartschriften, Heft 194). Österreichische Landsmannschaft, Wien 2009. ISBN 978-3-902350-30-5 (Online-Version) Die Kriegshetze der italienischen Presse 1914–1915. Effekt-Verlag, Neumarkt a. d. Etsch 2015.Wiederabdruck unter eigenem Namen des Werks von Josef Hirn: Die Kriegshetze der reichsitalienischen Presse, o. O. 1915 (Digitalisat auf tessmann.it).

Weblinks

Internetseite Süd-Tiroler Freiheit

Einzelnachweise

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