Vatra Dornei (Adam Freiherr von Budwinski: Erkenntnisse des k. k. Verwaltungsgerichtshofes, Wien, Universitäts-Buchhandlung, 1894. (Digitalisat)) ist ein Munizipium im Kreis Suceava im Nordosten Rumäniens.

Geographische Lage Vatra Dornei liegt an der Mündung der Dorna in die Bistrița, hier auch „Goldene Bistritz“ genannt, im nördlichen Teil der Ostkarpaten. An der Bahnstrecke Prundu Bârgăului–Vatra Dornei und der Europastraße 58 liegt die Kleinstadt etwa 120 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Suceava entfernt.

Geschichte Der Ort Vatra Dornei wurde erstmals zum Ende des 16. Jahrhunderts urkundlich erwähnt, abgerufen am 1. April 2016 (rumänisch). und gehörte zum Fürstentum Moldau. Von 1775 bis 1918 gehörte die Stadt als Teil der Bukowina zum Habsburgerreich und erlangte Stadtrechte im Jahre 1907.

Vatra Dornei ist ein Kur- und Wintersportort, der schon im 19. Jahrhundert als Kurbad bekannt war, der aber heute nicht mehr an den damaligen Glanz anknüpfen kann. Das Casino aus dieser Zeit war lange eine Ruine aber wurde in 2023 restauriert.Webdarstellung des Casinos Der Kurpark existiert noch. Es gibt drei Skilifte. In der Umgebung des fast vollständig von Bergen umgebenen Ortes finden Wanderer eine Reihe von reizvollen Wanderrouten.

Bevölkerung Bei der Volkszählung 2002 wurden auf dem Areal der Kleinstadt 16.321 Menschen registriert. 16.012 waren Rumänen, 109 Rumäniendeutsche (vermutlich Bukowinadeutsche), 95 Magyaren, 54 Roma, 22 Ukrainer, zehn Juden u. a.Volkszählung 2002 bei edrc.ro.

Sehenswürdigkeiten

Im Dorf Gheorghițeni, etwa fünf Kilometer östlich von Vatra Dornei entfernt, liegt das Kloster Acoperământul Maicii DomnuluiWebdarstellung des Klosters Acoperământul Maicii Domnului. am Fluss Bistrița. Die römisch-katholische Kirche Schimbarea la Față a lui Isus, 1905 errichtet.Angaben zur Schimbarea la Față a lui Isus bei biserici.org abgerufen am 1. April 2016 (rumänisch). Die rumänisch-orthodoxe Kirche Nașterea Maicii Domnului wurde 1905 von der deutschsprachigen Gemeinschaft der Stadt als eine evangelische Kirche errichtet. Nach der Auswanderung der Deutschen 1940 wurde die Kirche vom rumänischen Staat übernommen; den Auswanderern wurde eine Entschädigung angeboten.Angaben zur Nașterea Maicii Domnului bei biserici.org abgerufen am 1. April 2016 (rumänisch). Das Jagd- und NaturwissenschaftsmuseumAngaben zum Museum auf der Website der Stadt. Das Ethnographische MuseumAngaben zum Museum auf der Website der Stadt. Das alte Handelsviertel in der Luceafărul Straße (Nr. 1–13 und 4–14), etwa im 18. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Das Rathaus der Kleinstadt wurde 1897 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Das dem Zerfall geweihte Casino, 1898 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Die Stadtbibliothek, 1901 errichtet, steht unter Denkmalschutz.

Städtepartnerschaften Die Kleinstadt Vatra Dornei unterhält Partnerschaften mit:Angaben zu den Partnerschaften von Vatra Dornei, abgerufen am 21. Juli 2025 (rumänisch). Koziegłowy in Polen (2006) Florești in der Republik Moldau (2006) Jassinja in der Ukraine (2007)

Personen

Söhne und Töchter der Stadt Omeljan Popowytsch (1856–1930), ukrainischer Pädagoge, Publizist und Politiker Emil Sommer (1869–1947), Offizier Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg, Generalmajor Marius Ungureanu (* 1994), Biathlet Andrei Cornea (* 1999), Ruderer

Ehrenbürger Oktavian Regner von Bleyleben (1866–1945), österreichisch-ungarischer VerwaltungsjuristHof- und Staatshandbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie 1918, Seite 519. Anton Norst (1859–1939), österreichisch-ungarischer Beamter und Politiker

Weblinks

Vatra Dornei bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Bukowina