Tsukuba (jap. , -shi) ist eine Stadt in der Präfektur Ibaraki auf Honshū, der Hauptinsel von Japan. Tsukuba liegt rund 60 km nordöstlich von Tokio.

Übersicht Tsukuba wurde Ende der 1960er Jahre „auf der grünen Wiese“ erbaut, um den Ballungsraum Tokio zu entlasten. Verlegt oder neu gegründet wurden dabei öffentliche und private wissenschaftliche und technische Forschungsinstitute. Zunächst auf der Schnittstelle von vier Landkreisen errichtet, hatte Tsukuba eine komplizierte Verwaltungsstruktur. 1987 entstand dann durch Zusammenlegung die Stadt Tsukuba, die erste in Japan, die ihren Namen nicht in Kanji, sondern in Silbenschrift wiedergab.

Der Asteroid (7788) Tsukuba wurde nach der Stadt benannt.

Geografie In der Nähe befindet sich der bekannte Berg Tsukuba als Namensgeber.

Sehenswürdigkeiten Ōmi-dō

Verkehr Straße: Jōban-Autobahn nach Tokio oder Iwaki Nationalstraße 6 nach Chūō oder Sendai Nationalstraße 125 nach Katori oder Kumagaya Nationalstraße 354 nach Takasaki oder Hokota Nationalstraße 408 nach Narita oder Takanezawa Bahn: Tsukuba Express (TX) nach Akihabara (Tokio) Bus Direkte Linie zum Flughafen Tokio-Narita Direkte Linie zum Flughafen Haneda

Bildung miniatur|links|Tsukuba Rathaus Tsukuba besitzt drei Universitäten, die Universität Tsukuba, die Tsukuba-Gakuin-Universität und die medizinische Fakultät der Universitätsklinik Tsukuba, über 300 staatliche und private Forschungsinstitute, sowie eine Vielzahl von Unternehmen der Hightechindustrie. Im Jahre 1985 fand in Tsukuba vom 17. März bis zum 16. September die Internationale Ausstellung Tsukuba unter dem Motto „Wohnungen und Umfeld – Wissenschaft und Technik für den Menschen daheim“ statt. Ein Jahr später wurde das Tsukuba Expo Center als Wissenschaftsmuseum eröffnet, auch der Kagaku Bampaku Kinen Kōen (Expo-Erinnerungspark) erinnert noch heute an diese Weltausstellung.

Neben einer Reihe anderer Forschungseinrichtungen unterhält auch die JAXA im Tsukuba Space Center ein Forschungsinstitut mit mehreren Testlabors und technischen Einrichtungen für Fertigung und Entwicklung. Hier befindet sich auch das KEK, ein nationales Forschungszentrum für Hochenergiephysik. Vier Nobelpreisträger, für Physik des Jahres 1965, Shin’ichirō Tomonaga, für Chemie des Jahres 1973, Leo Esaki, für Physik des Jahres 2000, Hideki Shirakawa, und für Physik des Jahres 2008, Makoto Kobayashi, forschten in Tsukuba.

Städtepartnerschaften Cambridge, Massachusetts, USA Irvine, Kalifornien, USA Milpitas, Kalifornien, USA Shenzhen, Guangdong, VR China Bochum, Nordrhein-Westfalen, Deutschland (seit 2019)

Angrenzende Städte und Gemeinden Tsuchiura Ishioka Ushiku Ryugasaki Shimotsuma Sakuragawa Tsukubamirai Chikusei Jōsō

Persönlichkeiten Hiruyuki Masuyama (* 1968), Künstler Nozomu Kawai (* 1968 in Tokio), Ägyptologe Gorō Kawanami (* 1991), Fußballspieler Hirohito Shinohara (* 1993), Fußballspieler Masato Yuzawa (* 1993), Fußballspieler

Literatur S. Noma (Hrsg.): Tsukuba. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1632.

Weblinks

Offizielle Website (englisch) Offizielle Website (japanisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Präfektur Ibaraki

Kategorie:Namensgeber für einen Marskrater Kategorie:Stadt als Namensgeber für einen Asteroiden