Ballmannshof (fränkisch: Balmas-huhfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 44. Dort folgendermaßen transkribiert: „balməshūf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Ballmannshof liegt in der Gemarkung Wattenbach.
Geografie Der Weiler liegt auf einer Anhöhe direkt am Klosterwald, etwas südlich davon entspringt der Ballmannshofer Graben, der links in den Zandtbach mündet. Der Ort liegt etwas abseits der Kreisstraße AN 12, die zu den benachbarten Orten Lichtenau (1,7 km nordwestlich) und Wattenbach führt (0,9 km südöstlich).
Geschichte Laut dem Salbuch der Deutschordenskommende Nürnberg aus dem Jahr 1343 gehörten dem Stadtvogteiamt Eschenbach in Ballmannshof 1 Hof.Staatsarchiv Nürnberg, Reichsstadt Nürnberg, Salbuch 134 (= Gerhard Pfeifer (Bearb.): Die ältesten Urbare der Deutschordenskommende Nürnberg, Neustadt/Aisch 1981, S. 55–78). Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 531. Dies ist zugleich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. 1515 wurde der Ort „Palminshof“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Baldmann, der vermutlich der Gründer dieses Hofs war.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 44. Der Hof gehörte bis zum Ende des Alten Reiches (1806) zum Stadtvogteiamt Eschenbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 835.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ballmannshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sauernheim und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sauernheim zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Ballmannshof in die neu gebildete Ruralgemeinde Wattenbach umgemeindet. Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Lichtenau eingegliedert.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1013f.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 6 8 11 14 13 12 19 23 15 17 16HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 2 2 3 3 3 3Quelle M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1013.
Religion Ballmannshof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Georg (Immeldorf) gepfarrt, seit den 1870er Jahren ist die Pfarrei Lichtenau zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Lichtenau (Mittelfranken) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1343