Unter dem Begriff Ordinationen werden viele mathematische Verfahrensweisen zusammengefasst, die darauf zielen, bestimmte Daten grafisch in einem Koordinatensystem zu veranschaulichen.
Diese werden z. B. in der Ökologie bzw. Vegetationskunde verwendet, um verschiedene Vegetationsaufnahmen zu vergleichen und deren Unterschiede entlang eines oder mehrerer Gradienten zu verdeutlichen. Um die Daten anzuordnen, wird zunächst von einem n-dimensionalen Raum ausgegangen (die Anzahl der Dimensionen entspricht im Beispiel der Anzahl der gefundenen Pflanzenarten). Durch mathematische Verfahren wird eine sog. Dimensionsreduktion durchgeführt, so dass die Lage der Daten (Vegetationsaufnahmen) in einem zwei- oder dreidimensionalen Koordinatensystem dargestellt werden kann. Dabei sollen die Achsen des Koordinatensystems Gradienten darstellen (oder mehrere Gradienten zusammenfassen; hier z. B. Wasser- und Nährstoffgehalt des Bodens), die einen möglichst großen Teil der Varianz erklären. Die Umweltvariablen können dabei direkt analysiert werden oder indirekt aus den Vorkommen der Pflanzenarten geschlossen werden.
Beispiele für Ordinationsverfahren sind: CA – Correspondence Analysis, Korrespondenzanalyse CCA – Canonical Correspondence Analysis, Kanonische Korrespondenzanalyse DCA – Detrended Correspondence Analysis PCA – Principal Component Analysis, Hauptkomponentenanalyse MDS – Multidimensional scaling, Multidimensionale Skalierung nMDS – Nonmetric multidimensional scaling, Nichtmetrische multidimensionale Skalierung
Quellen Leyer, I. & K. Wesche (2007) Multivariate Statistik in der Ökologie: Eine Einführung. – Berlin (Springer) Palmer, M. Ordination Methods for Ecologists. Kategorie:Multivariate Statistik