Weickershof (fränkisch umgangssprachlich: Schnooga-huhfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 198. Dort folgendermaßen transkribiert: „schnōgəhūf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Weickershof liegt in der Gemarkung Lichtenau.
Geografie Die Einöde liegt inmitten eines Golfplatzes. Dort entspringt der Weikersbach, ein rechter Zufluss der Fränkischen Rezat. Nördlich des Ortes liegt der Grüttenberg (). Der Ort liegt etwas abseits der Kreisstraße AN 27, die nach Lichtenau (1,7 km nordöstlich) bzw. nach Oberrammersdorf führt (2 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1512 als „Schnockenhoff“ erstmals schriftlich erwähnt, 1515 als „zu dem Weyckershof“. Der Ortsname bedeutet Hof, bei dem es viele Stechmücken gibt bzw. zum Hof des Wighard. Der ursprüngliche Ortsname dürfte der letztgenannte sein, in der Mundart hat sich jedoch der Spottname durchgesetzt.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 198.
Im Salbuch des nürnbergischen Pflegamts Lichtenau von 1515 wurde für den Ort ein Dienstbauer mit 6 Tagewerk Wiesen verzeichnet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 744. In der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 zählte der Ort zur Hauptmannschaft Sachsen. Es gab eine Untertansfamilie.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 747. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Weickershof zwei Halbhöfe. Das Hochgericht und die Grundherrschaft übte das Pflegamt Lichtenau aus.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 924.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weickershof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lichtenau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Lichtenau zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963. 1818 stellte Boxbrunn einen Antrag, mit dem Weickershof und Stritthof eine eigene Gemeinde bilden zu können, der jedoch abgelehnt wurde.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.
Ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 2: zugehörig Scheune, Fachwerkobergeschoss, 1753
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 14 18 19 18 15 14 13 20 7 8 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 2 2 2 2 2 2 2 2Quelle
Religion Weickershof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt, seit dem 2. Juli 1809 ist die Pfarrei Dreieinigkeitskirche (Lichtenau) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Lichtenau (Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1512