Die Trubach ist ein ganzjährig wasserführendes Fließgewässer II. OrdnungWasserwirtschaftsamt Kronach in Oberfranken. Sie entspringt in der Nördlichen Frankenalb und mündet nach knapp 21 Kilometern bei Pretzfeld linksseitig in die Wiesent.

Name Das Gewässer wurde 1412 erstmals schriftlich erwähntDie Nürnberger Briefbücher III (1409-1412), bearb. von Simon Bürcky, Julian Krenz, Martin Mayr, Katharina Neumeier (Quellen und Forschungen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 46), Nürnberg 2024, S. 518, Nr. 1489, online unter Nürnberger Briefbücher online.. Als Ortsname tritt der Name als Truobaha schon im Jahr 1001 schriftlich in Erscheinung. Das Präfix Trub- kommt wohl vom althochdeutschen Adjektiv ‚truobi‘ und Trubach bedeutet mithin trübe Ache. Im frühen 19. Jahrhundert war für den Oberlauf die Bezeichnung „Stuhbach“ gebräuchlich. Erst unterhalb des Zuflusses des Großenoher Baches war sie auf einer Karte als „Trubach“ bezeichnet.

Wegen dieser Wortherkunft ist der Name feminin, nicht etwa „der Tru·bach“, wie manchmal irrtümlich vermutet.

Nach stärkeren Regenfällen werden aus den zahllosen kleinen Quellen helle Schwebstoffe in den Bachlauf eingebracht oder entsprechendes Sediment aus dem Grund aufgewirbelt, was eine rasche Trübung des ansonsten klaren Baches hervorruft.

Geographie Trubachquelle mini|links|Die Trubachquelle

Die Trubachquelle ist eine Karstquelle am südwestlichen Rand von Obertrubach und entspringt unterhalb der Felsen am Hexenstein und neben der Trubachtalstraße (St 2260). Sie ist in Beton gefasst und mit einem Holzgeländer versehen. Früher entsprang die Trubach in einer der Karstgrotten, diese Quelle versiegte aber im Laufe der Jahre.

Flusslauf Die Trubach verläuft in anfangs westlicher, dann vorwiegend nordwestlicher Richtung durch das Trubachtal. Bei Pretzfeld mündet sie in die Wiesent.

Zuflüsse Die Trubach hat folgende Zuflüsse: Großenoher Bach (links) Hohenschwärzer Graben (links) Arlesbrunnen (links) Affterbach (rechts) Bach aus dem Adlergraben (rechts) Äpfelbach (rechts) Bach aus der Wolfsschlucht (rechts) Bach aus dem Hüllergraben (links) Bach aus dem Hofental (rechts) Thosbach (rechts) Weißenbachgraben (rechts) Hetzelsdorfer Bach (links) Abgang des Mühlbachs (nach rechts); mündet vor der Trubach in die Wiesent

Flusssystem Wiesent Fließgewässer im Flusssystem Wiesent

Orte und Sehenswürdigkeiten Zum Trubachtal gehören unter anderem die Orte Pretzfeld (Pretzfelder Schloss), Hetzelsdorf, Urspringtal, Wolkenstein, Oberzaunsbach, Unterzaunsbach, Hundshaupten (Wildgehege und Schloss), Wichsenstein (587 m hoher Aussichtspunkt), Bieberbach, Egloffstein (Burg Egloffstein), Affalterthal, Thuisbrunn (Thuisbrunner Burg), das sehr pittoresk gelegene Wolfsberg (Felsen mit Burgruine), Obertrubach.

Geologie Der größte Teil des Einzugsgebietes liegt im Weißjura der Frankenalb. Unterhalb von Untertrubach liegen Flusslauf und Talgrund im Braunjura. Am Rande des oberen Einzugsgebietes liegen auf der Weißjuradecke einzelne Inseln von Oberkreide.

Mühlen An der Trubach gibt es viele Mühlen, beispielsweise die Hackermühle und die Ziegelmühle.

Freizeit und Erholung Wandern Ein etwa 19 Kilometer langer Wanderweg bietet neben dem Ausblick auf das Trubachtal auch viele Sehenswürdigkeiten. Kanu- und Kajakfahren sind ganzjährig verboten.Kajak Channel

Angeln Geangelt wird vor allem auf Salmoniden. Die Fischereirechte sind größtenteils in Privatbesitz.Fliegenfischen, Grund- und Spinnfischen Auf einem 1,2 km langen Abschnitt der Trubach im Bereich der Ortschaft Schweintal werden Tageskarten für Angelscheininhaber angeboten.

Klettern Das Trubachtal ist eines der größeren Klettergebiete des Nördlichen Frankenjura mit dem Richard-Wagner-Fels, dem Hartelstein, dem Eldorado, dem Fürther Turm und dem Zehnerstein.

Einzelnachweise BayernAtlas („BA“) Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Trubach Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe abgefragt auf dem Hintergrundlayer Amtliche Karte (Rechtsklick). Sonstige: Geologie nach dem Layer Geologischen Karte 1:500.000. Beschriftung als Stuhbach nach Umschaltung auf Historische Karte. Namen der Zuflüsse nach Beschriftungen auf dem Hintergrundlayer.

Gewässerverzeichnis Bayern („GV“) Länge: Länge und Einzugsgebiet nach:

Andere

Literatur

Topographische Karte ATK 25 von Bayern, im Einzelblattschnitt die Blätter Nr. E 10 Ebermannstadt und Nr. F 10 Eckental

Weblinks

Verlauf der Trubach auf: Luftbild des Trubachtals von Nürnberg Luftbild Pegel bei Bärenthal, HND Bayern

Kategorie:Gewässer im Landkreis Forchheim Kategorie:Gewässer in der Fränkischen Schweiz