Walpersdorf ist ein ostsüdöstlicher Stadtteil von Netphen im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen. Er hat 9,2 km² Fläche und 406 Einwohner (29. April 2023).
Geographie Lage mini|Die Siegquelle bei Walpersdorf
Walpersdorf liegt im Siegerland im Südteil des Rothaargebirges, rund 7 km ostsüdöstlich der Netphener Kernstadt. Es ist die erste Ortschaft am quellnahen Oberlauf der Sieg, in die im Dorf der Michelbach und Sindernbach (gespeist vom Butzbach) und in der Umgebung der Ahornbach, Kütschenlangenbach und Langenbach münden. In jeweils etwa 3 km Entfernung entspringen neben der Siegquelle auch die Lahnquelle und Eder; vorbei an diesen Quellen führt der Rothaarsteig. Das Dorf liegt zwischen 380 und . Berge in der Umgebung sind unter anderem die Hohe Hardt () im Westen, die Nordhelle () im Süden, und der Grauhain (ca. ) im Südosten.
Nachbarorte Nachbarorte von Walpersdorf sind Benfe im Nordnordosten, Großenbach im Nordosten, Lahnhof im Südosten, Werthenbach im Süden, Nenkersdorf im Südwesten, Beienbach im Westen und Afholderbach im Nordwesten.
Geschichte 1344 wurde Walpersdorf erstmals urkundlich erwähnt. Am 10. April 1960 war nahe Walpersdorf der Fund jungsteinzeitlicher Arbeitsgeräte zu verzeichnen.Zurückgeblättert... In: Siegener Zeitung vom 30. April 2011. Am 8. Juli 1823 wurde ein Schul- und Kapellengebäude eingeweiht.Zurückgeblättert... In: Siegener Zeitung vom 30. Juli 2011, S. 43.
Bis Ende 1968 gehörte der Ort dem Amt Netphen an und wurde bei der zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1969 ein Ortsteil der neuen Großgemeinde Netphen, seit 2000 ein Stadtteil.
Am 19. Februar 2002 brannte die Walpersdorfer St. Sebastian-Kirche nach einem Blitzschlag aus.
Wappen
Einwohnerzahlen Einwohnerzahlen des Ortes:Otto Schaefer: Der Kreis Siegen. Siegen 1968. Jahr Einwohner 1818 321 1885Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Verlag des Königlich Statistischen Bureaus, Berlin 1887, , S. 112/113. 332 1895Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Verlag des Königlich Statistischen Bureaus, Berlin 1897, S. 114/115. 351 1905 307 1910 326 1925genealogy.net: Amt Netphen 339 1933 360 Jahr Einwohner 1939 335 1950 376 1961 424 1967 452 1994Bernhard Oltersdorf: (PDF; 9 MB), ca. 1995 485 2005 442 2009 426 Jahr Einwohner 2012 409 2013 393 2014 415 2013 393 2014 415 2015 408 2018 410 Jahr Einwohner 2021 390 2022 399
Sehenswürdigkeiten mini|Kohlenmeiler bei Walpersdorf
Die Holzkohlenmeiler bei Walpersdorf zählen neben jenen in Grissenbach und Fellinghausen zu den letzten Kohlenmeilern im Siegerland. In ihnen wird die regional bekannte „Walpersdorfer Holzkohle“ in alter Tradition hergestellt. Verkohlt wird Eichen-, Birken- und Buchenholz. Aus 4 t Holz wird etwa 1 t Holzkohle hergestellt.
Außerdem sehenswert ist das Naturschutzgebiet „Märzbecherwiese“.
Verkehr Walpersdorf liegt an der Landesstraße 719 (Nenkersdorf–Volkholz). Mit der Bundesautobahn 45 ist es über die Anschlüsse Wilnsdorf oder Siegen über die Hüttentalstraße (HTS) verbunden. Der Busverkehr wird von der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) betrieben.
Soziale Einrichtungen Soziale Einrichtungen sind der Kindergarten, der Bolzplatz, ein großer Kinderspielplatz, die Katholische Pfarrkirche Sankt Sebastian und der Friedhof, den sich der Ort mit Nenkersdorf teilt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtteil von Netphen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Siegen-Wittgenstein) Kategorie:Ersterwähnung 1344 Kategorie:Gemeindeauflösung 1969