Der FC Wacker Innsbruck ist ein österreichischer Fußballverein aus der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Die Männermannschaft spielt seit der Saison 2026/27 in der 2. Liga (Österreich), Österreichs zweithöchster Spielklasse, und das Team der Frauen in der 2. Frauenliga, der zweithöchsten Liga im österreichischen Frauenfußball. Die Vereinsfarben des Klubs sind Schwarz-Grün, gespielt wird im Innsbrucker Tivolistadion.
Der Klub geht auf den 2002 gegründeten FC Wacker Tirol zurück, der 2007 als Reminiszenz an den fünffachen österreichischen Meister Fußballclub Wacker Innsbruck wieder den Traditionsnamen Wacker Innsbruck angenommen hat und die entsprechenden damit verbundenen Traditionen pflegt.
Hintergründe 75px|mini|Wappen bis 30. Juni 2007 75px|mini|Wappen zwischen Juli 2007 und Juni 2014 75px|mini|Wappen des alten FC Wacker Der FC Wacker Tirol sah sich bei seiner Gründung am 21. Juni 2002 als eine Art inoffizieller Nachfolger des FC Tirol, der zuvor in Konkurs gegangen war und sich daraufhin auflöste. Aus diesem Grunde führt der FC Wacker Tirol auch einen Stern im Wappen, als Zeichen für die zehn Meistertitel, die der FC Tirol für sich beanspruchen konnte (siehe erstes Bild). Da die Fans den Namen FC Wacker Tirol aber strikt ablehnten, sich als rein Innsbrucker Verein sahen und das Image des in Konkurs geschlitterten Vorgängervereins ablegen wollten, besann man sich wieder traditioneller Werte und beschloss, zum traditionsreichen Namen FC Wacker Innsbruck zurückzukehren. Rechtliche Verbindungen zu dem Vorgängerverein bestehen keine. Am 23. Februar 2007 wurde die Umbenennung in FC Wacker Innsbruck in der Generalversammlung mehrheitlich beschlossen, die am 1. Juli 2007 durchgeführt wurde. Eine Fusion des Wacker-Tirol-Wappens mit dem ehemaligen Wappen des FC Wacker Innsbruck (siehe drittes Bild) stellte das neue Emblem des Vereins dar (zweites Bild). Dieses Wappen war insbesondere innerhalb der Fanclubs umstritten; sie verwendeten mehrheitlich das Ursprungswappen und setzen sich dafür ein, es als Vereinswappen einzuführen. Nachdem der FC Wacker Innsbruck im Jahr 2013 das 100-jährige Bestehen gefeiert hatte, beschlossen die Vereinsmitglieder 2014, symbolisch zum Ursprung zurückzukehren.
Faninitiative: Fußballclub Wacker Innsbruck Nach der Insolvenz des FC Tirol Innsbruck formierte sich 2002 eine Gruppe Innsbrucker Fußballanhänger, um dem FC Wacker Innsbruck neues Leben einzuhauchen. Unter dem Namen Fußballclub Wacker Innsbruck – Abkürzung: FC Wacker Innsbruck wurde ein Verein in das Vereinsregister eingetragen. Eine Umbenennung des FC Wacker Tirol war das Hauptinteresse der Vereinsmitglieder. Nach der erfolgten Einigung beider Vereine löste sich der Fußballclub Wacker Innsbruck – Abkürzung: FC Wacker Innsbruck mit Wirkung vom 11. Mai 2007 freiwillig auf. Die Vereinsmitglieder hatten mit der Umbenennung per 1. Juli 2007 ihr Ziel erreicht. In einem Kooperationsvertrag zwischen den beiden Vertragspartner wurde unter anderem die Überlassung der Wortbildmarke „FC Wacker Innsbruck“, der Fanbetrieb sowie die wechselseitige Unterstützung zwischen Verein und Faninitiative geregelt. Darüber hinaus stellt der Bundesligist FC Wacker Innsbruck der Faninitiative einen zweckgebundenen Betrag für Fanarbeit und die Weiterentwicklung der Fußballsubkultur in Innsbruck zur Verfügung. Der finanziell schwer angeschlagene Verein – Obmann Gerhard Stocker musste zur Lizenzerteilung (mit Auflagen in zweiter Instanz) für die Saison 2007/08 für Euro 800.000 haften – hatte damit nicht nur die Kosten für die Änderung der CI zu tragen, auch an die Faninitiative war eine Zahlung zu leisten. (PDF-Datei; 32 kB)
Der Mythos 1913 Der ehemalige FC Wacker Innsbruck geht auf eine Gründung im Jänner 1915 zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg scheint jedoch 1913 als Gründungsjahr auf. Zum Ursprung dieser Jahreszahl gibt es mehrere unbelegte Theorien. Für die Tiroler Fußball-Fans ist das Jahr 1913 trotzdem fix mit dem Namen FC Wacker Innsbruck verbunden. Deswegen führte der neue FC Wacker Innsbruck bis Juni 2014 auch die Zahl 1913 im Wappen, obwohl er im Jahr 2002 gegründet wurde.
Geschichte Geschichte des Vereins 2002–2008SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Regionalliga West 2002/03 1. (16) 30 26 2 2 101:17 80 Erste Liga 2003/04 1. (10) 36 22 6 8 65:44 72 Bundesliga 2004/05 6. (10) 36 11 11 14 48:48 44 2005/06 9. (10) 36 10 12 14 44:55 42 2006/07 9. (10) 36 8 10 18 40:64 34 2007/08 10. (10) 36 6 11 19 32:63 29 Legende Aufstieg Abstieg FC Wacker Tirol wurde am 21. Juni 2002 unter dem Obmann Michael Bielowski mit den Vereinsfarben schwarz-grün gegründet und wird als reiner Mitgliederverein geführt. Kurz nach Gründung des Vereins wurde mit der WSG Wattens die Spielgemeinschaft SpG WSG Wattens-FC Wacker Tirol eingegangen, um nicht in der letzten Spielklasse in den Spielbetrieb einsteigen zu müssen, praktisch war die Mannschaft der Spielgemeinschaft jedoch die von Wattens.
Die Spielgemeinschaft spielte in der Saison 2002/03 in der Regionalliga West unter Trainer Michael Streiter und wurde dort auf Anhieb Meister, danach wurde sie wieder aufgelöst. Wacker stieg mit der ehemaligen Wattens-Mannschaft unter dem neuen Trainer Helmut Kraft in die zweitklassige Erste Liga auf, die WSG spielte nunmehr mit ihrer Amateurmannschaft in der viertklassigen Tiroler Landesliga. Der FC Wacker erreichte auf Anhieb in der Saison 2003/04 den Meistertitel und damit den Aufstieg in die Bundesliga. In der Zwischenzeit, im März 2003 wurde Gerhard Stocker zum neuen Obmann gewählt.
Nur zwei Jahre nach dem Untergang des FC Tirol hatte das Bundesland Tirol damit in der Saison 2004/05 wieder einen Bundesligisten. Im ersten Jahr in der höchsten österreichischen Spielklasse konnten die Innsbrucker den 6. Platz erreichen, landeten jedoch im folgenden Jahr nur auf dem vorletzten Platz. In der Saison 2006/07 wurde der Klassenerhalt nur dank eines Punktabzuges für den GAK geschafft, sportlich landete die Mannschaft am letzten Platz. In dieser Zeit wurden die Trainer ausgewechselt: Nachdem Helmut Kraft im November 2004 den Verein verlassen hatte, folgte ihm Stanislaw Tschertschessow, František Straka, Klaus Vogler bis Lars Søndergaard im Juni 2007 zum Trainer bestellt wurde.
Aus sportlicher Sicht verlief die Saison 2007/08 negativ, sodass man nach 15 Spieltagen ohne Sieg abgeschlagen am Tabellenende lag. Aufgrund der anhaltenden sportlichen Erfolglosigkeit wurde am 22. Oktober 2007 die Trennung von Trainer Lars Söndergaard bekannt gegeben, und Helmut Kraft als neuer Sportdirektor vorgestellt. Im Anschluss stieg der Verein nach der Rückrunde in die Zweitklassigkeit ab.
Am 24. April 2008 gab Obmann Gerhard Stocker seinen Rücktritt und den sofortigen Rückzug aus dem Vorstand bekannt, am 28. April 2008 einigten sich der verbliebene Vorstand und Helmut Kraft über eine Vertragsauflösung zum 30. April 2008. Er wurde in der Folge durch den ehemaligen FC-Tirol-Spieler Walter Kogler ersetzt, welcher in der Folgesaison bevorzugt auf junge Akteure aus dem eigenen Nachwuchs setzen sollte.
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga am Ende der Saison 2007/08 „verlor“ Wacker Innsbruck praktisch die komplette Bundesligamannschaft. Der Kader für die zweitklassige Erste Liga wurde vorwiegend mit jungen Spielern aus Tirol ergänzt.
Spielerkader Tor Verteidigung Mittelfeld Angriff2002/03: Pascal Grünwald 2002/03: Walter De Vora (Trainer) 2003–2007: Harald Planer 2003–2004: Helmut Bischofer 2004–2008: Željko Pavlović 2005–2007: Fabian Schumacher2002–2003: Christoph Paris 2002–2005: Harald Schroll 2002–2004: Herbert Ramsbacher 2002–2005: Robert Wazinger 2002–2006: Hannes Eder 2002–2005: Andreas Schrott 2002–2008: Dennis Mimm 2004–2007: Andreas Hölzl 2005–2008: Ferdinand Feldhofer 2007–2008: Sandro Samwald 2005–2008: Torsten Knabel 2007: Guillermo Imhoff 2007: Dario Đaković 2007: Amer Durmic 2007/08: Michael Madl 2008: Alfred Arthur2002–2003: Matthias Riedl 2002/03: Stefan Rapp 2003–2008: Theo Grüner 2002–2005: Alfred Hörtnagl 2002–2005, 2006–2008: Florian Mader 2002–2008: Bernd Windisch 2003–2005: Markus Seelaus 2005–2008: Martin Dollinger 2005–2008: Matthias Hattenberger 2006–2008: Václav Koloušek 2007: Benjamin Pranter 2007: Thomas Eder 2008: Mattias Lindström2002–2013: Marcel Schreter 2002/03: Christoph Westerthaler 2002–2003: Christian Kellner 2002/03: Damir Djulic 2002–2003: Marcus Hanikel 2002–2006: Hannes Aigner 2002–2005: Samuel Koejoe 2007–2013: Julius Perstaller 2006/07: Jiří Mašek 2007/08: Péter Orosz 2008: Emmanuel Clottey 2008: Besian Idrizaj Quelle: transfermarkt.at
2008–2010: Erste Liga 2008–2010SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Erste Liga 2008/09 2. (10) 33 18 8 7 65:44 62 2009/10 1. (10) 33 21 6 6 67:26 69 Legende Aufstieg in die Bundesliga In der Saison 2008/09 wurde die Profimannschaft des Vereins hinter dem SC Magna Wiener Neustadt Vizemeister der zweithöchsten Ersten Liga. Ein richtungsweisendes Spiel war die Heimpartie gegen den späteren Aufsteiger SC Magna Wiener Neustadt die am 11. April 2009 vor rund 9.000 Zuschauern am Innsbrucker Tivoli stattfand. Das Auswärtsspiel hatten die Innsbrucker mit 3:0 für sich entscheiden können. Bei einem Sieg im Heimspiel hätte man den Rückstand auf Tabellenführer Wiener Neustadt verkürzen können, allerdings ging das Spiel mit 1:3 verloren. In den letzten Runden konnte der FC Wacker Innsbruck nur noch den 2. Platz festigen und Wiener Neustadt stieg in die Bundesliga auf. Nachdem Gerhard Stocker vom Amt des Obmannes zurückgezogen hatte, übernahm im April 2009 Johannes Masoner dieses für sechs Monate, im Dezember 2009 folgte Kaspar Plattner.
links|mini|hochkant=1|Die Innsbrucker Fans bejubeln den Meistertitel in der Ersten Liga und den Wiederaufstieg in die Bundesliga.
Nach einer hart umkämpften Saison 2009/10 fixierte die Profimannschaft des FC Wacker Innsbruck am letzten Spieltag am 28. Mai 2010 mit einem 2:0-Sieg über die Red Bull Juniors den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Das Spiel musste wegen der Verlegung eines Naturrasens in der Red Bull Arena in Wals-Siezenheim ins Paschinger Waldstadion nach Oberösterreich umdisponiert werden. Rund 5000 Innsbrucker begleiteten ihre Mannschaft nach Pasching. Nach dem Abstieg zur Saison 2007/08 und zwei Jahren in der österreichischen Zweitklassigkeit, schaffte das von Walter Kogler trainierte Team im Jahr 2010 den Wiederaufstieg in die Bundesliga.
Spielerkader Tor Verteidigung Mittelfeld Angriff2007–2011: Pascal Grünwald 2008–2011: Harald Planer 2008–2011: Fabian Schumacher2007–2010: Andreas Schrott 2008/09: Thomas Schrammel 2008/09: Sebastian Siller-Gager 2008–2010: Mario Sara 2008–2010: Ulrich Winkler 2008–2012: Dario Đaković 2008–2010: Fabian Koch 2008–2012: Bülent Kaan Bilgen 2009: Semsudin Mehic 2009–2015: Marco Kofler2007–2008: Markus Seelaus 2008: Markus Anfang 2008/09: Niklas Lercher 2008/09: Manuel Schmid 2008–2010: Markus Obernosterer 2009–2011: Benjamin Pranter 2008–2014: Thomas Löffler2002–2013: Marcel Schreter 2007–2013: Julius Perstaller 2008/09: Samuel Koejoe 2008–2010: Fabiano 2008–2010: Markus Unterrainer 2008–2010: Mathias Gstrein 2009–2010: Mossoró Quelle: transfermarkt.at
2010–2014: Bundesliga 2010–2014SaisonPlatz (Teiln.)SpSUNTorePkt. Bundesliga 2010/11 6. (10) 36 13 11 12 43:42 50 2011/12 7. (10) 36 10 15 11 36:45 45 2012/13 8. (10) 36 11 3 22 41:75 36 2013/14 10. (10) 36 5 14 17 42:70 29 Legende Abstieg in die Erste Liga Dort begeisterte man den Anhang mit einem 4:0-Sieg in der ersten Runde gegen Rapid Wien und konnte sich mit Platz 6 im gesicherten Mittelfeld etablieren. In der Saison 2011/12 spielte man lange Zeit sogar um die Europacupplätze mit, um dann schließlich auf Platz sieben zu landen.
Nach einem katastrophalen Start in die Saison 2012/13 (zehn Niederlagen in elf Spielen) wurde Walter Kogler am 10. Oktober 2012 vom Verein entlassen.