Die Wetter ist ein knapp 69 km langer rechter Zufluss der Nidda in Hessen; sie gibt der Landschaft Wetterau ihren Namen. Der Fluss liegt teilweise im Landschaftsschutzgebiet Auenverbund Wetterau.

Name links|100px Der Name Wetter geht auf das indogermanische Wort „u̯edhor“/„u̯edr-“ zurück, das Wasser bedeutet.Keltische Orte und Flüsse: Der Name Wetter Der Fluss wurde 772 als „Wetteraha“ erstmals schriftlich erwähnt.Der Fluss und die Wüstung Wetter Weitere Namensformen sind „Weteraha“, „Wettera“, „Wetera“ und „Weter“.Virtuelles Klosterarchiv Lorsch Da das „tt“ der Althochdeutschen Lautverschiebung zuzuschreiben ist, kann von einem älteren „Wedara“ mit einem in Bezug auf die Germanische Lautverschiebung ursprünglichen, unverschobenen „d“ ausgegangen werden.Schröder 1938, S. 134 ff.:Die Herkunft des Germanischen im Spiegel der Orts- und Gewässernamen Der Flussname ging auf das Dorf Wetterfeld, die Wüstung Wetter, die Landschaft Wetterau und den Wetteraukreis über.

Geographie Verlauf Die Wetter entspringt auf einer Höhe von etwa am Rande des Vogelsberges zwischen Laubach und Schotten an der Wüstung Sorgenlos, fließt durch Lich im Landkreis Gießen und mündet auf einer Höhe von ungefähr bei Niddatal-Assenheim im Wetteraukreis von rechts in die Nidda.

Der 68,8 Kilometer lange Lauf der Wetter endet circa 280 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 4,1 ‰.

Einzugsgebiet mini|links|Einzugsgebiete der Wetter (grün) und der Horloff (orange) Das 516,989 km² große Einzugsgebiet der Wetter wird durch sie über die Nidda, den Main und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es umfasst Teile der Westflanke des Vogelsbergs, der Wetterau und des nördlichen Taunus. Höchste Erhebung des Einzugsgebiets ist der 573 m hohe Langhals im Taunus nahe der Usaquelle. Im Westen und Norden grenzt das Einzugsgebiet der Wetter an das der Lahn.

Zuflüsse Direkte und indirekte Zuflüsse

Zu den direkten Zuflüssen der Wetter gehören (flussabwärts betrachtet, Kilometerangaben von Mündung zur Quelle):

Flusssystem Nidda Fließgewässer im Flusssystem Nidda

Daten und Charakter Die Wetter, deren Einzugsgebiet ca. 517 km² umfasst, ist Namensgeber sowohl für die Landschaft Wetterau als auch für den Landkreis Wetteraukreis. Zu ihren Zuflüssen gehört die Usa.

Wie die meisten Flüsse in der Wetterau wurde sie in früher Zeit begradigt und tiefergelegt, um die Gefahr durch Hochwasser zu bekämpfen, was sich heute als gegenteilig wirkend erwiesen hat.

Bedingt durch viele Kläranlagen weist die Wetter auch im Sommer einen – im Vergleich zu anderen Gewässern gleicher Größe – relativ konstanten Wasserstand auf. Die Gewässergüte pendelt daher auch nur zwischen den Stufen II und III.

Unterhalt Für die Unterhaltung der Wetter zwischen der Gemarkungsgrenze Münster/Ober-Bessingen und der Mündung des Flusses in die Nidda ist der Wasserverband NiddaEigenschreibweise: „Wasserverband NIDDA“ mit Sitz in Friedberg (Hessen) zuständig. Der Verband betreibt auch das große Hochwasserrückhaltebecken oberhalb der Stadt Lich.

Fischbestände Bachforelle Hecht verschiedene Weißfische

Mühlen Laubach Wetterfeld Strauches MühleStrauches Mühle auf der Karte des Königreichs Preußen (1877) auch Streuches MühleKDR um 1900 (Südlich von Wetterfeld) Hessenbrücker HammerIm Herzen der Natur – mit langer Geschichte, HessenbrückenhammerHessenbrückenhammer, auf Basemap (1708/09: Errichtung eines Hammerwerks für den Hochofenbetrieb) Münster Hessenbrücker MühleHessenbrückenmühleHessenbrücker Mühle, auf der Topografischen Karte Laubach, 1954 (Mühlengehöft am rechts Ufer der Wetter. Errichtung im späten 17. Jahrhundert) Steines MühleSteines Mühle, auf der Topografischen Karte Laubach, 1954 (Mühlengehöft rechts der Wetter an der Einmündung des Äscherbaches) Lich Ober-Bessingen PapiermühlePapier Mühle, auf Karte Großherzogtum Hessen-Darmstadt 1:50.000 (1832–1850) Nieder-Bessingen

MühlsachsenMühlsachsen, auf der Topografischen Karte Laubach, 1954 (Südlich der Wetter. 1347 erhält Nikolaus Müller von Philipp d. Ä. von Falkenstein die Mühle zu Mühlsachsen als Lehen. Ehemalige Mühle, Mühlengebäude mit mittelalterlichem Untergeschoss) PeinmühlePeinmühle, auf der Topografischen Karte Laubach, 1954Peinmühle, MühlendatenbankÜber 400 Jahre Peinmühle, Peinmühle GbR oder RanzenmühleRanzenmühle, auf Karte Großherzogtum Hessen-Darmstadt 1:50.000 (1832–1850) (Mühlengehöft südwestlich von Nieder-Bessingen am rechten Ufer der Wetter. Getreidemühle erstmals erwähnt im Jahr 1617) Lich

ObermühleObermühle, auf Karte Großherzogtum Hessen-Darmstadt 1:50.000 (1832–1850) (seit dem Mittelalter bestehende, am Bogen der Wetter gelegene Mühle. Der heutige Hauptbau entstand 1768) UntermühleUntermühle, auf Karte Großherzogtum Hessen-Darmstadt 1:50.000 (1832–1850) oder DippermühleDippermühle, auf Basemap (seit dem Mittelalter, etwas jünger als die Obermühle. Der heutige Bau entstand 1719) LohmühleLoh Mühle, auf Karte Großherzogtum Hessen-Darmstadt 1:50.000 (1832–1850) (südwestlich von Lich) Kloster Arnsburg Klostermühle ArnsburgKlostermühle Arnsburg, MühlendatenbankAlte Klostermühle, OSM (Östlich parallel zum Mühlbach liegende ehemalige Klostermühle. 1549 ist die Mahlmühle unterhalb der Hl. Kreuzkirche an der Wetter vom Kloster Arnsburg dem Georg Helfrich verliehen)

BergermühleBergermühle, in der Deutsche digitalen BibliothekBerger Mühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938Bergermühle, Mühlendatenbank (Mühlengehöft südwestlich Arnsburg rechts der Wetter ´mit unterschlächtiges Wasserrad. Im Dreißigjährigen Krieg zerstört, ab 1649 wieder aufgebaut und im Laufe des 18. Jahrhunderts mehrfach verändert) Muschenheim NeumühleNeumühlek, in der Deutsche digitalen BibliothekNeu Mühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938 (Mühlengehöft am rechts Ufer der Wetter südlich von Muschenheim) Münzenberg Trais

Traiser MühleMühle, in der Deutsche digitalen BibliothekMühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938Traiser Mühle, Mühlendatenbank (im Nordosten von Trais auf einer Insel zwischen Wetter und Graben) Münzenberg KettermühleKettermühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1954 (An der Wetter nordöstlich von Münzenberg) JunkersmühleJunkersmühle, in der Deutsche digitalen BibliothekJunkern Mühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938Junkermühle, Mühlendatenbank (Am linken Ufer der Wetter nördlich des Münzenberger Stadtkerns gelegen) Ober-Hörgern Wetter-MühlenWetter-Mühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938Wettermühle, Mühlendatenbank (Mit unterschlächtigen Wasserrad) Gambach

Gambacher MühleGambacher Mühle, in der Deutsche digitalen BibliothekGambacher Mühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938Gambacher Mühle, Mühlendatenbank oder Bachmühle (Südlich des Gambacher Ortskerns im Wettertal gelegen. Die Mühle wird seit dem 14. Jahrhundert überliefert.) WaschmühleWaschmühle, in der Deutsche digitalen BibliothekWaschmühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938Waschmühle, Mühlendatenbank oder auch Kreuz Mühle und Berger MühleKreuz Mühle Berger Mühle Waschmühle, auf Karte Großherzogtum Hessen-Darmstadt 1:50.000 (1832–1850) (An der Wetter südwestlich von Gambach gelegen. Das erhaltene Mühlengehöft stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert.) Butzbach Griedel

Riedmühle später Kunstmühle Louis ChristKunstmühle Louis Christ, ehemals Riedmühle, in der Deutsche digitalen BibliothekRiedmühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938Kunstmühle Griedel / Riedmühle, Mühlendatenbank (Kunstmühle: Neubau von 1879) HerrenmühleHerrenmühle, Mühlendatenbank (Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1561. Früher Walk- und Ölmühle dann Getreidemühle.) RainmühleRainmühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938 (Zwischen Griedel und Rockenberg an der Wetter) Rockenberg Rockenberg Namenlose MühleNamenlose Mühle auf der Karte von dem Großherzogthume Hessen, 1 : 50000 · Darmstadt 1823–1850 Oppershofen

NonnenmühleNonnenmühle, in der Deutsche digitalen BibliothekNonnenmühle auf der Topografischen Karte Butzbach, 1938Nonnenmühle, Mühlendatenbank Bad Nauheim Steinfurth GutmühleGutmühle auf der Topografischen Karte Friedberg, 1937 (Südlich von Steinfurth) Wisselsheim 2 unbenannte MühlenWisselheim; Bad Nauheim, Gesamtanlage, in der Deutsche digitalen BibliothekNamenlose Mühle auf der Topografischen Karte Friedberg, 19372 unbenannte Mühlen, auf der Schmittsche Karte von Südwestdeutschland (Ein Guthof fungierte zugleich als Mühle, deren Lage inselartig war, im Westen von der Wetter begrenzt, im Osten von dem inzwischen verfüllten Mühlgraben.) Rödgen HolzmühleHolzmühle auf der Topografischen Karte Friedberg, 1937 (Am nördlichen Ortsausgang von Rödgen an einem Mühlgraben links der Wetter gelegen. Kurz nach 1900 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt) Rödger MühleRödger Mühle auf der Topografischen Karte Friedberg, 1937 (Südlich von Rödgen an einem Mühlgraben der Wetter gelegen. Nach 1900 in eine chemische Fabrik geändert)Rödgen, Die Bad Nauheimer Stadtteile Schwalheim

Schwalheimer RadSchwalheimer Pumpwerk, in der Deutsche digitalen BibliothekSchwalheimer Rad, Stadt Bad NauheimSchwalheimer Rad, MühlendatenbankTrieb Rad auf der Topografischen Karte Friedberg, 1937 (Am Nordwestrand von Schwalheim. Erbaut in den Jahren 1745–1748) HerrnmühleHerrn Mühle, auf der Topografischen Karte Friedberg, 1954 SteinmühleGeschichte satt in der Steinmühle, von Bernd Klühs, Wetterauer Zeitung, 17.02.2017, 1 (An der Abzweigung der Schwalheim verlassenden Straße An der Hohl 1 bei der Mühlgrabenwiese).Mühlgrabenwiese auf der Liegenschaftskarte Hessen Um 1490 erstanden WinkelmühleWinkelmühle, auf Karte des Kurfürstentum Hessen-Kassel 1:25.000 (1840–1861) oder Born MühleBorn Mühle, auf Karte des Großherzogtums Hessen-Darmstadt 1:50.000 (1832–1850) (Südwestlich von Schwalheim am nördlichen Ufer der Wetter gelegen) Friedberg Dorheim Namenlose MühleNamenlose Mühle, auf der Topografischen Karte Friedberg, 1954 Bruchenbrücken2 Mahl- und 1 Ölmühle

Görbelheimer MühleGörbelheimer Mühle, in der Deutsche digitalen BibliothekGörbelheimer Mühle, KulturRegion FrankfurtRheinMain Ehem. MühleEhem. Mühle, in der Deutsche digitalen BibliothekEhem. Mühle auf der Topografischen Karte Friedberg, 1954 (Mühlenareal in der nordöstliche Ecke des mittelalterlichen Ortskerns von Bruchenbrücken. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts überliefert.) Ossenheim Schudt’sche Mühle oder Ossenheimer MühleNamenlose Mühle, auf der Topografischen Karte Friedberg, 1937Ossenheimer Mühle, KulturRegion FrankfurtRheinMain (Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet.) Niddatal Assenheim HainaumühleEine Mühle mit Geschichte(n), von Kim Luisa Engel, Wetterauer-Zeitung, 7. September 2023Hainaumühle auf der Karte des Großherzogtum Hessen-Darmstadt 1:50.000 (1832–1850) (Westlich von Assenheim. Beginn 1448. 1885 abgebrannt)

Einzelnachweise

Weblinks

Wetterniederung bei Lich Natura 2000 Hessen

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