mini|Ostasieninstitut, Ludwigshafen am Rhein Das Ostasieninstitut der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen ist eine Einrichtung der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen mit den Schwerpunkten Wirtschaft Japans, Koreas oder Chinas.

Chinesisch: (Dōngyà Xuéyuàn)Alternativ als Langzeichen: Japanisch: (Higashi Ajia Senta) Koreanisch: (Dongasia Yeonguso) Englisch:

Das Institut wurde 1988 von dem Sinologen Siegfried Englert unter dem Namen Marketing Ostasien gegründet und 1992 von dem US-amerikanischen Japan-Historiker Peter Wetzler um den Schwerpunkt Japan erweitert. 2016 kam der Studienschwerpunkt Korea dazu.

Studium mini|Vorlesungsraum mit Blick auf den Rhein Der Studiengang verbindet Betriebswirtschaftslehre und Chinesische bzw. Japanische Sprache. Die Studierenden sind am Ende ihres Studiums keine Japanologen oder Sinologen, sondern Betriebswirte mit einer Zusatzqualifikation für die beiden ostasiatischen Staaten. Deshalb ist auch ein Auslandsaufenthalt von mindestens zwei Semestern in der Volksrepublik China oder in Japan vorgeschrieben.

Partnerschaften Das Ostasieninstitut unterhält Partnerschaften zu folgenden Universitäten in der Volksrepublik China, in Japan und in Korea:

Partnerhochschulen in der Volksrepublik China mini|160px|Pädagogische Universität Peking Pädagogische Universität Peking (), Peking Guangxi-Universität () in Nanning, Autonome Region Guangxi Elektrotechnische Universität Guilin () in Guilin, Autonome Region Guangxi Guizhou-Universität in Guiyang (), Provinz Guizhou Hebei-Hochschule des Nordens in Zhangjiakou (), Provinz Hebei Fuzhou-Universität () in der rheinland-pfälzischen Partnerprovinz Fujian

Partnerhochschulen in Japan mini|160px|Sophia-Universität Akita International University () in Akita City, Akita Prefecture Aoyama-Gakuin-Universität () in Shibuya City, Tokyo Metropolis Asahi-Universität () in Mizuho City, Gifu Prefecture Fremdsprachenhochschule Kansai () in Hirakata City, Osaka Prefecture Sangyō-Universität Kyōto () in Kyoto City, Kyoto Prefecture Universität Fukushima () in Fukushima City, Fukushima Prefecture Nagoya City University () in Nagoya City, Aichi Prefecture Shimonoseki City University () in Shimonoseki City, Yamaguchi Prefecture Sophia-Universität () in Chiyoda City, Tokyo Wirtschaftsuniversität Takasaki () in Takasaki City, Gunma Prefecture Yamanashi-Gakuin-University () in Kofu City, Yamamashi Prefecture Tohoku Gakuin University () in Sendai City, Miyagi Prefecture Die Verträge erlauben es den Studenten, ohne Gebühren zu studieren (mit Ausnahme von Nagoya). Das Institut hat darüber hinaus Praktikumsprogramme mit Firmen wie Merck und DaimlerChrysler.

Partnerhochschulen in Korea mini|Konkuk University Hanyang-Universität ( – ) in Seoul Korea University ( – ) in Sejong Konkuk University ( – ) in Seoul Kyonggi University ( – ) in Seoul Pukyong National University ( – ) in Busan Seoul National University of Science and Technology ( – ) in Seoul

Partnerhochschulen in Malaysia Taylor’s University UCSI University

Partnerhochschulen in Taiwan Ming Chuan University () in Taibei Chung-Cheng-Nationaluniversität () Soochow University () Tunghai-Universität ()

Aktivitäten mini|Chinesisches Teehaus im Mannheimer Luisenpark Dozenten des Ostasieninstituts betätigen sich nicht nur in Forschung und Lehre, sondern auch in der Beratung von Unternehmen, Behörden und Institutionen sowie von Einzelpersonen. Mitarbeiter des Instituts haben auch entscheidend am Aufbau des chinesischen Teehauses im Mannheimer Luisenpark mitgewirkt. Außerdem ist das Ostasieninstitut federführend bei den Partnerschaften des Landes Rheinland-Pfalz zu der chinesischen Provinz Fujian und der japanischen Präfektur Iwate.

Chronik 2022: Auszeichnung des japanischen Außenministeriums für Professor Rövekamp 2020: Neue Partnerhochschulen im südostasiatischen Raum: Taylor’s University und UCSI University 2016: Erweiterung um den Schwerpunkt Korea; Kunstausstellung der Zonta-Preisträgerin Ae Hee Lee () im Ostasieninstitut 2015: Diskussion über die Nuklearkatastrophe von Fukushima mit dem ehemaligen japanischen Premierminister Kan Naoto () 2009: Peter Wetzler geht in den Ruhestand, sein Nachfolger wird Professor Frank Rövekamp 2008: 20-Jahr-Feier mit Ministerpräsident Kurt Beck 2004: Umstellung von Diplom- auf Bachelor-Studiengang 2004: Gründung der Rheinland-pfälzischen Fujian-Gesellschaft 2000: Besuch des Bundespräsidenten Johannes Rau 1997: Neubau am Rheinufer und Umbenennung in Ostasieninstitut 1997: Besuch des Bundespräsidenten Roman Herzog 1995: Auslagerung der Emil-Helfferich-Sammlung aus Neustadt an der Weinstraße nach Ludwigshafen 1994: Die ersten Absolventen schließen das Studium als Diplom-Betriebswirte (FH) ab. 1992: Erweiterung um den Schwerpunkt Japan mit Professor Peter Wetzler 1991: Die ersten Studierenden gehen zu ihren obligatorischen Studienaufenthalt in die Volksrepublik China 1988: Gründung durch Professor Siegfried Englert als Modellstudiengang Marketing Ostasien (MO) der Fachhochschule Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen am Rhein

Logo Logo des Ostasieninstituts sind fünf stilisierte Päonien. Die Strauchpäonien (chinesisch: 牡丹 Mudan; japanisch: Botan) sind ein Symbol, das sowohl in China als auch in Japan, den beiden Schwerpunkten des Studiengangs, ein positives Ansehen besitzt. Die ersten Samen von Strauchpäonien brachten Mönche nach Japan, wohingegen die Päonie in China die Blume schlechthin darstellt. Gedichte und Gemälde verherrlichen diese Blume, die sich der Sage nach sogar dem Willen der Kaiserin Wu Zetian widersetzte und sich als einzige Blume weigerte, im Winter zu blühen. Als Strafe dafür wurde sie aus den Kaiserlichen Gärten entfernt.

Die Päonie (oder Pfingstrose) ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und hat in Ostasien eine mystische Verehrung erfahren, die mit nichts in Europa vergleichbar ist. In der europäischen Antike wurden sie als Medizinalpflanze hoch verehrt. Paian, der Arzt der griechischen Götter – von dem sie ihren deutschen Namen bekam – heilte mit Päonienwurzeln den von Herakles verwundeten Hades.

Helfferich-Sammlung Das Ostasieninstitut beherbergt die Asiatica-Sammlung des Neustadter Südostasienkaufmanns Emil Helfferich, der von 1899 bis 1927 in Niederländisch-Indien (heute Indonesien) im Handel tätig war. 1927 bis 1972 war er in Hamburg als Vorsitzender des Aufsichtsrats der HAPAG, als Vorsitzender des Ostasiatischen Vereins (OAV) sowie als Staatsrat tätig.

Helfferich zog mit 92 Jahren in seine pfälzische Heimat um und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Neustadt an der Weinstraße. Da er keine Kinder hatte, vermachte er seinen Nachlass seiner Heimatstadt, welche seine Sammlung 1997 als Dauerleihgabe an das Ostasieninstitut vergab.

Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter Siegfried Englert Christine Liew Jörg-Meinhard Rudolph Barbara Schmitt-Englert Manuel Vermeer Peter Wetzler

Siehe auch Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen Rheinland-pfälzische Fujian-Gesellschaft Rheinufer Süd

Weblinks

Website des Ostasieninstituts

Einzelnachweise

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