mini|125px|Strukturformel von Alizarin mini|125px|Strukturformel von Anthrachinon

Die Alizarinfarbstoffe sind eine Gruppe von wichtigen, vorwiegend synthetischen Beizenfarbstoffen. Wegen des Anthrachinon-Gerüsts zählen sie zu den Anthrachinonfarbstoffen. Neben Alizarin kommt auch das Purpurin natürlich vor.

Geschichte Der deutsche Chemiker Robert Emanuel Schmidt forschte ab 1887 bei der Farbenfabrik Friedrich Bayer und entwickelte 1889 den ersten synthetischen Alizarinfarbstoff.

Derivate Die Alizarinfarbstoffe sind Derivate des Alizarins – ein mit zwei phenolischen Hydroxygruppen substituiertes Anthrachinon – die sich durch verschiedene Substituenten an den beiden äußeren Benzolringen unterscheiden. + Name Struktur R1 R2 R3 R4 R5 R6 R7 R8 Alizarin 225px –OH –OH –H –H –H –H –H –H Alizarin R –OH –OH –OH –H –H –H –H –H Alizarinbordeaux –OH –OH –H –H –OH –H –H –OH Purpurin –OH –OH –H –OH –H –H –H –H Alizarinorange –OH –OH –NO2 –H –H –H –H –H Alizarinrot –OH –OH –SO3H –H –H –H –H –H

Verwendung Die Alizarinfarbstoffe werden vorwiegend zum Färben von Wolle eingesetzt. Als Beizenfarbstoffe haften sie nur dann auf den Fasern, wenn diese vorher mit Beizen auf Basis von Metallsalzen wie z. B. Aluminium- oder Chrom-Salzen behandelt wurden. Auf der Faser bilden sich dann die entsprechenden schwer löslichen Metallkomplexe (Farblacke). Die Farben zeichnen sich durch hohe Farbechtheit aus.

Weblinks Alizarinfarbstoffe im Lexikon der Chemie

Einzelnachweise

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