Die Liechtensteinklamm ist eine Klamm, wenige Kilometer südlich von St. Johann im Pongau, Land Salzburg, Österreich.
mini|Die 2020 neu errichtete Treppenanlage mit dem Namen „Helix“ mini|links|thumbtime=55|Video mini|hochkant|Eine sehr schmale Stelle mini|hochkant|Ansicht von oben
Die Klamm hat eine Länge von ca. 4000 Metern, davon sind 1000 Meter für Besucher zugänglich. Die flankierenden Felswände aus metamorphem „Klammkalk“ (Penninikum des nördlichsten Tauernfensters) sind bis zu 300 Meter hoch. An manchen Stellen ist die Klamm nur wenige Meter breit. Die Klamm ist über Holzstege zu besichtigen, die ständig auf ihre Sicherheit überwacht und gewartet werden. Am Ende der Klamm befindet sich ein Wasserfall.
Die Klamm ist in den Wintermonaten geschlossen. Jährlich wird sie von rund 220.000 Menschen besucht (2025 waren es 227.000) und ist damit das beliebteste Urlauberziel im Pongau.
Nach einem Felssturz im Mai 2017 erfolgte eine Sperrung für Besucher. Der Betreiber, die Stadtgemeinde St. Johann im Pongau, plante zunächst, die Rinne zu räumen, aus der die Felsen abstürzten, beschädigte Stege zu erneuern und die Sicherheit zu verbessern.Nach Felssturz: Liechtensteinklamm bleibt zu orf.at 29. Mai 2017, abgerufen am 30. Mai 2017. Die Wiedereröffnung wurde mehrfach verschoben. Am 11. Juni 2020 wurden die Stege freigegeben. Sanierte Liechtensteinklamm mit neuem Highlight salzburg24.at 10. Juni 2020, abgerufen am 12. Juni 2020.
Geschichte und Erschließung mini|hochkant|Wasserfall in der Klamm Das Wasser des Gebirgsbaches Großarler Ache (Großarlbach) bildete durch Jahrtausende währende Tiefenerosion die heutige Liechtensteinklamm. Für das Großarltal bildet sie ein besonderes Verkehrshindernis, das mit der Straße östlich oberhalb schon von alters her aufwändig umgangen werden musste.
1875 begannen die Arbeiten zur Begehbarmachung der Klamm durch Mitglieder des Pongauer Alpenvereins.Die Liechtensteinklamm jubiliert. Wiener Zeitung, 3. August 1875, S. 6, unten Mitte (eReader anno.onb.ac.at). Da die Arbeiten wegen Geldmangels nicht weitergeführt werden konnten, suchte man einen Geldgeber. Man wandte sich an Fürst Johann II. von Liechtenstein, der eine Jagdwirtschaft im nahegelegenen Großarl betrieb. Der Fürst spendete für den Ausbau der Klamm 600 Gulden. Die Arbeiten konnten nun fortgesetzt werden. 1876 war die Erschließung der Klamm beendet. Wegen der großzügigen Spende des Fürsten benannte man die Klamm nach ihm.
1924 wurde ein Gasthaus an der Klamm errichtet, das 2011 abgerissen und 2012 durch einen Neubau ersetzt wurde.Julia Baumgärtner: Ein kleines Stück Liechtenstein, Bezirkszeitung vom 28. November 2011, Online, abgerufen am 6. Dezember 2012
Sage Einer Sage zufolge entstand die Klamm dadurch, dass der Teufel schnellstens Wasser nach Großarl bringen sollte. Dies gelang ihm aber zunächst nicht. Voller Wut und Zorn überflog er die Schlucht und schleuderte Wasser in sie hinein.
Literatur
Weblinks
Website der Liechtensteinklamm
Andreas Rohrmoser: Die Sage der Lichtensteinklamm. 2018
Einzelnachweise
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