Der Veilchenbrustkolibri (Sternoclyta cyanopectus) ist ein Vogel aus der Familie der Kolibris (Trochilidae) und die einzige Art der somit monotypischen Gattung Sternoclyta. Er kommt in Venezuela vor. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingestuft.
Beschreibung mini|links|Veilchenbrustkolibri Der Veilchenbrustkolibri erreicht eine Länge von 12 bis 13 Zentimetern. Das Gewicht beträgt 8,4 bis 9,4 Gramm bei den Männchen und 9,0 bis 10,3 Gramm bei den Weibchen. Der schwarze Schnabel ist etwas gebogen. Beim Männchen ist die Oberseite schimmernd grasgrün. Die Kehle ist glitzernd smaragdgrün. Die Brust ist durch einen tropfenförmigen, glitzernd violettblauen Flecken charakterisiert. Die übrige Unterseite ist beigegrau mit goldgrünen Lamellen an den Flanken. Der Schwanz ist bronzegrün. Das Weibchen ist an der Oberseite wie das Männchen gefärbt. Die Unterseite ist grauweiß mit goldgrünen Lamellen. Die Bauchmitte ist rötlich. Die immaturen Vögel ähneln den Weibchen.
Vorkommen und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet des Veilchenbrustkolibris Der Veilchenbrustkolibri bewohnt die Andenregion in der Cordillera de Mérida in den venezolanischen Bundesstaaten Táchira, Mérida und Lara sowie die Cordillera de la Costa Central in Miranda. Sein Lebensraum sind Feuchtwälder und Waldland, aber auch Sekundärwälder und Kaffeeplantagen in der niederen subtropischen Zone von Meereshöhe bis in eine Höhenlage von 1900 m. Gelegentlich ist er auch in Regenwäldern oder Nebelwäldern in der tropischen Zone anzutreffen.
Lebensweise Der Veilchenbrustkolibri ernährt sich vom Nektar der Helikonien-Blüten. Das Gelege besteht aus zwei Eiern, die vom Weibchen bebrütet werden.
Etymologie und Forschungsgeschichte John Gould beschrieb den Veilchenbrustkolibri zunächst unter dem Namen Trochilus (Lampornis) cyanopectus. Als Fundort nannte er Venezuela.John Gould (1846), S. 88 Als er mit der Lieferung 16 seiner Kolibritafeln die neue Gattung Sternoclyta einführte, schlug er die Art dieser zu.John Gould (1858), Tafel 58 plus TextFrederick Herschel Waterhouse, S. 54. Hier wird Publikationsjahr, Lieferung mit der Tafel in A monograph of the Trochilidæ dargestellt. Dieser Name leitet sich aus den griechischen Worten für „Brust“ und für „prächtig, glanzvoll“ ab.Sternoclyta The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Cyanopectus ist ein Gebilde aus den lateinischen Worten cyanos für „blauglänzend, Lapislazuli“ und pectus für „Brust“ ab.cyanopectus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
Literatur
Weblinks
Factsheet auf BirdLife International
Einzelnachweise
Kategorie:Kolibris