Bug ist ein Gemeindeteil von Weißdorf im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Bug hat eine Fläche von 2,620 km². Sie ist in 238 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11007,53 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Oppenroth und Schäferei.
Geografie Das Dorf liegt rechts der Sächsischen Saale. Im Norden erhebt sich der Bugberg (). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft in beiden Richtungen zur Bundesstraße 289, die den Ort östlich tangiert und nach Weißdorf (1,1 km südlich) bzw. nach Seulbitz verläuft (2,3 km nordöstlich). Anliegerwege führen zu den beiden Anwesen von Bugeinzel (0,2 km westlich bzw. 0,5 km nordwestlich). Ein Wirtschaftsweg führt nach Schäferei (0,8 km nördlich).
Geschichte Bug hatte mehrere wehrhafte Ansitze, die Burg Bug, die Turmhügelburg Hinterer Buberg auf dem Buberg und das Rittergut Bug, wo der Chemiker Johann Wolfgang Döbereiner aufwuchs, bei dem Johann Wolfgang von Goethe sich über Elemente und deren Eigenschaften belehren ließ.Vgl. Martin Droschke: Dichtergenie Johann Wolfgang von Goethe soll ja auch ein brillanter Naturwissenschaftler gewesen sein – dank eines Franken. In: Franken 2024. Franken-Wissen für das ganze Jahr. Emons Verlag, Köln 2023, ISBN 978-3-7408-1797-8, Blatt 13. Dezember. In Bug existierte eine Getreide- und Schneidmühle aus dem 18. Jahrhundert, die 1956 abbrannte.Wilfried Kluge: Mühlen in Münchberg und im alten Landkreis Münchberg. In: Münchberg - Beiträge zur Stadtgeschichte. Band 2. Münchberg 1998. S. 142.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Bug aus 13 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft rechts der Saale hatte das vogtländische Rittergut Bug, links der Saale gehörten die Anwesen (=2 Höfe des Kastenamts Münchberg) zur Realgemeinde Wulmersreuth. Diese wurden auch Bugeinzel genannt. Grundherren waren das Kastenamt Münchberg (2 Höfe) und das Rittergut Bug (1 Hofmarkschloss, 1 Sölde, 1 Mühlengut, 7 Tropfhäuser, 2 halbe Tropfhäuser).A. Haberlah-Pohl: Weißdorf, S. 404.
Von 1797 bis 1810 unterstand Bug dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Hof käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Bug dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Weißdorf und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Weißdorf zugewiesen. 1827 wurde die Ruralgemeinde Bug gebildet, zu der Bugeinzel, Oppenroth und Schäferei gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg (1919 in Finanzamt Münchberg umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden die Anwesen dem Patrimonialgericht Bug.A. Haberlah-Pohl: Weißdorf, S. 503. Ab 1862 gehörte Bug zum Bezirksamt Münchberg. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Münchberg (1879 in Amtsgericht Münchberg umgewandelt). Die Gemeinde Bug hatte 1928 eine Gebietsfläche von 2,620 km². 1938 kam die Gemeinde wieder zu Weißdorf.
Baudenkmäler Bugbergstraße 17: Ehemaliges Schlossgut
Einwohnerentwicklung Gemeinde Bug Jahr 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 Einwohner 220 234 214 222 213 229 216 204 211 210 175 165 164 136 122 136 126HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 31 31 29 29 28 Quelle
Ort Bug Jahr 1800 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 45 107 110 144 153 158 111 91 101 138 115 169Häuser 10 16 21 19 18 28 27 50Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 489. Dort als Buch bei Weisdorf aufgelistet.
Religion Bug ist bis heute nach St. Maria (Weißdorf) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Weißdorf) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof) Kategorie:Gemeindegründung 1827 Kategorie:Gemeindeauflösung 1938 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Hof