mini|297px|Das für Öffentlichkeitsarbeit verwendete zweisprachige Logo des Kantonshauptortes Freiburg mini|Freiburg und Umgebung im Siegfriedatlas (1874) mini|Luftbild von Werner Friedli von 1949 Freiburg (, , im regionalen Senslerdeutsch daneben auch Fryberg [] oder Frübùrg [],Nach Walter Henzen: Die deutsche Freiburger Mundart im Sense- und südöstlichen Seebezirk (= Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik. Band XVI). Huber, Frauenfeld 1927, S. 112; Sprachatlas der deutschen Schweiz. Hrsg. von Rudolf Hotzenköcherle. Band V: Menschliche Gemeinschaft – Kleidung – Nahrung. Francke, Bern 1983, Karte 1b, desgleichen gemäss den über sprachatlas.ch zugänglichen Originalaufnahmen (Frage 1). Laut Christian Schmutz, Walter Haas, Senslerdeutsches Wörterbuch. Mundartwörterbuch des Sensebezirks im Kanton Freiburg mit Einschluss der Stadt Freiburg und der Pfarrei Gurmels, überarbeitete 4. Auflage, Le Cric, Marly 2022, S. 173 (jünger?) mit langem /ʊː/: Frybùùrg, Frübùùrg []. Die im Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen, hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol, Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 369 verzeichnete Lautung [] mit langem /iː/ findet sich sonst nirgends bezeugt. ) ist der Hauptort des gleichnamigen Kantons und des Saanebezirks in der Schweiz.

Zur Unterscheidung z. B. vom deutschen Freiburg im Breisgau kann der Zusatz im ÜechtlandFreiburg im Üechtland auf brockhaus.deFreiburg stellt sich vor auf Ville de Fribourg (kurz i. Ü.z. B. z. B. Willi Schulze: Landesfürst und Stadt: Herzog Albrecht von Österreich und die Stadt Freiburg i. Ü. 1449 in: Freiburger Geschichtsblätter, 72, 1995, S. 131–173. oder i. Üe.;z. B. Ruedi Kunzmann: Freiburg i.Üe. / Fribourg, Vierer 1622 – eine Neuentdeckung in: Schweizer Münzblätter (68) 2018 Heft 269. ausgesprochen []) oder (Schweiz) verwendet werden. Das Üechtland oder Üchtland ist eine ehemalige Landschaft zwischen Arconciel und Bern.«In neuerer Zeit dient der Name in hochdeutscher Form zur Lokalisierung von Freiburg im Üchtland, um dieses von Freiburg im Breisgau zu unterscheiden.»

Freiburg gehört mit zurzeit annähernd 40'000 Einwohnern nach Genf, Lausanne, Biel/Bienne und Neuenburg zu den grösseren Städten der französischsprachigen Schweiz.

Freiburg, beidseits der Saane im Schweizer Mittelland gelegen, ist ein wichtiges Wirtschafts-, Verwaltungs- und Bildungszentrum mit zweisprachiger Universität an der Kulturgrenze zwischen deutsch- und französischsprachiger Schweiz. Die gut erhaltene Altstadt liegt auf einem schmalen Felssporn über dem Tal der Saane und in deren schmaler Schwemmebene.

Geographie Die Altstadt von Freiburg liegt auf , 28 km südwestlich von Bern (Luftlinie). Die Stadt erstreckt sich auf dem Plateau beidseits der Saane (), deren Flussbett hier tief in die Molassesandsteinschichten eingeschnitten ist, im Schweizer Mittelland. Die Altstadt befindet sich auf einem nur gut 100 Meter breiten Mäandersporn westlich der Saane, rund 40 m über dem Talboden des Flusses. Die meisten Stadtquartiere liegen auf dem Hochplateau auf durchschnittlich und auf den angrenzenden Hügeln, während der Talboden der Saane nur gerade im Bereich des Altstadtmäanders, der früher ärmlichen Unterstadt,Die Basse-VilleFreiburg/Fribourg – eine Liebeserklärung, NZZ, 6. Mai 2004 bewohnt ist. Der tiefste Punkt der Stadt liegt auf im Gebiet Windig.

Die Fläche des mit 9,3 Quadratkilometern für eine Stadt relativ eingeschränkten Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Molasseplateaus im Freiburger Mittelland. Von Süden nach Norden wird das Gebiet vom stark gewundenen Lauf der Saane durchquert, die sich durch Erosion bis zu 100 Meter tief in das Plateau eingeschnitten hat. Der Talboden ist im Allgemeinen 200 bis maximal 500 Meter breit. Südlich der Stadt befindet sich der 1872 gestaute Pérolles-See mit der ältesten Gewichtsstaumauer Europas. Rund einen Kilometer nördlich der Altstadt beginnt bereits der Aufstau des Schiffenensees. Bei den Stauseen nimmt die Saane jeweils fast die ganze zur Verfügung stehende Breite des Talbodens ein.

Auf beiden Seiten wird der flache Talboden durch weitgehend bewaldete und teils mit Sandsteinfluhen durchzogene Steilhänge flankiert. Daran schliesst im Westen das Hochplateau von Freiburg an (610 bis ), das wiederum von den Molassehügeln von Chamblioux () und Le Guintzet () begrenzt wird. Östlich der Saane reicht der Gemeindeboden auf die Höhen des Schönbergs (französisch Schœnberg), der mit den höchsten Punkt des Stadtgebietes darstellt, und Bürglen (französisch Bourguillon; bis ). Dazwischen befindet sich der ebenfalls in das Plateau eingetiefte Graben der Galtera (französisch Gottéron), die im Bereich des Altstadtmäanders in die Saane mündet. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 61 % auf Siedlungen, 18 % auf Wald und Gehölze, 14 % auf Landwirtschaft, und etwas weniger als 7 % waren unproduktives Land.

Zur politischen Gemeinde Freiburg gehören der ehemalige Weiler Bürglen §() auf dem Plateau südlich des Galterngrabens sowie ein Teil des Quartiers Schönberg (bis ) an der östlichen Stadtgrenze nördlich des Galterngrabens; der grössere Teil liegt bereits auf dem Gemeindegebiet von Tafers. Nachbargemeinden von Freiburg sind im Osten Düdingen und Tafers, im Südosten St. Ursen und Pierrafortscha, im Süden Marly, im Westen Villars-sur-Glâne und Givisiez und im Norden Granges-Paccot.

Stadtquartiere Die Stadt Freiburg unterscheidet zwölf Quartiere vom historischen Stadtkern bis zu den Stadtgrenzen.Quartiere auf ville-fribourg.ch. Das Bundesamt für Statistik BFS führt aktuell ebenfalls zwölf Quartiere.Quartiergrenzen von Schweizer Städten auf bfs.admin.chQuartierliste 2024 auf bfs-admin.ch

Name deutschspr. Name französischspr. BFS-Nr.GMDEQNR beim BFS setzt sich zusammen aus der Gemeindenummer 2196 und der Quartiernummer Fläche (ha) Quartierkarte Burg Bourg 2196001 23350px Au Auge 2196002 53 Neustadt Neuveville 2196003 63 Plätze Places 2196004 21 Alt Alt 2196005 20 Palatinat Palatinat 2196006 63 Schönberg Schoenberg 2196007 167 Bürglen Bourguillon 2196008 107 Pérolles Pérolles 2196009 175 Beaumont-Vignettaz Beaumont-Vignettaz 2196010 78 Gambach Guintzet 2196011 56 Jura-Torry Jura-Torry 2196012 104

Agglomeration Freiburg Die Stadt Freiburg bildet seit Juni 2008 gemeinsam mit 9 anderen Gemeinden (Avry, Belfaux, Corminboeuf, Düdingen, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne) die Agglomeration Freiburg (agglo). 2016 gehörten 84'347 Einwohner zur Agglomeration, 2023 waren dies 86’455. Interkommunale Zusammenarbeit erfolgt in folgenden Bereichen: Raumplanung, Mobilität, Umweltschutz, Wirtschaftsförderung, Tourismusförderung und Förderung kultureller Aktivitäten. Geleitet wird sie von einem 12-köpfigen Agglomerationsvorstand, ein Agglomerationsrat mit höchstens 59 Vertretern der Mitgliedergemeinden bildet die Legislative. Die Institutionen sind zweisprachig, und in den Bereichen Raumplanung und Kultur existieren mehrere Beratungsgremien.

Klima Für die Normalperiode 1991–2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 9,1 °C, wobei im Januar mit 0,4 °C die kältesten und im Juli mit 18,5 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 95 Frosttage und 20 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel rund 39, während normalerweise fünf bis sechs Hitzetage zu verzeichnen sind.

Die Messstation des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) liegt im Vorort Hauterive FR auf einer Höhe von , ca. 5 km südsüdwestlich des Stadtzentrums (Luftlinie).

Bevölkerung Einwohner Mit Einwohnern (ständige Wohnbevölkerung am ) ist Freiburg die grösste Stadt des Kantons Freiburg. Rund 39 % davon sind Ausländer. Besonders zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie von 1930 bis 1970 stieg die Bevölkerungszahl von Freiburg markant an. Der Höchststand wurde 1974 mit rund 42'000 Einwohnern erreicht. Danach wurde bis ins Jahr 2010 ein Bevölkerungsrückgang von rund 17 % verzeichnet, der jedoch gestoppt werden konnte. Heute hat die Agglomeration Freiburg wegen des Zuzugs von Familien aus den teuren Wohngemeinden der Metropolregion Genf-Lausanne eine der jüngsten Bevölkerungen der Schweiz. Der engere Grossraum/Wirtschaftsraum Freiburg zählt ungefähr 75'000 Einwohner (2015). Zu diesem gehören neben der Stadt Freiburg die Gemeinden Avry, Belfaux, Corminboeuf, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne.

Die Siedlungsgebiete der Kommunen Freiburg, Villars-sur-Glâne, Givisiez und Granges-Paccot sind mittlerweile weitgehend zusammengewachsen. Direkt am östlichen Stadtrand befinden sich der zu Tafers gehörende Ortsteil Kleinschönberg (französisch Petit-Schoenberg) und der zu Düdingen gehörende Weiler Uebewil (französisch Villars-les-Joncs). Dieses geschlossene Siedlungsgebiet zählt rund 60'000 Einwohner (2015). Neue Wohngebiete entstanden seit den 1950er-Jahren vor allem im Westen der Stadt (Beaumont-Vignettaz, Jura-Torry) sowie in den Stadtteilen Bellevue und Schönberg östlich des Saanegrabens. Teils wurden ausgedehnte Wohnblockquartiere, teils auch Einfamilienhausquartiere wie um die Hügel von Chamblioux und Le Guintzet sowie am oberen Schönberg geschaffen.

Stadt Freiburg – Bevölkerungsentwicklung Jahr 1450 1799 1850 1870 1888 1900 1910 1930 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2020 2024 Einwohner 6000 5351 9065 10'904 12'195 15'794 20'293 21'557 29'005 32'583 39'695 37'400 36'355 35'547 34'897 38'03939'151 Anteil deutschsprachig (ab 1888) 37,1 % 35,4 % 33,0 % 33,3 % 33,2 % 32,9 % 28,0 % 22,8 % 21,2 % Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten Sprachen mini|hochkant|Ortsschild Fribourg Freiburg

Von den Bewohnern im Jahr 2016 sprachen 68,6 % (63,6 %) Französisch und 27,4 % (21,2 %) Deutsch. 21 % sprechen zudem eine ausländische Erstsprache, wovon Albanisch, Englisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und vor allem Portugiesisch die wichtigsten sind; die Zahlen beziehen sich auf die ständige Wohnbevölkerung im Kanton Freiburg und für die Stadt Freiburg auf das Jahr 2000 mit Angabe in Klammern. An der Universität ist das Sprachenverhältnis zwischen Deutsch- und Französischsprachigen ausgeglichen, hinzu kommen mehrere Hundert Studierende aus der italienischsprachigen Schweiz und zahlreiche internationale Gaststudierende.

Die Stadt Freiburg gilt, anders als der offiziell zweisprachige Kanton Freiburg, politisch als französischsprachige Gemeinde mit bedeutender deutschsprachiger Minderheit. Seit vielen Jahren bemühen sich deutschsprachige Bewohner von Stadt und Kanton darum, dass die Gemeinde Freiburg offiziell zweisprachig wird. Begehren in diese Richtung wurden vom Gemeinderat bisher zurückgewiesen.

Im Kontakt mit Behörden kann jedoch sowohl auf Französisch als auch auf Deutsch kommuniziert werden. Ebenso können Schulen in beiden Sprachen besucht werden. Im Jahr 2008 wurde von einigen Stadtparlamentariern ein «Forum Sprachen» initiiert, das den Austausch und die Annäherung zwischen den Sprachen fördern soll. 2013 wurde der Bahnhof offiziell mit «Fribourg/Freiburg» beschriftet und wird so künftig in allen Fahrplänen und Tarifen erscheinen. Anders als Biel/Bienne, das offiziell als zweisprachig gilt, befindet sich Freiburg noch in einem Entwicklungsprozess, was die Sprachenfrage betrifft.