mini|Heiligenkalender eines Dominikanerklosters in Turku, um 1340–1360. Die Seite zeigt den Monat Juni mit dem Gedenktag des hl. Bischofs Heinrich von Uppsala, dem Fest der Geburt Johannes des Täufers und dem Fest der Apostel Petrus und Paulus Als Heiligenkalender wird das in der römisch-katholischen Kirche verwendete kalendarische Verzeichnis der Heiligen bezeichnet, das diesen jeweils einen Gedenktag zuordnet. Verwandt ist der Heiligenkalender mit dem Martyrologium, einem Verzeichnis von Märtyrern und anderen Heiligen, das meist eine kurze Zusammenfassung ihres Lebens und der Umstände ihres Todes enthält.
Ursprung und Bedeutung Ursprünglich sind Heiligenkalender Bestandteil liturgischer Bücher, die angeben, an welchen Tagen und nach welcher Ordnung in den Gottesdiensten bestimmter Heiliger gedacht wird. Nach der Vielzahl von liturgischen Traditionen in den verschiedenen Regionen der christlichen Kirche sowie in den liturgischen Büchern, die in bestimmten Ordensgemeinschaften oder einzelnen Klöstern Verwendung finden, gibt es eine Vielzahl von Heiligenkalendern.
Diese werden in der Regel als Sanctorale verfasst, das sind Bücher, die neben dem Kalenderdatum und dem Heiligen auch die Eigentexte (lateinisch: Proprium) des jeweiligen Heiligengedenkens verzeichnen. Der Heiligenkalender unterscheidet sich vom allgemeinen liturgischen Kalender (lateinisch: Temporale) auch dadurch, dass in ihm, anders als bei den Terminen des vom Osterfest abhängigen Festkreises, die Gedenktage ein festes Datum haben, also unbeweglich sind, wenn sie nicht durch ein anderes Fest verdrängt werden.
Ordnung des Heiligenkalenders in der römisch-katholischen Kirche Papst Pius V. hatte 1568/1570 im Zug der Umsetzung der Reformen des Konzils von Trient für die westliche katholische Kirche eine Regulierung eingeführt. Grundlage des von ihm eingeführten Kalenders mit 158 Heiligenfesten war der stadtrömische Kalender.Bieritz, Karl-Heinrich: Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart. München (C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung). üb. Auflage 1998, S. 252f. Dieser Kalender galt als Grundlage für die lateinische Liturgie der katholischen Kirche bis zu den Reformen im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils, als 1969 die Grundordnung des Kirchenjahres und des neuen Römischen Generalkalenders eingeführt wurde und seitdem wieder versucht wird, die Heiligenkalender nach Ländern, Kulturräumen und geistlichen Traditionen in der Kirche (wie Eigenkalender der Ordensgemeinschaften) zu pluralisieren. So gibt es den Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet,https://www.sbg.ac.at/pth/links-tipps/past_ein/gok/kal.htm Der Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet der die Heiligenverehrung in den katholischen Gottesdiensten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Bistümern Luxemburg und Bozen-Brixen regelt.Adam, Adolf: Das Kirchenjahr mitfeiern. Seine Geschichte und seine Bedeutung nach der Liturgieerneuerung. Freiburg, Basel, Wien (Herder) 1979, S. 170–172.
Heiligenkalender, Gedenktage und Feste der Heiligen Der Heiligenkalender enthält die Gedenktage der Heiligen im Kirchenjahr der katholischen Kirche. Als Datum des Heiligengedenkens gilt in der Regel der Todestag des Heiligen, sozusagen als Geburtstag im Himmel; nur bei Johannes der Täufer und der Gottesmutter führt der Heiligenkalender sowohl den Geburts- wie den Todestag auf. Von ihrem Ursprung her ist die liturgische Heiligenverehrung als christlicher Totenkult zu verstehen.Hansjörg Auf der Maur: Feste und Gedenktage der Heiligen. In: ders.: Feiern im Rhythmus der Zeit II/1. Regensburg 1994, ISBN 3-7917-0884-8 (Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft, hrsg. von Hans Bernhard Meyer, Teil 6,1), S. 185.
Heiligenkalender gibt es auch in den orthodoxen Kirchen, bei den Anglikanern und auch bei einigen reformatorischen Kirchen (evangelischer Namenkalender). Altritualisten innerhalb dieser Kirchen verwenden in der Regel zusammen mit der älteren Form ihrer Liturgie auch eine entsprechend ältere Version des Heiligenkalenders.
Die Gedenktage der Heiligen werden von denen, die auf den Heiligen oder das Festgeheimnis des betreffenden Tages getauft wurden, auch als NamenstagJakob Torsy: Der Große Namenstagkalender. 3720 Namen und 1560 Lebensbeschreibungen unserer Heiligen. 13. Auflage, Freiburg im Breisgau 1976; Nachdruck 1989. gefeiert. Früher war es auch verbreitet üblich, den Tagesheiligen des Geburts- oder Tauftages als Namensgeber zu wählen; Martin Luther zum Beispiel wurde am Tag nach seiner Geburt getauft und daher nach Martin von Tours (11. November) benannt.
Einige dieser Gedenktage gelten als Lostage, vielen anderen hat der Volksmund – häufig in Reimform – Bauernregeln zugeordnet, die Voraussagen über die Witterungsentwicklung und oftmals deren Auswirkungen auf die Landwirtschaft wiedergeben. So lautet beispielsweise die Bauernregel für den Martinstag am 11. November: „Ist Martini klar und rein, bricht der Winter bald herein.“
Januar 1. Januar – Hochfest der Gottesmutter Maria 2. Januar – Basilius von Caesarea, Gregor von Nazianz, Adalhard 3. Januar – Zdislava (Dominikaner), Genoveva von Paris, Odilo von Cluny, Adela von Pfalzel, Telemachus 4. Januar – Oringa Menabuoi auch Christiane von Lucca genannt, Angelika von Foligno, Elisabeth Anna Bayley Seton 5. Januar – Eduard der Bekenner, Aemiliana (Emilie), Johannes Nepomuk Neumann; Roger von Todi, Rafaela Porras y Ayllón 6. Januar – Makarius der Schotte 7. Januar – Raimund von Peñafort 8. Januar – Severin von Noricum 9. Januar – Peter von Sebaste 10. Januar – Paulus von Theben, Leonie Aviat, Gregor X., Agatho, Wilhelm von Donjeon, Pietro Orseolo 11. Januar – Theodosius, Thomas von Cori, Hyginus, Paulinus von Aquileja 12. Januar – Bernardo da Corleone 13. Januar – Hilarius von Poitiers, Mungo von Glasgow 14. Januar – Felix von Nola 15. Januar – Arnold Janssen, Maurus, Habakuk 17. Januar – Antonius der Große 18. Januar – Odilo von Bayern 19. Januar – Heinrich von Uppsala 20. Januar – Fabianus, Sebastian 21. Januar – Agnes von Rom, Epiphanius von Pavia 22. Januar – Vinzenz Pallotti, Vinzenz von Saragossa 23. Januar – Emerentiana, Hartmut von St. Gallen, Heinrich Seuse, Ildefons von Toledo, Lüfthildis, sel. Nikolaus Groß, Eugen Bolz, Wido von Adwert 24. Januar – Franz von Sales 25. Januar – Fest der Bekehrung des Apostels Paulus, Heinrich Seuse 26. Januar – Titus und Timotheus 27. Januar – Angela Merici 28. Januar – Thomas von Aquin, Irmund von Jülich 30. Januar – Bathilde, Maria Ward, Martina 31. Januar – Aidán von Ferns, Johannes Bosco
Februar 1. Februar – Brigida von Kildare 3. Februar – Blasius von Sebaste, Ansgar 4. Februar – Rabanus Maurus, Isidor von Pelusium 5. Februar – Adelheid von Vilich, Agatha von Catania 6. Februar – Paul Miki und Gefährten 7. Februar – Richard von Wessex, sel Petro Werhun 8. Februar – Hieronymus Ämiliani 9. Februar – Apollonia 10. Februar – Scholastika von Nursia 14. Februar – Kyrill von Saloniki, Method von Saloniki, Valentin von Terni 16. Februar – Juliana von Nikomedien 19. Februar – Barbatus von Benevent 20. Februar – Jacinta Marto, Francisco Marto 22. Februar – Kathedra Petri 23. Februar – Polykarp von Smyrna 24. Februar – Matthias 25. Februar – Walburga 27. Februar – Markward von Prüm
März 1. März – Suitbert 2. März – Agnes von Böhmen 3. März – Anselm von Nonantola 6. März – Fridolin von Säckingen 7. März – Perpetua und Felicitas, Volker von Segeberg 9. März – Bruno von Querfurt, Franziska von Rom, Domenico Savio 11. März – Johannes Baptist Righi 14. März – Mathilde 15. März – Klemens Maria Hofbauer 16. März – Heribert von Köln 17. März – Patrick von Irland, Gertrud von Nivelles 18. März – Kyrill von Jerusalem 19. März – Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria 21. März – Benedikt von Nursia, Niklaus von Flüe 24. März – Katharina von Schweden 25. März – Dismas 26. März – Liudger, Kastulus 29. März – Berthold von Kalabrien 31. März – Guido von Pomposa
April 3. April – Richard von Chichester 4. April – Isidor von Sevilla, Benedikt der Mohr 5. April – Maria Creszentia Höss, Vinzenz Ferrer, Juliana von Lüttich 7. April – Johann Baptist de la Salle 8. April – Walter von Pontoise, Beate 9. April – Waltraud von Mons 10. April – Eberwin von Helfenstein 11. April – Stanislaus von Krakau 12. April – Julius I. 14. April – Tiburtius von Rom 16. April – Bernadette Soubirous 17. April – Kateri Tekakwitha 20. April – Hildegunde von Schönau 21. April – Anselm von Canterbury, Konrad von Parzham 22. April – Agapitus I. 23. April – Georg, Adalbert von Prag, Ibar von Beggerin 24. April – Robert von Turlande, Fidelis von Sigmaringen 25. April – Markus, der Evangelist, Anianus von Alexandria 26. April – Johannes von Valence, Cletus 27. April – Petrus Armengol, In Deutschland: Petrus Canisius 28. April – Pierre Chanel 29. April – Katharina von Siena, Hugo von Cluny 30. April – Pius V., Josef Benedikt Cottolengo, Quirinus von Neuss
Mai 1. Mai – Josef der Arbeiter 2. Mai – Athanasius der Große, Wiborada 3. Mai – Philippus und Jakobus (Gleichsetzung mit Jakobus dem Gerechten), Alexander I. 4. Mai – Florian, Guido von Pomposa 5. Mai – Godehard von Hildesheim 10. Mai – Damian de Veuster, Gordianus und Epimachus 11. Mai – Mamertus 12. Mai – Pankratius, Álvaro del Portillo 13. Mai – Servatius 14. Mai – Bonifatius von Tarsus 15. Mai – Sophia von Rom 16. Mai – Honorius von Amiens, Johannes Nepomuk 19. Mai – Alkuin, Maria Bernarda Bütler 21. Mai – Konstantin der Große, Eugen von Mazenod, Hermann Joseph von Steinfeld 22. Mai – Julia von Korsika 24. Mai – Königin Ester 25. Mai – Beda, der Ehrwürdige, Sara, die Dienerin, Urban I., Maria Magdalena von Pazzi 26. Mai – Philipp Neri 29. Mai – Paul VI. 30. Mai – Jeanne d’Arc, Zdislava 31. Mai – Petronilla Sonntag nach Fronleichnam – sel. Gezelinus von Schlebusch
Juni 1. Juni – Simeon von Trier, Fortunatus von Todi 5. Juni – Bonifatius, Adalar 6. Juni – Norbert von Xanten, Kevin von Glendalough 7. Juni – Robert of Newminster 8. Juni – Medardus 9. Juni – Columban von Iona 12. Juni – Odulf von Utrecht, Basilides und Gefährten 13. Juni – Antonius von Padua 14. Juni – Elischa 15. Juni – Vitus 16. Juni – Benno von Meißen 18. Juni – Potentinus mit seinen Söhnen Felicius und Simplicius 19. Juni – Romuald 21. Juni – Aloisius von Gonzaga 22. Juni – Thomas Morus, Aaron von Caerleon, Everhard von Berg 24. Juni – Geburt Johannes’ des Täufers 26. Juni – Josemaría Escrivá 27. Juni – Kyrill von Alexandria, Hemma von Gurk 28. Juni – Irenäus von Lyon 29. Juni – Petrus und Paulus 30. Juni – Otto von Bamberg
Juli 1. Juli – Theoderich von Reims 2. Juli – Peter von Luxemburg 3. Juli – Thomas (Apostel), Leo II. 4. Juli – Ulrich von Augsburg, Elisabeth von Portugal, Pier Giorgio Frassati 5. Juli – Antonio Maria Zaccaria 6. Juli – Maria Goretti, Goar 7. Juli – Hedda von Wessex 8. Juli – Kilian 10. Juli – Olav, Erik und Knud, Alexander von Rom 11. Juli – Benedikt von Nursia, Oliver Plunkett 12. Juli – Ansbald von Prüm, Johannes Gualbertus 13. Juli – Sara die Einsiedlerin, Heinrich und Kunigunde und Clelia Barbieri 15. Juli – Bonaventura von Bagnoregio, Rosalia 16. Juli – Maria Magdalena Postel 17. Juli – Charlotte Thouret 18. Juli – Arnold von Arnoldsweiler, Arnulf von Metz, Friedrich I. von Utrecht 20. Juli – Elija 22. Juli – Maria Magdalena 23. Juli – Birgitta von Schweden 24. Juli – Christophorus, Christina von Bolsena, Christina die Wunderbare, Scharbel Machluf 25. Juli – Jakobus der Ältere 26. Juli – Anna, Mutter der Gottesmutter Maria, Joachim, Vater der Gottesmutter Maria 27. Juli – Berthold von Garsten 28. Juli – Timon 29. Juli – Martha von Bethanien, Maria von Bethanien und Lazarus von Bethanien, Beatrix von Rom, Olav 30. Juli – Abdon und Sennen 31. Juli – Ignatius von Loyola
August 1. August – Alfons Maria von Liguori