Albessen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz an der Grenze zum Saarland. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan an.

Geographie Albessen liegt auf dem Westrich. Nachbargemeinden sind Ehweiler und Konken im Osten und Herchweiler und Selchenbach als Grenzdörfer zum Saarland im Westen.

Geschichte Der Ort wurde 1436 erstmals als „Albeßen“ urkundlich erwähnt. Benannt wurde der Ort nach einem Bach mit einem ursprünglichen Namen *Albasa oder *Albusa, was sich wiederum vom gallischen *albuka 'mergelhaltige Erde' ableitet.Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1 „Albess-Bach“, Seite 30. Im Jahr 1609 gab es 19 Haushalte mit insgesamt 81 Einwohnern im Dorf. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Albessen zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken.

In der sogenannten Franzosenzeit war der Ort von 1798 bis 1814 dem Kanton Kusel im Saar-Departement zugeordnet.

Von 1816 an gehörte Albessen zum Königreich Bayern und war Teil des Landkommissariats Kusel im Rheinkreis. Im Jahr 1840 hatte der Ort 17 Häuser und 156 Einwohner. Er wurde als evangelisches Dorf bezeichnet und war nach Konken eingepfarrt.Max Siebert: Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form, Verlag Georg Franz, München 1840. S. 156 (Google Books)

Bis 1971 war die Gemeinde Albessen verwaltungsmäßig der Bürgermeisterei Konken zugeordnet und gehörte seit dem 1. Januar 1972 der Verbandsgemeinde Kusel an, die 2018 in der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan aufging.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Albessen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Joachim Deckbar (Einzelbewerber) wurde am 10. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Albessen. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2026 war er als einziger Bewerber mit 72,0 % der Stimmen für fünf Jahre gewählt worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 80,9 %.

Deckbars Vorgängerin, die langjährige Ortsbürgermeisterin Traute Bortscher, war zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 mit einem Stimmenanteil von 76,47 % für eine dritte Wahlperiode in ihrem Amt bestätigt worden. Zur Wahl 2024 trat sie nicht mehr an.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten Die Baudenkmäler befinden sich in der Liste der Kulturdenkmäler in Albessen.

Regelmäßige Veranstaltungen Jeden ersten Mai wird der Maibaum aufgestellt. Er wird neben dem Dorfweiher in einer fest montierten Halterung verankert. Am Stamm befinden sich die Wappen einiger bekannter Familien, Betriebe und Vereine, z. B. dem Volkschor oder der Freiwilligen Feuerwehr. Anschließend werden Bier und Grillgut verkauft und im Kreis des Dorfes und der umliegenden Gemeinden gefeiert.

Ein anderes regelmäßiges Fest ist das Weiherfest direkt am Weiher im Ort. Beim Weiherfest wird das Anlegen des Weihers als Löschwasserteich gefeiert. Jeder Ort hat ein eigenes Sommerfest mit einem anderen Namen. In Kusel beispielsweise ist es die Kuseler Herbstmesse.

Ansässige Unternehmen In Albessen gibt es eine Gaststätte (in deren Nebenraum einmal im Monat jeweils am zweiten Sonntag ein Gottesdienst der evangelischen Kirche abgehalten wird) und drei Voll- und einen Nebenerwerbsbauern. Eine von Schulklassen und anderen Interessierten oft besuchte Attraktion ist ein Biolandhof, der als Erster in Deutschland als eine Aktiengesellschaft geführt wird. Leiter und Vorstand der AG ist Kornelius Burgdörfer-Bensel. Zusätzlich gibt es noch einen Betrieb, der Ziegenkäse produziert und selbst vermarktet.

Literatur

Weblinks

„Dorfchronik Albessen“ von Rainer Dick (PDF; 324 kB) Ortsgemeinde Albessen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan Albessen bei regionalgeschichte.net

Einzelnachweise

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