250px|mini|Das Logo des Festivals
Rose d’Or ist ein Festival der Fernsehunterhaltung. Es wurde 1961 in Montreux gegründet. Seit 2019 findet die Preisverleihung in London statt.
Am Rose-d’Or-Festival nehmen Fernsehschaffende, Produzenten, Verantwortliche von privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehstationen und Leiter von Produktionsfirmen aus über 40 Ländern teil. Das Festival ist seit seiner Gründung eine Netzwerkplattform der TV-Unterhaltungsindustrie. Der Höhepunkt der Rose d’Or (übersetzt „Goldene Rose“) ist die Preisverleihung, bei der die Preise für die besten TV-Unterhaltungsprogramme verliehen werden. Die Preise und das Festival haben sich Seite an Seite mit der Fernsehindustrie entwickelt und spiegeln Trends und Entwicklungen der globalen Branche wider.
Geschichte Das Festival wurde von Marcel Bezençon gegründet, um die Produktion von Sendematerial für das Sommerprogramm zu fördern. In der Schweiz sollte ein Unterhaltungsprogramm entwickelt werden, das mit Formaten anderer Sender Europas und der Welt getauscht werden konnte. Im Jahr 1967 entstanden im Kielwasser des Rose-d’Or-Festivals auch die Anfänge des Montreux Jazz Festivals: Claude Nobs, der Gründer und Kurator des Montreux Jazz Festivals, konzipierte als Ergänzung im Abendprogramm eine Jazz-Konzertreihe, die wenige Jahre später zum unabhängigen Festival wurde.
Das Festival fand im Frühjahr statt, damit das Sommerprogramm mit den neu erworbenen Sendungen starten konnte. Als zusätzlicher Anreiz für gute Produktionen wurde der Preis Rose d’Or Award geschaffen. Als der Programmaustausch mit der Zeit unwirtschaftlich wurde, wurde 1983 das Konzept Film Kiosk entwickelt. Dadurch wurde die Rose d’Or schnell zu einem der weltweit wichtigsten Marktplätze für Unterhaltungsformate für das Fernsehen.
Nach 43 Austragungen des Festivals in Montreux (Schweiz) fand die Rose d’Or seit 2004 in Luzern statt. Als die Rose d’Or Holding im Jahre 2006 Konkurs anmelden musste, übernahm das Freddy Burger Management das Festival.Rose-d’Or ist konkurs. In: konkurs.ch, 22. Juni 2006. Im September 2009 übernahm Ringier die Markenrechte am Rose-d’Or-Festival und baute damit seinen Entertainment-Bereich aus., Luzern, 10. November 2010. Abgerufen am 19. Oktober 2011. Im Juli 2012 gab Ringier das Festival an die Europäische Rundfunkunion (EBU) ab, die seitdem Veranstalterin der Rose d’Or ist.Uwe Mantel: Abschied aus Luzern: EBU übernimmt Rose d’Or. In: DWDL.de vom 30. Juli 2012, abgerufen am 5. Februar 2014.
Ab 2014 bis 2018 fand die Preisverleihung in Berlin statt.
Preisvergabe mini|Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL)
Bis einschließlich 2003 wurde ein einziges Programm mit der Goldenen Rose ausgezeichnet, weitere mit der Silbernen oder Bronzenen Rose prämiert.
Nach mehreren Reformen seit 2004 werden Goldene Rosen in mehreren Programmen vergeben. Die Kategorien im aktuellen Wettbewerb sind: Comedy, Sitcom, Gameshow, Children, Youth, Factual Entertainment, Series, TV Movie, Arts Documentary & Performing Arts, Life Event Show, Lifestyle, Multiplatform. Hinzukommen verschiedene Sonderpreise.
Arts Documentary & Performing Arts: Unterhaltungsprogramme mit Bezug zu Kunst, Künstlern und/oder künstlerischen Leistungen. Comedy: Comedy-Sendungen mit oder ohne Drehbuch, die Sketch-, Panel-, Improvisations- und Stand-up-Comedy sowie Comedy-Specials einschließen. Nicht dazu gehören Sitcoms. Sitcom: Sendungen mit Drehbuch, die sich durch die Situationskomik regelmäßig wiederkehrender Figuren in verschiedenen Alltagssituationen auszeichnen. Children: Fiktionale und nicht-fiktionale Programme mit unterhaltenden und informierenden Inhalten für ein Zielpublikum zwischen 3 und 11 Jahren. Youth: Fiktionale und nicht-fiktionale Programme mit unterhaltenden und informierenden Inhalten für ein Zielpublikum zwischen 12 und 16 Jahren. Live Event Show: Variety-Shows oder Live-Veranstaltungen bestehend aus einer oder mehreren Episoden und Live-Darbietungen (z. B. Musik). Game Show: In Studios oder ausgewählten Umgebungen produzierte Sendungen, die durch geistige oder physische Herausforderungen Sieger und Verlierer schaffen. Dazu gehören Quiz- und Spielshow-Sendungen. Factual Entertainment: Unterhaltungsprogramme mit Fokus auf Protagonisten und deren Leben innerhalb einer arrangierten und herausforderungsreichen Umgebung. Dazu gehören auch dokumentarische Reality-Programme, soziale Experimente und Reality-Talk-Shows. Multiplatform: Für mehrere Plattformen produzierte Inhalte, die das Publikum über Fernsehen, Internet, mobile Geräte und/oder andere digitale Plattformen unterhalten und informieren. Series: Unterhaltungsprogramme mit Drehbuch und unbeschränkter Anzahl Episoden – wie Soap Operas und Drama-Serien – sowie Mini-Serien. TV Movie: Ein- oder zweiteilige für das Fernsehen produzierte Filme. Lifestyle: Unterhaltungsprogramme mit oder ohne Drehbuch, die sich mit Lifestyle-Themen wie Promi-News, Heim, Kochen, Design oder persönlicher Weiterentwicklung befassen.
Jede Kategorie wird von einer Jury aus internationalen Produzenten und Verantwortlichen von privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehstationen bewertet. Produktionsfirmen, Distributoren und private und öffentlich-rechtliche Fernsehstationen können Programme einreichen. Eine Vorwahl findet kurz nach Einsendeschluss statt, die Finalisten werden während des Festivals selbst beurteilt.
Preisträger bis 2003 (Auswahl) 1961–1969 1961 Goldene Rose: The Black and White Minstrel Show (BBC) Silberne Rose: Glardino d'Inverno (RAI) Bronzene Rose: Tausend Blicke hinter den Kulissen (Československá Televize)
1962 Goldene Rose: Kaskad (Swedish Radio/Television SRT) Silberne Rose: La Revue perdue (Československá Televize) Bronzene Rose: Zu jung, um blond zu sein (WDR/ARD)
1964 Goldene Rose: Happy End (SSR / TSR, Schweiz) Silberne Rose: De Robinson Crusoë Show von Rudi Carrell (VARA) Bronzene Rose: The Jackie Gleason Show
1965 Bronzene Rose: Happy New Yves von Jean-Christoph Averty
1969 Goldene Rose: Holiday in Switzerland von Hans Gmür und Max Rüeger Bronzene Rose: La ultimá moda von Valero Lazarov Spezialpreis der Stadt Montreux: Telegenerell (Deutscher Fernsehfunk/DDR)
1970–1979 1971 Goldene Rose, Preis der Presse und Spezialpreis der Stadt Montreux: Lodynski's Flohmarkt Company von Peter Lodynski und Felix Dvorak Silberne Rose: Monty Python’s Flying Circus Bronzene Rose: Vicky Leandros für Ich bin
1972 Goldene Rose und Spezialpreis der Stadt Montreux: The Best of the Comedy Machine mit Marty Feldman
1974 Silberne Rose: Barbra Streisand and other Musical Instruments
1975 Bronzene Rose und Spezialpreis der Stadt Montreux: Mad in Austria von Felix Dvorak
1976 Goldene Rose, Preis der Presse und Spezialpreis der Stadt Montreux: The Nor-Way to Broadcasting von Jon Skolmen, NRK
1977 Goldene Rose: Muppet Show
1978 Bronzene Rose: Kurt Felix für That's TV
1980–1989 1980 Bronzene Rose: Not the Nine O'clock News
1982 Silberne Rose: Tosca auf dem Trampolin (ZDF)
1984 Spezialpreis der Stadt Montreux: The Benny Hill Show
1985 Goldene Rose: Kurt Felix (Spezialpreis für das Lebenswerk) Bronzene Rose: Spitting Image Ehrenrose: Benny Hill
1986 Goldene Rose: Penn and Teller go Public Silberne Rose: Oft passiert es unverhofft Produzentenpreis: USA for Africa: The Story of We Are The World
1987 Produzentenpreis: Barbra Streisand für One Voice
1989 Goldene Rose: Hale & Pace Produzentenpreis: Cirque du Soleil
1990–1999 1990 Goldene Rose, Preis der Presse und Spezialpreis der Stadt Montreux: Mr. Bean Produzentenpreis: Nigel Kennedy Produzentenspezialpreis der Stadt Montreux: Carrot's Commercial Breakdown
1991 Bronzene Rose: Total Normal von Hape Kerkeling Ehrenrose: Quincy Jones
1995 Silberne Rose für Musik: Secret World Live mit Peter Gabriel Ehrenrose: Monty Python
1996 Goldene Rose: Itzhak Perlman für In the Fiddler’s House Bronzene Rose: TV Nation von Michael Moore Lobende Erwähnung der Presse: Riverdance Ehrenrose: Henri Salvador
1997 UNDA-Preis: Nikola Ehrenrose: BBC
1998 Goldene Rose und UNDA-Preis: Yo-Yo Ma für Inspired by Bach Silberne Rose für Musik: Canadian Brass Silberne Rose für Humor und Spezialpreis der Stadt Montreux: Harry Enfield & Chums Silberne Rose für Kunst & Specials: Queen – „Béjart: Ballet for Life“ Bronzene Rose für Vielseitigkeit und Presse-Preis „Ex-Aequo“: David Blaine: Street Magic Bronzene Rose für Kunst & Specials: Fame and Fortune: Ozzy Osbourne Ehrenrose: CBC/Radio Canada
1999 Goldene Rose: The League of Gentlemen Silberne Rose für Gameshow: Who Wants to Be a Millionaire? Lobende Erwähnung in Kategorie Humor: Ventil
2000–2003 2000 Silberne Rose für Musik: Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat Bronzene Rose für Vielseitigkeit: The Awful Truth von Michael Moore Bronzene Rose für Sitcom: Will & Grace Bronzene Rose für Humor: Trigger Happy TV Lobende Erwähnung für Vielseitigkeit: Ali G
2001 Goldene Rose: Lenny Henry in Pieces mit Lenny Henry Silberne Rose für Comedy: Mircomania mit Mirco Nontschew und Janine Kunze Bronzene Rose für Comedy: Ali G Bronzene Rose für Vielseitigkeit: Best of TV total Presse-Preis für Musik: Freddie Mercury – The Untold Story e-Rose: Taxi Orange Ehrenrose: Rudi Carrell
2002 Goldene Rose: Pop Idol Ehrenrose: Jennifer Saunders und Dawn French für French & Saunders Silberne Rose: One Night with Robbie Williams mit Robbie Williams Lobende Erwähnung für Sitcom: Finanzamt Mitte mit Christian Tramitz Lobende Erwähnung für Musik: Per Yves Montand
2003 Silberne Rose für Sitcom: The Office Bronzene Rose für Comedy: Smack the Pony Lobende Erwähnung für Comedy: Alt und Durchgeknallt Ehrenrose: Emil Steinberger
Preisträger seit 2004
2004 Kategorie Gewinner Sender Land Arts & Specials Amelia Rhombus Kanada Comedy Creature Comforts Aardman Animations / ITV UK Game Show My New Best Friend Tiger Aspect UK Music One Bullet Left SF DRS Schweiz Reality Show Wife Swap Channel 4 UK Sitcom Peep Show Channel 4 UK Soap Saint Tropez (Sous le soleil) Marathon Frankreich Variety Ant and Dec's Saturday Night Takeaway Granada Television UK Press Prize Little Britain BBC UK Paper format From Rust to Riches Team Gryttjom Schweden Pilot award Fur TV BBC UK Charity award Peter Ustinov UK Honorary Rose John de Mol Niederlande Best performances: Comedy F: Anke Engelke in Ladykracher Brainpool / Sat.1 Deutschland M: Harry Hill in Harry Hill's TV Burp Avalon UK Sitcom F: Felicitas Woll in Berlin, Berlin Studio Hamburg Deutschland M: Martin Freeman in Hardware Talkback Thames UK Soap F: Bénédicte Delmas in Sous le soleil Marathon Frankreich M: Shane Richie in EastEnders BBC UK Game show Anthony McPartlin and Declan Donnelly in Ant and Dec's Saturday Night Takeaway Granada Television UK
2005 Kategorie Gewinner Sender Land Arts & Specials The Cost Of Living DV8 Films Comedy Little Britain BBC UK Game Show Test the Nation Talent TV / BBC UK Music Flashmob – The Opera BBC UK Reality Show Supernanny Channel 4 UK Sitcom Nighty Night BBC UK Soap Verbotene Liebe ARD Deutschland Variety Strictly Come Dancing BBC UK Press Prize Schillerstraße Hurricane Fernseh Productions Deutschland Paper format Daycare Dilemma SBS Schweden Pilot award Dinner Dating First Entertainment Deutschland Charity award Bob Geldof Irland Honorary Rose Herbert Kloiber Deutschland Best performances: Comedy F: Pippa Haywood in Green Wing Channel 4 UK M: David Walliams and Matt Lucas in Little Britain BBC UK Sitcom F: Zoë Wanamaker in My Family BBC UK M: Peter Kay in Max & Paddy's Road to Nowhere Channel 4 UK Soap F: Lesley-Anne Down in The Bold and the Beautiful CBS USA M: Pat Nolan in Fair City RTÉ Irland Game show Thomas Gottschalk in Wetten, dass..? ZDF Deutschland
2006