Die Liste historischer Flugzeugträger enthält die Flugzeugträger, leichten Träger und Geleitträger, die aus den Schiffslisten der Marinen gestrichen sind (beispielsweise wegen Verschrottung oder Totalverlust).
Um die Übersichtlichkeit zu wahren, werden aktuell in Dienst stehende Flugzeugträger in einer separaten Liste geführt: Liste aktiver Flugzeugträger.
Argentinien Independencia – erworben 1958 von Großbritannien, ehemals Warrior, außer Dienst gestellt 1970. Veinticinco De Mayo – erworben 1968 von den Niederlanden, ehemals Karel Doorman, vormals britische Venerable, außer Dienst gestellt 1997.
Australien HMAS Albatross – in Dienst gestellt am 23. Januar 1929, 1938 an Großbritannien verkauft. HMAS Sydney – ex Terrible, in Dienst gestellt am 16. Dezember 1948, außer Dienst gestellt 1973. HMAS Vengeance – 1944 von Großbritannien erhalten (Colossus-Klasse), 1956 Generalüberholung und 1960 Abgabe an Brasilien, dort als Minas Gerais. HMAS Melbourne – ex Majestic, Kiellegung 15. April 1943, Stapellauf 28. Februar 1945, 1952 von Großbritannien an Australien verkauft. Nach Unterbrechung der Arbeiten Taufe am 28. Oktober 1955. 1983 stillgelegt und 1985 an die Volksrepublik China zum Verschrotten verkauft.
Brasilien Minas Gerais – erworben 1956 von Großbritannien, ehemals HMS Vengeance, 2001 außer Dienst gestellt, am Strand von Alang verschrottet. São Paulo (Clemenceau-Klasse) erworben 2000 von Frankreich, ehemals Foch, 2017 außer Dienst gestellt, 2023 im Atlantik versenkt.
Deutschland Obwohl mehrmals Flugzeugträger in Auftrag gegeben worden waren und mehrmals auch schon mit dem Bau begonnen wurde, verfügte Deutschland niemals über einen fertiggestellten bzw. einsatzfähigen Flugzeugträger.
Flugzeugträger Ausonia (Umbau aus Fahrgastschiff) Ausonia – Kiellegung 1914 im Auftrag einer italienischen Reederei bei Blohm & Voss in Hamburg, Stapellauf am 15. April 1915. Durch das Kriegsende im November 1918 geplante Fertigstellung des Rumpfes zum Flugzeugträger nicht begonnen, 1922 auf der Werft abgebrochen.
Graf-Zeppelin-Klasse Graf Zeppelin – Kiellegung 1936, Stapellauf am 8. Dezember 1938, Baustopp 1940, Wiederaufnahmen der Arbeiten 1942, endgültiger Baustopp 1943. 1945 in flachem Gewässer bei Stettin auf Grund gesetzt, Hebung durch die UdSSR, nach Auswertung der Konstruktion Versenkung am 18. Juni 1947 in der Ostsee. Flugzeugträger B – Kiellegung 1938, am 19. September 1939 Baustopp, 1940 noch auf Stapel liegend abgebrochen.
Seydlitz (Umbau aus schwerem Kreuzer) Seydlitz – Kiellegung am 29. Dezember 1936 als Schwerer Kreuzer der Admiral-Hipper-Klasse (14.240 ts), Stapellauf am 17. Januar 1939. Im Mai 1942 war die Seydlitz größtenteils fertiggestellt, als der Umbau zu einem Flugzeugträger (für 20 Flugzeuge) befohlen wurde. Kurze Zeit später (2. Februar 1943) Baustopp und danach Nutzung als Wohnschiff, Sprengung 1945 im Hafen von Königsberg. Das Wrack lag noch Jahre in Königsberg und wurde dann wahrscheinlich abgebrochen.
De Grasse (Umbau aus leichtem Kreuzer) De Grasse – 1940 in Frankreich noch auf Stapel liegend erbeutet. 1942 wurde der französische Kreuzer in das deutsche Trägerbauprogramm aufgenommen und sollte, wie die Seydlitz, als ein Leichter Träger fertiggestellt werden. Bereits im Februar 1943 erfolgte der Baustopp.
Schulflugzeugträger Potsdam – im Mai 1942 Umbau aus einem Passagierschiff zum Flugzeugträger befohlen. Wegen seiner geringen Geschwindigkeit als Träger für die Flottenverwendung im November 1942 gestrichen, aber gleichzeitig Befehl zum Umbau als Schulflugzeugträger erteilt. Nach Umbaubeginn im Februar 1943 Baustopp. Für die Fahrgastschiffe Gneisenau (18.160 ts), das Schwesterschiff der Potsdam, und Europa (47.000 ts) war ebenfalls im Mai 1942 der Umbau zu Flugzeugträgern befohlen worden. Wegen zu geringer Geschwindigkeit der Gneisenau und technischer Schwierigkeiten des Umbaus der Europa wurden beide Schiffe im November 1942 wieder aus dem Flugzeugträgerbauprogramm gestrichen. 1942 wurde auch der Fertigbau des erbeuteten und noch auf Stapel liegenden französischen Flugzeugträgers Joffre und die Fertigstellung des Frachterneubaus Ostmark als Flugzeugträger erwogen, aber beide Planungen wurden verworfen.
Frankreich Flugzeugträger Béarn (Umbau aus Schlachtschiff) Béarn – Baubeginn 1914 als Schlachtschiff, im Mai 1927 als Träger fertiggestellt (40 Flugzeuge CAMS 37 und Latecoere 521), 1943 in den USA Umbau zum Flugzeugtransporter, 1967 in Italien abgewrackt
Clemenceau-Klasse Clemenceau (R98) – 1961 in Dienst gestellt, außer Dienst gestellt 1998, sollte bereits 2003 verschrottet werden, nach Rechtsstreit mit französischen Anti-Asbest-Aktivisten Transport nach Indien und Rückkehr nach Frankreich Mai 2006, Verschrottung in England 2009–2010. Foch (R99) – 1963 in Dienst gestellt, außer Dienst gestellt 2000, verkauft 2000 an Brasilien, umgebaut und umbenannt in São Paulo. Am 3. Februar 2023 im Atlantik in internationalen Gewässern versenkt.
Geleitflugzeugträger Dixmude – (15 Flugzeuge), 10. April 1945 ex Biter – 10. Juni 1966 zurück an die US Navy, als Zielschiff versenkt.
(US-amerikanische Independence-Klasse) La Fayette (R96) – Leihgabe der USA ex CVL-27 Langley seit 1951, 1963 Rückgabe. Bois Belleau (R97) – Leihgabe der USA, ex CVL-24 Belleau Wood seit 1953, 1960 zurück an die USA, 26 Flugzeuge an Bord.
(britische Colossus-Klasse) Arromanches (R95) – erworben von Großbritannien, ehemals Colossus, seit 1946 von Großbritannien ausgeliehen, 1951 gekauft, 24 Flugzeuge an Bord, 1962 Umbau zum Hubschrauberträger, außer Dienst gestellt 1978 und in Toulon verschrottet.
Joffre-Klasse (unvollendet) Joffre – Baubeginn 1938, bis zum Baustopp 1940 zu 28 % fertiggestellt. 1943 endgültig eingestellt und verschrottet. Painlevé – geplant 1938, kein Baubeginn.
Hubschrauberträger Jeanne d’Arc (R 97) – Flugdeckkreuzer (Hubschrauberträger), in Dienst gestellt 1964, außer Dienst gestellt 2010.
Seeflugzeugträger Commandant Teste – (26 Flugzeuge), 1926 in Dienst gestellt, 1942 Selbstversenkung in Toulon, 1946 gehoben und als Lagerschiff genutzt, 1963 abgewrackt.
Großbritannien Schiffe der Royal Navy Flugzeugträger Argus (Umbau aus Passagierschiff) Argus – am 21. Oktober 1944 außer Dienst gestellt.
Furious (Umbau aus Schlachtkreuzer) Furious – am 15. September 1944 zur Reserveflotte und wurde ab Mai 1945 als Zielschiff für Übungen mit scharfer Munition aufgebraucht.
Courageous-Klasse (Umbauten aus Schlachtkreuzern) Courageous – 17. September 1939 von dem deutschen U 29 versenkt. Glorious – in Dienst gestellt 1917, versenkt 8. Juni 1940 von den deutschen Schlachtschiffen Scharnhorst und Gneisenau.
Hermes Hermes – in Dienst gestellt 1923, versenkt am 8. April 1942 durch japanischen Luftangriff.
Eagle (Umbau aus Schlachtschiff) Eagle – in Dienst gestellt 1924, versenkt am 11. August 1942 von U 73.
Ark Royal Ark Royal – in Dienst gestellt 1938, versenkt am 13. November 1941 von U 81.
Illustrious-Klasse Illustrious – (1940–1956) Victorious – (1941–1968) Formidable – (1940–1955) Indomitable – (1941–1955)
Implacable-Klasse Implacable – 1956 abgewrackt Indefatigable – 1956 abgewrackt
Audacious-Klasse Audacious – umbenannt in Eagle (1951–1972) Ark Royal (1955–1978) Africa – nicht fertiggestellt Eagle – nicht fertiggestellt
Unicorn Unicorn – Außerdienststellung Januar 1946
Colossus-Klasse Colossus – 1946 verkauft an Frankreich und in Arromaches umbenannt. Glory Ocean – (1945–1962) Theseus – (1946–1962) Triumph – (1944–1981) Venerable (R63) – 1948 an die Niederlande verkauft und in Karel Doorman umbenannt. Vengeance – (1945–1955), 1956 an Brasilien verkauft und in Minas Gerais umbenannt. Warrior – an Kanada ausgeliehen, 1958 verkauft an Argentinien und in Independencia umbenannt. Perseus Pioneer
Majestic-Klasse Majestic – 1955 verkauft an Australien und umbenannt in Melbourne. Hercules – 1957 verkauft an Indien und umbenannt in Vikrant. Leviathan – (1946–1956) Magnificent – unvollendet Powerful – 1952 verkauft an Kanada und umbenannt in Bonaventure. Terrible – 1948 verkauft an Australien und umbenannt in Sydney.
Centaur-Klasse Centaur – (1947–1972) Albion – (1947–1973) Bulwark – (1948–1981) Hermes – 1989 verkauft an Indien und umbenannt in Viraat.
Invincible-Klasse Invincible – in Dienst gestellt 1980; 2005 in Reservestatus versetzt; 2010 endgültig außer Dienst gestellt; 2011 in der Türkei verschrottet. Illustrious – in Dienst gestellt 1982; 2014 außer Dienst gestellt, 2016 in der Türkei verschrottet. Ark Royal – in Dienst gestellt 1985; 2011 außer Dienst gestellt, 2013 in der Türkei verschrottet.
Geleitflugzeugträger Audacity Audacity – aus deutschem Frachter Hannover umgebaut, im September 1941 in Dienst gestellt, am 21. Dezember 1941 von U 751 versenkt.
Activity HMS Activity
Pretoria Castle HMS Pretoria Castle
Nairana-Klasse HMS Nairana HMS Vindex
Campania HMS Campania
Archer HMS Archer
Avenger-Klasse Avenger – versenkt am 15. November 1942 von U 155. Biter Dasher
Attacker-Klasse HMS Attacker HMS Battler HMS Chaser HMS Fencer HMS Hunter HMS Pursuer HMS Ravager HMS Seacher HMS Stalker HMS Striker HMS Tracker HMS Ameer HMS Arbiter HMS Atheling HMS Begum HMS Emperor HMS Empress HMS Khedive HMS Nabob – am 22. August 1944 von U 354 schwer beschädigt und außer Dienst gestellt. Nach Kriegsende zum Handelsschiff umgebaut und 1977 abgewrackt. HMS Patroller HMS Premier HMS Puncher HMS Queen HMS Rajah HMS Ranee HMS Reaper HMS Ruler HMS Shah HMS Slinger HMS Smiter HMS Speaker HMS Thane – am 15. Januar 1945 durch Torpedotreffer von U 1172 beschädigt, nicht mehr in Dienst gestellt. HMS Trouncer HMS Trumpeter
Hinzu kommen noch die MAC-Schiffe.
Indien Vikrant (R11) – erworben 1957 von Großbritannien, ehemals Hercules, außer Dienst gestellt 1997, Museumsschiff bis 2012, 2014 verschrottet. Viraat – erworben 1986 von Großbritannien, ehemals Hermes (1959) (STOVL-Design), außer Dienst gestellt 2016, 2020 in Alang verschrottet.
Iran Shahid Bahman Bagheri – Zum Drohnenträger umgebautes Containerschiff, erster reiner Drohnenträger der Welt. Am 2. März 2026 bei der Operation Epic Fury versenkt.
Italien Flugzeugträger Aquila – 1941 bis 1943 Umbau aus dem Fahrgastschiff Roma, nach dem Krieg abgewrackt.
Geleitflugzeugträger Sparviero – Umbau aus dem Fahrgastschiff Augustus 1942 begonnen (unvollendet), nach dem Krieg abgewrackt.
Seeflugzeugträger Giuseppe Miraglia (1921–1950)
Japan Flugzeugträger Hōshō Hōshō (Leichter Flugzeugträger) – 1922 Indienststellung, 1946 abgewrackt
Amagi-Klasse (Umbauten aus Schlachtkreuzern) Amagi – während des Baus 1923 durch Erdbeben zerstört. Akagi – 1927 Indienststellung, 1942 versenkt in der Schlacht um Midway.
Kaga (Umbau aus Schlachtschiff) Kaga – 1928 Indienststellung, 1942 versenkt in der Schlacht um Midway.
Ryūjō Ryūjō (Leichter Flugzeugträger) – 1933 Indienststellung, 1942 versenkt in der Schlacht bei den Ost-Salomonen.
Sōryū Sōryū – 1937 Indienststellung, 1942 versenkt in der Schlacht um Midway.
Hiryū Hiryū – 1939 Indienststellung, 1942 versenkt in der Schlacht um Midway.
Shōkaku-Klasse Shōkaku – 1941 Indienststellung, 1944 versenkt in der Schlacht in der Philippinensee. Zuikaku – 1941 Indienststellung, 1944 versenkt in der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte.
Zuihō-Klasse (Umbau aus U-Boot-Begleitschiffen) Zuihō (Leichter Flugzeugträger) – 1940 Indienststellung, 1944 versenkt in der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte. Shōhō (Leichter Flugzeugträger) – 1941 Indienststellung, 1942 versenkt in der Schlacht im Korallenmeer.
Ryūhō (Umbau aus U-Boot-Begleitschiff) Ryūhō (Leichter Flugzeugträger) – 1942 Indienststellung als Leichter Flugzeugträger, Am 30. November 1945 außer Dienst gestellt, 1946 verschrottet.
Hiyō-Klasse (Umbau aus Passagierschiffen)