Unter Bildungssoftware versteht man jede Software, die sich für Bildungszwecke verwenden lässt.Britta Voß, Wanda Grabe, Kirsten Wienold: (PDF; 1,52 MB) S. 35.Andreas Reiter: Mediale Lehr- und Lernsysteme. (PDF; 961 kB) S. 5Kai Glesczinsky: (PDF)

Geprägt hat den Begriff der österreichische Mediendidaktiker Peter Baumgartner in Anlehnung an den englischen Fachbegriff educational software, der sich allerdings besser mit Lernsoftware übersetzen lässt. Auch der in der deutschsprachigen Mediendidaktik gebräuchliche Begriff Unterrichtssoftware ist enger gefasst als Baumgartners Begriff.

Baumgartner unterteilt Bildungssoftware in fünf Kategorien:Peter Baumgartner, Sabine Payr: Lernen mit Software. Österreichischer StudienVerlag, Innsbruck 1994. Mikrowelten und Modellbildung Präsentations- und Visualisierungsprogramm Drill- und Testsoftware Tutorensysteme Simulationen

Gegen die Verwendung des Begriffs sind wiederholt Einwände vorgebracht worden, insbesondere da es sich bei „Bildungssoftware“ nicht um eine spezifische Art von Software, sondern um eine spezifische Art der Benutzung von Software handele.Ronald Knoch: (PDF) Daher sei der Begriff so unscharf definiert, dass er für manche wichtigen Anwendungen, z. B. als Entscheidungsgrundlage für die finanzielle Förderung von Softwareentwicklungsprojekten, kaum brauchbar sei.Christine Schwarz: (PDF; 40 kB) In: Erwin Wagner, Michael Kindt (Hrsg.): Virtueller Campus. Szenarien – Strategien – Studium. Waxmann, Münster / New York / München / Berlin 2001, ISBN 3-8309-1093-2. Nützlich sei er Begriff hingegen für die Klassifikation von Programmen und Systemen, die – wie z. B. Programmiersprachen für Kinder – zwar speziell zum Lernen geschaffen worden sind, aber weder den Definitionen von Lern- noch von Unterrichtssoftware im Zusammenhang des E-Learning entsprechen.

Einzelnachweise

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