Die Kaiserliche Universitäten () in Japan wurden 1886 durch einen besonderen Erlass der Regierung eingerichtet, um Gelehrte und höhere Beamte auszubilden. Zunächst gab es nur eine Kaiserliche Universität, nämlich durch Aufwertung der bereits seit 1877 existierenden Universität Tōkyō. Es folgten dann 1897 Kyōto und die weiteren, wie in der Tabelle ersichtlich.
Die Studienzeit betrug drei bis vier Jahre, nachdem man nach Schulabschluss drei Jahre die „Höhere Schule alter Art“ besucht hatte. Studenten an den kaiserlichen Universitäten genossen eine Reihe von Privilegien. Dazu gehörte Befreiung vom Militärdienst und von manchen Zulassungsprüfungen. Nach Absolvierung der kaiserlichen Universität standen den Abgängern hohe Positionen im Staatsdienst und in der Wirtschaft offen.
Das System wurde nach dem Pazifikkrieg 1945 abgeschafft, aber der Studienabschluss an einer der ehemaligen „kaiserlichen“ ist immer noch Voraussetzung für hohe Positionen im Staatsdienst und in der Wirtschaft in Japan.
früherer Name Gründung heutiger Name Kaiserliche Universität Tokio () 1877 Universität Tokio () Kaiserliche Universität Kyōto () 1897 Universität Kyōto () Kaiserliche Universität Tōhoku () 1907 Universität Tōhoku () Kaiserliche Universität Kyūshū () 1911 Universität Kyūshū () Kaiserliche Universität Hokkaidō () 1918 Universität Hokkaidō () Kaiserliche Universität Keijō () 1924 Seoul National University (kor. ) Kaiserliche Universität Taihoku () 1928 Staatliche Universität Taiwan () Kaiserliche Universität Osaka () 1931 Universität Osaka () Kaiserliche Universität Nagoya () 1939 Universität Nagoya ()
Die Einrichtung weiterer Kaiserlicher Universitäten war geplant, wurde jedoch nicht realisiert.
Literatur
Kategorie:Japanisches Kaiserreich Kategorie:Universität in Japan Kategorie:Historische Universität Kategorie:Seoul National University