mini|Der Lerncomputer mit Netzteil mini|hochkant|LC80 außen

Der Lerncomputer LC80 war ein in der DDR hergestellter Einplatinencomputer, der für Lehrzwecke vorgesehen war.

Geschichte und Entwicklung Entwickelt wurde der LC 80 ab 1983 in der Beratungs- und Informationsstelle Mikroelektronik Erfurt von einem Entwicklerkollektiv. Zur Frühjahresmesse 1984 konnte er der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wenig später war er im Handel, er war somit der erste Computer, den es in der DDR für die Bevölkerung zu kaufen gab.http://hc-ddr.hucki.net/wiki/doku.php/lc80http://hc-ddr.hucki.net/wiki/doku.php/lc80:31_historie

Der LC80 war mit einem 2k ROM bestückt, darin ein Programm "Monitor", welches die hexadezimale Eingabe und Anzeige von Speicherinhalten ermöglichte. Es gab fünf Steckplätze, die der Nutzer mit weiteren ROM oder EPROM Chips bestücken konnte. Auch der RAM konnte von einem bis auf vier kByte aufgerüstet werden. Jedes Programm musste im Maschinencode über die Tastatur eingetippt werden. Zur Wiederverwendung konnte es auf Magnetband gespeichert werden. Die relativ konstante Taktfrequenz ermöglichte Anwendungen wie z. B. Melodiewecker. Am kleinen Steckverbinder (rechts oben) standen 12 programmierbare Anschlüsse eines PIO U855D und vier Kanäle des Timers CTC U857D für Steuerungsaufgaben zur Verfügung. An den großen Steckverbinder (rechts unten) waren alle Bussignale der CPU U880D herausgeführt, was vielfältige Eigenbau-Erweiterungen ermöglichte.

Die Produktion endete wohl um 1986/87.http://hc-ddr.hucki.net/wiki/doku.php/lc80:30_erinnerungen

Export Womöglich durch eine Anfrage aus dem NSW (Großbritannien) wurde die Entwicklung einer Export-Variante angestoßen. Diese unterschied sich vom herkömmlichen LC80 in folgenden Punkten: Holzgehäuse 12 KB ROM 4 KB RAM Tastaturschablone für Schachprogramm SC-80 (ähnlich dem SC2)

Wahrscheinlich wurde diese Variante nie in Serie produziert.http://hc-ddr.hucki.net/wiki/doku.php/lc80:20_lc80e

Hardware Programmiert wurde er durch die Eingabe hexadezimalen Maschinencodes über eine fest eingebaute Taschenrechner-Tastatur. Speichern und laden war via Kassette oder EPROM möglich.

Weitere technische Eckdaten des LC80 Tastatur: 25-stellig (16 Hexadezimal-, 9 Funktionstasten) optionale Ein-/Ausgabe: Magnetbandinterface 12 programmierbare Ein-/Ausgänge, 4 Handshake-Leitungen und 7 CTC-Leitungen CPU-BUS (ungepuffert) Betriebsspannung: 8,5…12 V AC / 10…13 V DC

Zubehör Es gab auch Zubehör zu kaufen wie: Netzteil IC-Tester Datasette bzw. Kassettenrekorder

Software Bis auf das Betriebssystem war keinerlei Software im Lieferumfang enthalten. Lediglich im Handbuch und in einschlägigen Zeitschriften wie rfe, Funkamateur wurden gelegentlich Listings abgedruckt. Es gab Schaltkreistester, Spiele, Synthesizer, Morseprogramme und mehr. Für den geplanten Export war sogar ein (integriertes) Schachprogramm vorgesehen.http://hc-ddr.hucki.net/wiki/doku.php/lc80:40_software

Die Software ist im Wesentlichen, bis auf Unterschiede in den Einsprungadressen, identisch mit der Software vom „Microprofessor I“ der Firma Multitech (heute Acer).

Weblinks

Homepage über den LC80, Z9001 (KC85/1), KC87 und Z1013 LC80 auf robotrontechnik.de

Einzelnachweise

Kategorie:Lerncomputer Kategorie:Kombinat Mikroelektronik Kategorie:Wirtschaft (DDR)