Lage des Kreises Einbeck in derProvinz Hannover (1905) 300px Der Landkreis Einbeck war bis 1974 ein Landkreis im Regierungsbezirk Hildesheim im Süden Niedersachsens. Das Kreisgebiet hatte eine Fläche von 310 km² und erstreckte sich im Westen vom Solling bis zur Leine im Osten. Seine Kreisstadt war Einbeck.

Geographie

Nachbarkreise Der Landkreis grenzte Anfang 1974 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Holzminden, Gandersheim und Northeim.

Höhenzüge Angegeben ist jeweils die höchste Erhebung im Gebiet des ehemaligen Landkreises Einbeck.

Der Solling (Große Blöße 528 m) Der Elfaß (Helleberg 410 m) Die Amtsberge (Belzerberg 392 m) Die Ahlsburg (Eichfast 356 m) Die Hube (Fuchshöhlenberg 346 m) Ellenser Wald (Scharfenberg 342 m)

Geschichte Der Kreis entstand 1885 im Zuge einer Neugliederung der Provinz Hannover durch die preußische Regierung aus der Vereinigung des bisherigen Amts Einbeck mit der amtsfreien Stadt Einbeck.

Am 1. März 1974 wurde der Landkreis Einbeck mit dem ehemaligen Landkreis Northeim zu einem neuen Landkreis Northeim zusammengelegt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner 1885 24.654 1905 26.293 1925 26.987 1933 27.114 1939 26.969 1946 45.915 Jahr EinwohnerStatistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1975 1950 47.786 1956 42.822 1961 42.724 1970 42.626 1971 43.075 1973 41.600

Politik mini|Ehemaliges Landratsamt in Einbeck Landräte 1885–1886 Theodor Christian Fachtmann (seit 1877 Amtmann bzw. Kreishauptmann) 1886–1893 Friedrich Arthur von Borries 1894–1900 Johannes Frick 1901–1907 Karl Opitz 1908–1926 Hartwig von Engel (1873–1926) R. Zilch, B. Holtz (Bearb.): Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Bd. 12/II. In: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Acta Borussica. Neue Folge. Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 555. (Online; PDF 2,2 MB). 1927–1932 Otto Gail 1932 Stange (kommissarisch) 1932–1933 Horst Lindig (kommissarisch) 1933–1941 Kurt Heinrichs (NSDAP) 1942–1945 Günther Voigt 1945 Richard Borowski (SPD) 1948–1952 Lothar Urbanczyk (SPD) 1958– Alfred Cohrs (FDP) 1968–1974 Heinz-Joachim Otto (SPD)

Oberkreisdirektor 1948–1972 Walter Schaefer

Kreisverwaltung Das Gebäude der Kreisverwaltung an der Ecke Neuer Markt/Dr.-Friedrich-Uhde-Straße wurde 1903/04 errichtet und bis zur Gebietsreform 1974 durch die Kreisverwaltung, danach durch die Stadtverwaltung genutzt. Heute befindet es sich in Privatbesitz. Im Ersten Obergeschoss befindet sich der ehemalige Sitzungssaal mit Wappenfenstern. Unmittelbar benachbart ist in der Dr.-Friedrich-Uhde-Straße die frühere Landratsvilla, die zur gleichen Zeit erbaut wurde.

Wappen

Gemeinden Dem Landkreis gehörten im Verlauf seines Bestehens die folgenden Gemeinden an: Altgemeinde Einwohner 1971 HeutigeZugehörigkeit Eingemeindungsdatum Amelsen 475 Dassel 1. März 1974 Andershausen 63 Einbeck 1. März 1974 Avendshausen 136 Einbeck 1. März 1974 Buensen 85 Einbeck 1. März 1974 Dassel (Stadt) 3.404 Dassel Dassensen 749 Einbeck 1. März 1974 Deitersen 226 Dassel 1. März 1974 Dörrigsen 349 Einbeck 1. März 1974 Drüber 438 Einbeck 1. März 1974 Edemissen 609 Einbeck 1. März 1974 Eilensen 230 Dassel 1. März 1974 Einbeck (Stadt) 19.095 Einbeck Ellensen 311 Dassel 1. März 1974 Hilwartshausen 877 Dassel 1. März 1974 Hollenstedt 887 Northeim 1. März 1974 Holtensen 723 Einbeck 1. Februar 1971 Hoppensen 239 Dassel 1. März 1974 Hullersen 338 Einbeck 1. Februar 1971 Hunnesrück 312 Dassel 1. März 1974 Iber 318 Einbeck 1. März 1974 Immensen 327 Einbeck 1. Februar 1971 Kohnsen 295 Einbeck 1. März 1974 Krimmensen 175 Dassel 1. März 1974 Kuventhal 295 Einbeck 1. März 1974 Lauenberg 1.165 Dassel 1. März 1974 Lüthorst 808 Dassel 1. März 1974 Mackensen 528 Dassel 1. März 1974 Markoldendorf (Flecken) 2.452 Dassel 1. März 1974 Negenborn 174 Einbeck 1. März 1974 Odagsen 466 Einbeck 1. Februar 1971 Oldendorf Dassel 1. April 1939 zu Markoldendorf Portenhagen 244 Dassel 1. März 1974 Relliehausen Dassel 1. April 1928 zu Dassel Rengershausen 112 Einbeck 1. März 1974 Rotenkirchen 192 Einbeck 1. März 1974 Salzderhelden (Flecken) 2.189 Einbeck 1. März 1974 Sievershausen 1.647 Dassel 1. März 1974 Stöckheim 562 Northeim 1. März 1974 Strodthagen 125 Einbeck 1. März 1974 Sülbeck 521 Einbeck 1. März 1974 Vardeilsen 310 Einbeck 1. März 1974 Vogelbeck 1.050 Einbeck 1. März 1974Volksen 317 Einbeck 1. März 1974 Wellersen 344 Dassel 1. März 1974

Kfz-Kennzeichen

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen EIN zugewiesen. Es wurde bis zum 28. Februar 1974 ausgegeben. Seit dem 15. November 2012 ist es im Landkreis Northeim erhältlich.

Literatur Georg Ernst, Edmund Sindermann: Heimatchronik des Kreises Einbeck. Köln 1955 (= Heimatchroniken der Städte und Kreise des Bundesgebietes. Band 14). Iselin Gundermann, Walther Hubatsch: Grundriß der deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945. Reihe A, Band 10: Hannover. Herder-Institut, Marburg (Lahn) 1981, ISBN 3-87969-125-8, S. 538–543. Erich Plümer: Der Landkreis Einbeck, Geschichte und Gegenwart. Landkreis Einbeck, Einbeck 1971.

Einzelnachweise

Weblink

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